Mal wieder Hunger gehabt

Da ich ja selten ausser mir jemanden vergiften kann, nutze ich die Wochenenden gerne dazu, etwas neues auszuprobieren. So auch heute. Da ich immer noch lebe, obwohl ich so gegen acht gegessen habe, kann man es also nachkochen.

Kaufen

Fleisch. Am besten etwas, das man einem Rind abgeschnitten hat.

Creme Fraiche. Wächst nur in Dosen. Gelogen. Kann man auch selber machen, wenn man eine Kuh im Haus hat. (Ich meine eine richtige, nicht die Gattin)

Eine hübsche große Kartoffel mit einem netten Vornamen (zum Beispiel Sieglinde, Christa, Linda)

Frischer grüner Pfeffer. Wächst nur im Glas.

Pernod. Der leckere Anislikör aus Frankreich. Man kann auch Ricard nehmen, aber da der etwas bitter ist, eignet er sich nicht sooo gut.

So, jetzt gehts los.

Als erstes nehmen wir ein Glas, lassen drei Eiswürfel reinklickern und gießen zwei bis drei Fingerbreit Pernod rein. Darauf füllen wir nach Gusto frisches, kaltes Wasser ohne Kohlensäure.

Trinken.

Das Stück das vormals an einem Rind gehangen hat, wird zart geklopft, leicht bepfeffert und mit viel Liebe behandelt. Dann lassen wir es erstmal rumliegen und nehmen noch einen Schluck von dem lecker Pernöchen.

Christa, Sieglinde oder Linda (kommt darauf an, was man gekauft hat) werden nun in Alu-Unterwäsche gewickelt und im vorgeheizten Backhofen (so 150-200 C°, da kann nix falsch machen) 20 bis 30 Minuten heiß gemacht. (Hint=Kartoffel vorher leicht aufschneiden und ein klitzekleines Stück Kräuterbutter reinstopfen.)

Nun nehmen wir eine Pfanne und stellen sie auf den Herd. Bis die Pfanne heiß wird, trinken wir nochmal einen Schluck Pernod. Dann machen wir den Herd auch an, damit die Pfanne wirklich heiß wird. Die Pfanne erstmal trocken richtig heiß werden lassen, erst dann das Öl rein, warten (ja, man kann noch schnell einen Schluck trinken) bis das Öl leicht wabert und dann das Stück totes Tier rein. Zurückspringen und fluchen, weil man mal wieder zuviel Öl reingemacht hat und es spritzt. Das Fleisch und die Pfanne nicht bewegen, sondern ruhig ein bis zwei Minuten erstmal braten lassen.
Dann hin und her wenden (das Fleisch, nicht die Pfanne...aber ist mir auch egal, ICH muss es ja nicht essen), wie man lustig ist.

Bevor man das Fleisch rausnimmt schon mal einen kleinen(!) Schuss Pernod reingeben und einreduzieren lassen. Wenn die Flüssigkeit fast weg ist, das Fleisch rausnehmen und kurz warm stellen. Am besten im Ofen, der ist ja eh schon an.
Dann die Creme Fraiche rein, die Pfefferkörner hinter her und noch einen kräftigen Schuss Pernod. Aufkochen lassen, dabei immer mal rühren. Trinken nicht vergessen. Fleisch wieder raus aus dem Ofen und auf einen Teller geben. Christa, Sieglinde oder Linda auch aus dem Ofen rausholen, sich dabei den Unterarm verbrennen und später die Finger, wenn man die Damen aus ihrer Unterwäsche rausschält.
Über das ganze dann die Pernod-Pfeffer-Creme Fraiche Soße geben. Essen.

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Wie man im Sommer eine Dame zu sich nach Hause zwingen kann

Wenn man des Sommers im Park eine Dame kennen lernt, bzw. mit einer, einem zwar schon einigermaßen, aber noch nicht soooo gut bekannten Dame dort rum läuft, ist das natürlich doppelt fein. Doch was macht man, wenn man nach etlichen Stunden gegeseitigen Imponiergehabes Hunger bekommt?
Man könnte natürlich in ein Restaurant gehen, aber das ist ja nicht Sinn der Sache. Man hat ja nicht Stundenlang im Park rum gehangen und der Dame die Mücken aus den Haaren gestrichen, nur damit man in einem Restaurant von einem gelangweilten, genervten und/oder schleimigen Kellner bedient zu werden. Lieber der Dame folgende Menüfolge ins Ohr säuseln, schnell nach Hause, kochen, servieren und sich loben lassen.

Vorspeise:
Ziegenkäse mit einer Melisse/Thymian/Honig Marinande auf Ruccola

Frische Zitronenmelisse (Auf jeden Fall frisch!)
Frischer Thymian
Flüssiger Honig
2-4 Ziegenfrischkäsetaler (Picandou - an der Käsetheke erfragen)
Pinienkerne
1 Limette
Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl
Ruccola

Dame am Tisch/Balkon hinsetzten und gute Musik auflegen (Zum Beispiel Carl Tjader - Ultimate Carl Tjader)
Als allerersten schlachten wir die liebevoll aufgezogene Zitronenmelisse. Wir zupfen unter dem Eindruck schmutziger Gedanken dem Gestrüpp ungefähr eine ½ Handvoll Blätter ab. Genauso verfahren wir auch mit dem Thymian.
Dann wetzen wir das Messer und zerkleinern das Grünzeug in feine Schnipsel. Von einer jungfräulichen Limone schaben wir etwas Rinde ab. Alles in eine kleine Schale, ein Schuss Olivenöl hinzu. Dann fügt man den flüsigen Honig hinzu. Hier muss man abschmecken, wie süss man es haben will. Kurz ziehen lassen.
Währenddessen die Pinienkerne sanft in ein wenig Butter anrösten und leicht salzen.
Mit dem Ruccola belegt man kleine Teller, so daß man eine Art Bett heraus bekommt. Auf den Ruccola legt man die Ziegenkäsetaler. Auf die Ziegenkäsetaler verteilt man reichlich von der Marinade. Und darüber die noch warmen Pinienkerne streuen.

Die Hauptspeise
Pasta a la Limone

Pastamenge nach Gusto
Ein Töpfchen Sahne
Frische Blattpetersilie
Ein EL Creme Fraiche
Pfeffer aus der Mühle
1 oder 2 Zitronen (je nach Dicke und Säuregehalt)

Nach der Vorspeise sollte man eine kleine Pause einlegen, denn das folgende Hauptgericht geht rasend schnell. Neue Musik einlegen (Zum Beispiel Elvis Costello und Burt Bacharach - Painted for Memory).
Pasta aufsetzen. Am besten Penne, oder Orecchiette, die nehmen die eher flüssige Sosse besser auf. In einen kleinem Topf Sahne langsam erwärmen (NICHT kochen!) Zitronensaft langsam und unter steten rühren reinpressen (immer mal wieder abschmecken, da jede Zitrone anders sauer ist!). Blattpetersilie klein schneiden und 3/4 des Zeug reinwerfen. Den Klecks Creme Fraiche rein. Frischer Pfeffer aus der Mühle. Immer vorsichtig und langsam umrühren, sonst wird Schlagsahne draus.
Wenn Pasta fertig, abtropfen lassen, in den Topf, Sosse drüber, verrühren, den Rest der Petersilie drauf damit es schön aussieht.

Nachspeise
Joghurt-Eis mit einer Orangen Campari Sauce

1-2 Orangen
1 EL Zucker
1- ½ Zimtstange
3 EL Campari
Joghurt Eis (am besten Vanille oder Blutorange)

Einen großen Teil des Rezeptes kann man fertig machen, während man die Hauptspeise zubereitet. Das spart am Ende Zeit.
Ein wenig von der Orangenschale abschaben. Orangen halbieren und pro Nase ungefähr zwei bis drei Filets rausschneiden. Den Rest der Orange auspressen. Den Saft, die Filets, den Zucker in einem kleinen Topf vorsichtig erwärmen. Zimtstange reinpeffern. Kurz warm halten aber nicht kochen. dann den Campari untermengen. Zimtstange rausholen. Das Eis portionieren, die Sauce drüber und mit der abgeschabten Orangenschale garnieren.

Getränke
Ja, über die müssen wir reden. Denn wir haben ja Sommer und da kann man nicht einfach den Brunello aus dem letzten Jahr zum Essen servieren, weil die Dame sonst noch vom Balkon fällt, was ja kontraproduktiv ist.

Als Apéritif empfiehlt sich im Sommer was leichtes. Ein trockener Sherry, ein Pernod-Soda oder ein Campari-Soda leiten das Menü ganz gut ein.

Zur Vorspeise/Hauptgang nimmt man am besten einen fruchtigen Weißwein. Ich bevorzuge deutsche Weine, möglichst aus dem Rheingau, die nicht allzu viel Säure haben. Auch gut ist ein französischer Rosé. Ja, Rosé. Ich weiß, dass ich das geschrieben habe. Und, nein: Rosé ist kein Verschnitt von Rotwein und Weißwein, denn das ist in Deutschland bzw. in der gesamten EU verboten. Auch Most aus Rotweintrauben und Most aus Weißweintrauben darf nicht verschnitten werden.
Gute Rosé sind sehr selten geworden. Erstaunlich gut sind einige Italiener, allerdings sind die auch sehr teuer. Wirklich empfehlenswert sind und bleiben die französischen Rosé, die aus einer Spielart der Chardonney-Traube gewonnen werden.

Als Digestif nimmt man entweder einen Mampe Halb und Halb (Deutscher Bitterorangenlikör, im Geschmack ähnlich wie Ramazotti, paßt hervorragend zur Nachspeise), einen Averna mit einem Schuss Zitrone, einen fraz. Calvados oder einen kräftigen Brandy (z.B. 103er)

Mittlerweile sollte es langsam dunkel geworden sein. Das Geschirr steht unabgewaschen in der Küche, im Hintergrund läuft die "Best of Burt Bacharach" und zwei zufriedene Augenpaare treffen sich.

Dank an Le Maitre Uffelmann für den Ziegenkäse

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Heute gibt es folgendes...

Beide Rezepte aus dem Forum geklaut....

Ingwernudeln a la Frau Rossi

1 Ampel Paprika
zwei, drei mittelgroße Knoblauchzehen
mind. die gleiche Menge frischen Ingwer (je nach Belieben)
2 Kugeln Mozzarella
2 Limetten (od. Zitronen)
Olivenöl
frischer Rosmarin (geht auch getrocknet)
Chilipulver
Honig
Penne (oder Farfalle o.ä.)

So geht`s:

eine Marinade aus dem Saft der Limetten und der gleichen Menge Olivenöl herstellen und den grob gewürfelten Mozzarella drin baden.

Nudeln kochen.

Währenddessen Paprikas würfeln und zusammen mit dem in feine Scheibchen geschnittenen Ingwer und dem gepressten Knoblauch in Olivenöl andünsten.
Kurz vor Garende (ca. nach 5-7- Minuten) mit Rosmarin, Chilipulver (je nach Konstitution, aber besser nicht allzuscharf) und mind. 2 Teelöffel Honig abschmecken. Salz al Gusto.

Nudeln abgießen.

Paprikagemüse und Mozzarella mit Marinade in eine vorgewärmte Schüssel geben, die heißen Nudeln drauf, gut vermischen

Gurkensalat a la Frau Rossi

-frisch gepresster Saft einer halben Limette
-reichlich Dill, wenn möglich frisch (geht aber auch TK)
-eine hübsche Jurke
-Süße Sahne
-Salz, Pfeffer, Muskat

Die Gurke schälen, in feinste Scheiben schneiden, reichlich Salzen und Saft ziehen lassen, den man dann wegkippt.
In der Zwischenzeit Limettensaft, Gewürze, Dill mit nicht zu knapp Sahne kräftig verquirlen, bis die Marinade schön sämig ist. Das Ganze auf die Gurken, ziehen lassen, servieren, Huldigungen entgegennehmen

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Rezepte für Frau Ingeborch

Frau Ingeborch will die Rezepte...et voilá..

Alle Angaben für zwei bis drei Personen

Sonntag: Pasta mit Thunfisch/Balsamico Sosse
2 kl Zwiebeln
Etwas Knoblauch
8 mittlere Tomaten
Packung passierte Tomaten
Dose Thunfisch (in Öl)
Balsamico Essig (so um die 5%)
Pasta
diverse Kräuter

  • Zwiebeln schneiden, Öl in Pfanne, andünsten, Knoblauch hinterher werfen, Knoblauch vom Boden aufheben und wieder in die Pfanne tragen
  • Wenn fertig mit einem kleinen Schuss Rotwein noch was einkochen lassen
  • Tomaten drauf
  • Zwischendurch salzen und pfeffern
  • Während des Einkochens immer mal wieder einen kleinen Schuss Balsamico in die Sosse schütten und umrühren (wird gerne vergessen)
  • Wenn die Tomaten verkocht sind, etwas Passata rein (wenn nötig) und 3/4tel des Thunfisch rein (ohne Öl)
  • Das alles ungefähr ne Stunde vor sich hinköcheln lassen.
  • Immer mal wieder (je nach Geschmack) Balsamico nachschütten
  • Wenn Sosse fast fertig, Rest Thunfisch rein, Pasta aufsetzen und kochen.
  • Nudeln abgiessen, Sosse drüber, Parmesan drauf

Bzgl. der erwähnten Kräuter: Schwierig. Es gibt Menschen, die mögen kein Oregano, andere bekommen bei Basilikum Hautausschlag. Also selber ausprobieren.
Noch was: Der Geschmack hängt sehr vom Balsamico ab. Lieber einen nehmen, der mehr Süsse hat.

Freitag: Pasta mit Grand Marnier Lachs
250gr Lachs
200ml Sahne
Orangenrindestückchen
Grand Marnier

  • Den Lachs in Butter von beiden Seiten gut anbraten (kein Olivenöl!)
  • Einen guten Schuss Grand Marnier rein, kurz einkochen lassen, dann anzünden und nach ein paar Sekunden mit Deckel das Feuer löschen, wenn es nicht schon von selber ausgegangen ist.
  • Mann die verbrannten Haare abschneiden, Hund und Katze aus der Ecke hinter dem Kühlschrank holen, kurz überlegen, wie man dem Vermieter den schwarzen Fleck an der Decke erklärt, und vor allem sich nicht weiter ablenken lassen.
  • Sahne rein
  • Orange gut waschen, dann etwas Rinde abhobeln und die Sosse werfen
  • Kurz aufkochen, dann langsam köcheln lassen.
  • Mit Pfeffer, Salz, Muskat abschmecken
  • Evtl. am Schluss einen Schlag Creme Fraiche rein, falls einem der Grand Marnier Geschmack zu deutlich ist
  • Über die Pasta und fertig
  • Fürs Auge evtl. etwas frische Dill oben drauf, oder Orangenrindestücke auf den Tellerrand

Samstag : Gefüllte Kartoffeln
500 gr. Kartoffeln, festkochend
200 gr. Gorgonzola, Roquefort oder ähnliches
1 Dose Creme Fraiche
Etwas Milch
Butter
Parmesan

500gr frischen Blattspinat
Butter
Knoblauch
Pinienkerne

  • Kartoffeln schälen und kochen
  • Oben den Kartoffeln einen Deckel abschneiden
  • Mit einem Löffel ein Loch in die Kartoffel bohren, dabei die Statik der einzelnen Kartoffeln exakt berechnen, so dass die Kartoffelseitenwände nicht zusammenbrechen
  • Die Kartoffelreste zusammen mit dem Käse zermatschen bis eine einigermassen homogene Masse draus geworden ist.
  • Dabei die Creme Fraiche zuführen (muss nicht alles sein)
  • Wer will, kann einen winzigen Spritzer Zitrone der Pampe beifügen
  • Diese auf jeden Fall in die Kartoffeln geben
  • Kartoffeln in Auflaufform stellen, oben ein ein Butterflöckchen drauf und mit Parmesan bestreuen (nur damit es oben schön braun wird.
  • Das ganze 10 Minuten in den heißen (200 C° sollten reichen) Ofen

-Zwischenzeitlich den Spinat waschen und zupfen. Ein wenig abtrocknen lassen

  • Dann Butter einen Topf und zwei geviertelte Knoblauchzehen
  • Salat drauf werfen
  • Aufpassen, dass der Spinat nicht zu sehr in sich zusammenfällt. Das macht er bekanntlich gerne und schneller als Egon nach dem fünften Schnaps.
  • Dann im Topf ein wenig erkalten lassen
  • Ganz am Schluss, also kurz bevor die Kartoffeln aus dem Ofen kommen, die Pinienkerne rösten und über den Spinat werfen.
  • Ein paar frische Tomaten am Rand schaden dem Geschmack nicht.

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Vergangene Planungen

Sonntag - Penne mit einer Thunfisch/Balsamico Sosse
Montag - Frisches Graubrot
Dienstag - Lachsfilet auf Orangenfilets in einer leichten Orangensauce mit glasiertem Ingwergemüse - In Minze und Nelken gegarte Äpfel mit Basilkum, Waldbeeren und Crema
Mittwoch- Kartoffel/Apfel/Zwiebel Auflauf
Donnerstag - Kino/Junkfood
Freitag - Spaghetti mit Lachs, der in Grand Marnier geröstet und flambiert wurde
Samstag - Kartoffeln, gefüllt mit einer Gorgonzola/Kartoffel/Creme Fraiche Füllung, nebst lauwarmen Spinatsalat, Tomaten und gerösteten Pinienkernen

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