Montag, 10. Juli 2006

Suchmaschinen sind doof. Nie steht das, was man gerade sucht, aber nicht weiß, wie man es umschreiben soll, auf der ersten Seite. Immer steht da was anderes und nie merken die blöden Suchmaschinen, dass man sich doch ganz was anderes gedacht hat. Idealerweise gäbe es eine neuronale Verbindung des Kopfes direkt mit dem Internet oder eine, Suchmaschinen Interface, dass einen wenigstens versteht.

Das habe ich mir schon immer gewünscht. Sogar vor Google. Vor Google gab es nur Altavista und die damals noch eigenständige Seite "alltheweb". Die beide nicht so wirklich funktionierten. Yahoo zum Beispiel war gar keine Suchmaschine, sondern ein Katalog. Wollte man da rein, musste man sich bewerben und die Seite wurde geprüft, ob sie den "strengen" Voraussetzungen der Yahookatkalogprüfungsredakteure auch entsprach. Gefunden hat man da nix. Dann kam Google und alles wurde gut. In letzter Zeit geht mir Google allerdings fürchterlich auf die Nerven. Seit sie die zwangweise Umleitung auf das Land eingeührt haben, aus dem Fragende gerade kommt, findet man nur noch die Hälfte bis gar nichts. Sucht man gar einen US Begriff, wird es extrem schwer. Entkommen kann man der Google Bevormundung aber hier

Dazu kommt auch, dass Monopole ja immer böse und pfui sind. Google hätte den gemeinen Redirect nie eingeführt, wenn es noch andere Suchmaschinen geben würde, die vernünftig arbeiten. Gibt es aber nicht. Weder die blöde MSN Suche, noch die alten Haudegen von altavista liefern vernünftiges ab. Einzig Yahoo hat eine einigermaßen brauchbare Suchmaschine, die mittlerweile sogar funktioniert. Und dann ist da noch diese Sache mit China, bei der sich weder Yahoo noch Google mit Ruhm bekleckern.

Da kommt eine neue Suchmaschine im Moment gerade Recht. Ask.com will gerne auf den deutschen Markt und ruft daher das Netzvolk auf, die Suche bei einem Test zu prüfen. Nun kann man geteilter Meinung darüber sein, ob es Sinn macht, die Frage eines Suchmaschinenanbieters zu beantworten, der die Antwort auf die von ihm gstellte Frage in seiner eigenen Suchmaschine versteckt hat. Aber Spaß hat es mir trotzdem gemacht.

Und wer steckt hinter ask.com? Eigentlich ein Mathematiker namens Apostolos Gerasoulis. Der hat vor Jahren die Suchmaschine "Teoma" gegründet, die dann von "Ask Jeeves" aufgekauft wurde. Die wurden wiederum letztes Jahr vom Konzern IAC für schmale 2,3 Milliarden Dollar geschluckt. Ganz so winzig ist "ask" gegenüber Google also nicht, zumal die Suchmaschine in den USA auf Platz vier liegt. Ein Artikel aus der Zeit bringt da noch etwas Licht ins dunkle.

Na, mal sehen, ob sie was taugt. Ein bißchen Abwechslund und Konkurrenz täte Google auf jeden Fall gut.

Disclaimer: Ask.com hat mich per Mail auf den Betatest hingewiesen. Nutze deren "Bloglines" Service.

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