Der Pressesprecher des Deutschen Olympischen Sportbundes, Michael Schirp, hat sich mittels eines Eintrags auf dem Marketing Blog zu Wort gemeldet und will die Sache mit dem Saftblog "klären". Zitat:
...wenn einer eine Marke hat, dann kann er was erleben. Da gibt's Trittbrettfahrer - die gibt's gar nicht. Wir meinen nicht die Schule, die Sommerspiele ausrichtet. Oder den Gastwirt, der den Olympiaspieß grillt. Vielleicht auch nicht den guten Walther-Saft - aber leider konnten unsere Anwälte das noch nicht beurteilen. Weil sich das Unternehmen noch nicht beim Absender gemeldet hat. Schade, denn sonst hätten sie erfahren, dass es in der Vergangenheit viele Fälle gab, bei denen die Abmahnkosten deutlich gesenkt wurden, weil sich herausgestellt hat, dass es sich um einen "kleinen Fisch" handelte.
Das ist ja nett gemeint, aber die Frage, was da eigentlich abgemahnt wurde, wird immer noch nicht beantwortet. Offenbar hat beim DOSB jemand ein wenig Ahnung von Blogs und wollte wohl vermeiden, dass sich die ganze Sache übers Wochenende hochschaukelt. Herr Knüver hatte ja auch schon angedroht, sich mal näher mit dem DOSB zu beschäftigen, und hier bei mir gibt es auch schon einen Ordner mit dem Titel "DOSB".
Wie gesagt: es ist gut, dass man sich seitens des DOSB so schnell zu Wort meldet, am grundsätzlichen Problem der Abmahnung ändert das aber leider nichts. Auch scheinen die Juristen des DOSB nicht in der Lage zu sein, eine Unterscheidung zu treffen, wann man es mit einem "kleinen Fisch" zu tun hat, dem man nur so nebenbei verspeisen will, und wann ein Markenpirat am Werk ist. Dass man ohne eine einzige Recherche, nicht mal mit einem 10sec. Blick ins Netz eine Abmahnung rausjagt ist schon bezeichnend. Offenbar war man aber auf der anderen Seite durchaus dazu in der Lage, einen fast ein Jahr alten Eintrag ausfindig zu machen. Dass man gleichzeitig einfach mal mit der großen 150.000 Euro Keule zuschlägt, egal wer sich da auf der anderen Seite befindet, ist noch so eine Sache, die einen schalen Beigeschmack hat.
Was ist eigentlich aus der guten alten Tradition geworden, dass man erst einmal mit einander redet, bevor man sich irgendwas an den Kopf wirft? Markenverletzung hin oder her, wenn man offensichtlich mit jemanden zu tun hat, der in einem oder zwei Weblog Einträgen etwas falsch macht (wie und warum auch immer), kann man dann nicht einfach mal anrufen? Ne Mail schreiben? Von mir aus einen Brief? Ist das so schwer? Bricht sich da der Markeninhaber einen Zacken aus der Krone? Sicher, die Gesetze lassen solche Abmahnungen zu, aber nur weil mir das Gesetz erlaubt mit 230 km/h über die Autobahn zu brettern, muss ich dass nicht machen, bzw. ausnutzen.
Jeder, auch eine Firma, kann frei entscheiden, wie sie mit den Möglichkeiten umgeht, die man bei einer vermeintlichen Markenverletzung hat. Es ist auch eine Frage der Ethik, wie eine Firma reagiert und in Zukunft kann ich mir, wie beim Fall des "Media Markt" vorstellen, dass man die ethischen und moralischen Handlungsweisen eines Konzerns durchaus in sein Konsum-, oder wie in Fall des DOSB, seinem Spendeverhalten mit einbezieht.
So lange der Gesetzgeber die Gesetzgebung bzgl. der Abmahnungen nicht ändert, so lange so bestimmte Rechtsanwälte den Ruf ihrer Branche in den Dreck treten, so lange hat man leider als einzige Waffe nur das Veröffentlichen solcher Abmahnungen und die Möglichkeit aus dem Verhalten einer Firma seine persönlichen Konsequenzen zu ziehen.
Drüben habe ich es schon notiert, aber hier möchte ich diese etwas absurde scheinende Sache noch mal erwähnen.
Das "Saftblog" wird abgemahnt.
Aufgrund der folgenden Weblogeinträge, hatten wir gestern Post von einer Anwaltskanzlei, welche den Deutschen Olympischen Sportbund e.V. vertritt. Gegenstandswert 150.000 Euro.
Leider wird nicht kommuniziert, warum man abgemahnt wird. Ein weitere Eintrag in den Kommentaren gibt jedoch etwas Aufschluß:
Die Herren Anwälte nennen die beiden Überschriften "Slogans". Zitat: "Beide Slogans sind von Ihrem Geschäftspartner Jörg Holzmüller verfasst und dienen offensichtlich als "Meta-Tag" um potentielle Kunden auf Ihr Angebot aufmerksam zu machen." Aber das ist ja nur eine von vielen Anschuldigungen... Das ganze Teil hat 17 Seiten!
Der DOSB ist die gerade erst vor ein paar Monaten gegründete Dachverband aus NOK (Nationales Olympisches Komitee) und DSB (Deutscher Sportbund). Im Prinzip ist der Laden ein wenig "Alter Wein in neuen Schläuchen", da er aus Mitgliedern der beiden alten Verbände besteht, die sich in diesem Monat nach erfolgreicher Gründung des DOSB aufgelöst haben. Kein Wunder, dass sich diverse bekannte Namen wie Dr. Thomas Bach in der Führungsspitze finden lassen.
Warum der DOSB das Saftblog letzlich abmahnt ist schwer zu sagen, da die Saftblogger die 17seitige (!) Abmahnung weder zeigen dürfen, noch ist es heutzutage offenbar möglich aus einer zitierten Abmahnung zu zitieren ohne abgemahnt zu werden
Besonders ärgerlich ist mal wieder der extra hoch angesetzte Streitwert von 150.000 Euro, der die Kosten nur unnötig nach oben treibt. Der DOSB bekleckert sich nicht gerade mit Ruhm, wenn man ein kleines, mittelständisches Unternehmen wegen einer, nach jetzigen Informationslage, nicht nachvollziehbaren Abmahnung finanziell unnötig belastet. Zumal der DOSB in Fragen moralischer Verantwortung und Vorbildfunktion auch nicht gerade weit vorne zu finden ist
Die lustige Welt der Medien

Ab jetzt auch -> Bild Zeitung in "Second Life". Eine virtuelle Zeitung für einen virtuellen Raum in dem Nachrichten über virtuelle Dinge stehen, und in dem auch Anbieter von ausschließlich im virtuellen Raum angebotenen Dingen eine virtuelle Werbeanzeige schalten können. Hätte man das in den 70er Jahren jemanden erzählt, vermutlich wäre schnell nette Menschen mit bunten Pillen gekommen. Irre.
Frage: weiß jemand, wie ich an die Sports-Illustrated'-Ausgabe zur NASCAR-Saison 2006 in Deutschland ran kommen kann? Oder sitzt zufälligerweise einer meiner Leser in den USA und kann mir die Ausgabe besorgen? Ich schick auch Schwarzbrot und Nutella zurück!
Liebe Pharma Industrie
warum immer so versteckt und verschämt?
Keller, der damals in der Presseabteilung eines größeren Pharmaunternehmens in Deutschland arbeitete, war selbst überrascht, als er eines Tages Besuch von einem Mitarbeiter des Verlages erhielt. Man habe ein interessantes Angebot, teilten die Bauer-Leute mit: »Wenn Sie uns 60000 Euro zahlen, können wir dafür sorgen, dass ein bestimmtes Präparat aus Ihrem Haus im nächsten Jahr in drei Artikeln unserer Zeitschriften namentlich erwähnt wird.« [Quelle] Via Boo
Ich mache Euch ein Angebot: Mein Blog hat so rund 50.000 PVs im Monat. Mal mehr, mal weniger. Das sind ziemlich echte Besuche, nicht nur so Leute, die mal irgendwo drüber blättern. Dazu kommt mein Pagerank von sechs bei Google. Wenn ich also in einem Artikel das Präparat XY erwähnen würde, vielleicht sogar mehrfach, dann würde dieser Artikel bei den diversen Suchmaschinen über Jahre relativ weit vorne zu finden sein und nicht wie in einem Magazin, das auf Wochen- oder gar Monatsbasis erscheint, nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Es würde Euch mehr bringen, als jede einmalige Anzeige in einem der Blätter des Bauer Verlags, denn rund 10% meiner jährlichen Besucher kommen per Suchmaschinen hier hin. Davon ausgehend, das täglich mehre Millionen Menschen im Internet auf der Suche nach Informationen über Arzneimittel sind, sollte das Euer Interesse durchaus wecken.
Also Pfizer, GlaxoSmithKline, Merck, AstraZeneca, Johnson & Johnson, Aventis, Novartis, Roche, Bayer, Sanofi, Hexal und sonstige, hier mein absolut ernst gemeintes Angebot:
Für 60.000 Euro bekommt ihr hier nicht nur drei, nicht vier sondern fünf Einträge (längere Berichte, verpackt zum Beispiel in einem Schicksalsbericht, eine Selbsterlebnis, Erlebnisse von Freunden usw.) . Die Berichte werden, nach der Erfahrung die ich mit Opel gemacht habe, auch oft gelesen und kontrovers diskutiert, so dass einer weiteren Erwähnung des Produktes nichts im Wege steht. Die Beiträge würden wie beim Bauer Verlag im Laufe eines Jahres erscheinen und können so saisonal gebucht werden.
Ich wüsste jetzt wirklich nicht, warum Ihr dieses Angebot nicht annehmen solltet. Viel bessere Zahlen haben die meisten Bauer Zeitschriften auch nicht, zumal ich hier auch noch zielgerichtet Besucher bekommen kann, also echte Kontakte mit Feedback, für das ihr normalerweise eine teure Marktforschung machen müsstest.
Das wir das hier öffentlich machen, kann Euch auch nicht stören, denn für Eure Produkte schämt ihr euch doch wohl nicht. Im Grunde ist es ein normaler Einkauf. Wenn ich mir ein neues Auto kaufe, dann weiß ja auch jeder, was so ein Wagen kostet. Des weitern sollte Ihr nicht den Werbeeffekt vergessen, wenn bekannt wird, dass Ihr Euch für 60.000 Euro in ein Weblog eingekauft habt. Der ist gleich mindestens noch mal die Summe wert und das selbst dann, wenn sich Don Alphonso nicht dazu äußert.
Melden könnt Ihr Euch jederzeit unter der Adresse dondahlmann ät gmail dot com.
Also, nur Mut!
Beste Grüße DD
Erstaunlich, was ein Amt in Kombination mit einem "„Verein für familienorientierte Sozialpädagogik" zu leisten im Stande ist. Erst der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte war in der Lage, einer behinderten Famlie ihre Kinder wieder zu geben, nachdem sie insgesamt sieben Jahre lang weg waren. Begründung für den Entzug des Sorgerechts: "Sie seien intellektuell nicht in der Lage die Kinder groß zuziehen".
... Am 14. Februar 1997, als die Kutzners ihre Kinder im Verein für familienorientierte Sozialpädagogik in Meppen abgeben mussten. „Wir haben ihnen nicht die Wahrheit gesagt. Wir haben gesagt, dass sie Urlaub machen und da haben sie sich gefreut.“Das erste Mal wiedergesehen haben die Kutzners ihre Kinder zehn Monate später. Die Mitarbeiter des Vereins machten sie darauf aufmerksam, dass sie Corinne und Nicola nicht umarmen sollten. In den folgenden sechs Jahren haben Annette und Ingo Kutzner ihre Töchter einmal im Monat für eine Stunde in den Räumen des Vereins getroffen.
Annette und Ingo Kutzner kannten die Familien nicht, bei denen ihre Kinder lebten. Aber sie mussten zahlen, für die ungewollte „Fremdunterbringung“ ihrer Töchter, monatlich 200 Mark. Das Jugendamt unterstützte die Pflegefamilien jeden Monat mit 7300 Mark. Damit hätten die Kutzners einen Privatlehrer rund um die Uhr bezahlen können, denn eigentlich sollte ja die drohende geistige Verflachung der Mädchen verhindert werden.
Die ganze Geschichte gibt es bei der Welt
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