Wie motiviert man sich eigentlich zu einer Arbeit, die einem schon lange keinen Spaß mehr macht, bzw. körperliche Schmerzen verursacht?
Arbeitsmotivation - nur wie?

Der Mann muss weg. Und zwar schnell. Gründe gibt es viele, die Datenvorratsspeicherung, die gerade diskutiert wird, ist eine Geschichte, die Idee Fingerabdrücke und Passfotos in eine Zentraldatei zu stopfen eine andere. Warum nicht auch gleich die DNA und ein paar Geruchsproben? Mehr Infos gibt es über diese Aktion gibt es hier
Das Bild stammt von Dataloo
Manchmal bin ich ja schon sehr naiv. Ich dachte nämlich immer, dass wir hier in Deutschland ein offenes System der Pressefreiheit haben. Damit meine ich, dass ich als Journalist, der zu dem auch noch im Besitz eines offiziellen Presseausweises ist, sich bei Firmen aber auch bei Behörden bei den Pressestellen anmelden kann. Ist das erledigt, kann ich Fragen stellen und darauf hoffen, dass ich eine Antwort bekomme. Und genauso geht das auch bei der Bundespressekonferenz, also jenen Veranstaltungen, bei denen über die Entscheidungen der großen Politik vor Journalisten gesprochen wird. Da ich bisher keinen Sinn gesehen habe, mich bei der BPK zu akkreditieren, habe ich es gelassen, bin daher vermutlich ebenso erstaunt wie Markus
Die Bundespressekonferenz ist ein privatwirtschaftlicher Verein, wo man Mitglied werden kann. Feste zahlen 30 Euro, Freie 20 Euro Mitgliedsgebühr - pro Monat. Dafür darf man auch Fragen stellen und bekommt wohl auch sein eigenes Fach, wo dann Pressemitteilungen, etc. abgelegt werden. Mittelfristig sollte ich vielleicht einfach mal versuchen, Mitglied werden. Aber wie ich gerade nachlese, dürfte das nicht so einfach sein.
Will man also nicht 20 Euro im Monat zahlen, darf man auch keine Fragen stellen. Das tolle auch - dadurch, dass die BPK ein privater Verein ist, sind sie nicht gezwungen jede Akkreditierung anzunehmen, egal wie viele Presseausweise man vorweisen kann. Mit anderen Worten: will man einen nervigen Fragesteller los werden, kann man ihm theoretisch einfach seine Anmeldung und Vereinsmitgliedschaft entziehen. Wie demokratisch ist das denn, bitte?
Noch lustiger wird es, wenn man sich vor Augen hält, dass die BPK eine Einrichtung ist, die von Journalisten gegründet wurde und bis heute geführt wird. Es sind also Kollegen, die darüber entscheiden, ob und wann man Fragen stellen darf, was die ganze Geschichte noch absurder macht. Gleichzeitig bekommt man aber auch einen Eindruck, wie verzahnt in Berlin (wie vorher auch schon in Bonn) Politiker und Journalisten leben. Das es mit dem kritischem Qualitätsjournalismus nicht weit her sein kann, verwundert da kaum noch.
Ich hatte es ja vor einigen Wochen schon mal nebulös angedeutet, aber jetzt kann ich es (nachdem ich es schon hier und da auf der re:publica erzählt hatte) dann auch im Blog öffentlich machen.
Seit dem 01.04.07 kümmere ich mich um die Seite mindestenshaltbar.net. Ich will nicht sagen, dass ich da "Chefredakteur" bin, auch wenn der offizielle Titel so lautet. Ich sehe mich da eher als eine Art "kreativer Vorsager", also als jemand, der die Themenschwerpunkte setzt und sich ein wenig um die Qualität der Inhalte kümmert. Ich bin also in Zukunft u. a. für die Auswahl der Texte und der Bilder zuständig. Ich freue mich auf die Aufgabe und die Zusammenarbeit mit Dieter Rappold und seinem Team bei knallgrau.
Ich finde die Idee, eine Seite ins Netz zu stellen, die sich mit den literarischen Möglichkeiten der Blogszene auseinandersetzt spannend. Und auch weil ich in den letzten Jahren immer wieder darüber geschimpft habe, dass es kaum Möglichkeiten für Blogger gibt, ihre besten Geschichten, Stories und Kurzgeschichten ins Netz zu stellen und ab und zu in Buchform zu pressen, freue ich mich darüber, jetzt selber aktiv an dem Zustand etwas zu verändern. Die Möglichkeiten, die mindestenshaltbar.net bietet sind da, ich werde versuchen sie so gut wie es geht zu nutzen.
Ich habe auf der Seite ein paar Neuerungen geplant, von denen ich zwei jetzt schon mal verraten kann.
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Es wird wieder auf eine monatliche Erscheinungsweise umgestellt. Für eine eher literarische Seite ist das wohl besser. Das bedeutet aber nicht, dass sich vier Wochen auf der Seite nichts tun wird.
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Es wird keine einzelnen Begriffe mehr geben, nach denen sich die Texte ausrichten sollen, sondern Themenschwerpunkte. Die können und sollen auch durchaus mal kontrovers und oder politisch sein, halt so, wie ein modernes Feuilleton so ist.
Dazu arbeite ich parallel noch an ein paar anderen Dingen, die die Seite weiter ausbauen sollen, aber noch nicht verraten werden können.
Was ich leider zum Start noch nicht ändern konnte, ist die Tatsache, dass keine Honorierung für seine Texte erhält. Man wird auch in Zukunft nicht dadurch reich werden, dass man Texte für mindestenshaltbar.net schreibt, aber eine Aufmerksamkeit soll es schon geben. Für die erste Ausgabe wird das leider noch nicht der Fall sein.
Warum ich mir die Arbeit da noch zusätzlich antue? Ja, ich bekomme für meine Arbeit Geld. Eine mittlere dreistellige Summe, was bei geschätzten 40 Monatsstunden Arbeit nicht eben viel ist. Geld ist aber wie erwähnt nicht der Hauptgrund, warum ich den Schritt mache. Denn so sehr ich hier in diesem Blog die literarischen Interessen schleifen lassen mag, es ist mir weiterhin sehr wichtig Literaturperlen im Netz aufzutreiben und auf einer Seite zu dokumentieren. Dazu bietet mindestenshaltbar auch die Möglichkeit, noch einen Schritt weiter zu gehen. Ich kann mit Fotos und Musik arbeiten, kann völlig neue Ideen ausprobieren und schauen, was man im Netz alles zu diesem Thema leisten kann.
Da sich so eine Seite nicht alleine zusammenstrickt, bin ich über jeden Hinweis froh. Wer mir Texte oder Bilder zusenden möchte oder wer im Netz jemanden entdeckt hat, der schöne Geschichten schreibt und tolle Fotos macht, der maile mir einfach unter vorschlag@dondahlmann.de
Ich bin sehr gespannt, was da möglich sein wird.
Du meine Güte, ich müsste ja eigentlich gerade was anderes machen, aber bei solchen Sätzen kann ich einfach nicht anders.
"Ich versuche unseren Merchants beizubringen, dass ein Blogger mindestens 5,00 Euro pro Blogartikel verdienen sollte [...]"
Aus einem Interview Gespräch mit Max Klinger von blogpay.eu in einem pdf Magazin, dass sich "BlogInside" nennt und von blogpay.eu kommt. Da drin sind noch mehr Klopper, versteckt, aber am meisten hat mich dann doch das Titelbild erheitert. Auf dem Titel des Magazins des Word Dokuments sieht man ein Ei, dass in einem dieser lustigen Eierbecher mit Füssen steckt, welcher vor einer Tastatur steht. Auf dem Ei liegt ein Stück billiger Scheibenkäse. Eine bessere Kritik wäre mir zu diesem Magazin Dokument auch nicht eingefallen. Super auch die Telefonnummer, bei der man sich in der Redaktion melden kann. Es ist eine 0180er Nummer für 0,12 € / Minute.
Via Großbloggbaumeister. Dort vermutet man in den Kommentaren eine perfide Aktion zur kommenden documenta.
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