Dienstag, 1. Oktober 2002

Waaah

Bei dem habe ich mal ein Volontariat angefangen

Mal

Mein Vater war damals ganz begeistert, dass ich bei einer Radio-Ikone der 70er in die Lehre ging. Ich weniger. Sein Laden bestand damals aus einer Sekretärin, Nick dem Tontechniker und mir. Meine Arbeit bestand daraus, dass ich alle Texte für Mal schreiben musste. Und zwar genauso, wie er sie gewohnt war, was damals erstmal eine Unmöglichkeit war. Wie soll man schreiben, wie ein anderer denkt und spricht, wenn man keine Ahnung hat, was der andere überhaupt will? Ansonsten durfte ich Nick die Jingles reichen. Achja - und an und an durfte ich Mal in seinem Auto irgendwohin fahren. Nach einem Jahr war der Laden pleite. Irgendwie hatte der Mann etwas tragisches. Ein verdammt guter Sprecher mit einer sehr guten Stimme, aber eben auch ein Dinosaurier der 70er Jahre, nur bekannt in NRW, der von der neuen Radiozeit weggespült wurde. Er hatte völlig den Kontakt zum Medium verloren. Ich traf ihn dann später ab und an auf der Popkomm, wo er schwer beladen mit Prospekten und Gratis CDs seine Runden drehte. Auf die Frage wie es ihm ginge, antowortete er immer gleich: "Well, you know, ich habe da ein paar sehr interessante Dinge, über die ich aber nicht sprechen kann." Man machte ihm dann Mut, obwohl man wußte, dass er einen angelogen hat. Aber immerhin: offenbar arbeitet er noch.

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Nur mal so zur Info

Das ist ein Blog. Um genau zu sein, ist es mein Blog. Sozusagen meine virtuelle Wohnung. Ich mag das hier sehr. Ich mag aber nicht Menschen, die reinplatzen, rumbrüllen, die Bilder umhängen und dann hoffen, dass man das gut finden. Da ich der Admin hier bin behalte ich mir vor, dererlei Kommentare zu löschen bzw. zu editieren. Damit es auch schön bleibt.

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Montag, 30. September 2002

Unglaublich

Das Rolf Zacher ein Irrer ist, dass wußte ich schon. Das er aber so irre ist, dass war mir neu. Ich hatte mal das Vergnügen vor Jahren mit Zacher in der Bar vom Chelsea in Köln zu saufen. Eher zufällig. Ich kam rein, er stand da, schon voll, ich so mittel, dann kamen wir ins Gespräch und soffen Wodka. So gegen 5 Uhr nahm er meinen Kopf, küsste mich auf die Stirn und sagte, dass sei ja alles ganz famos, er müsse nur kurz unter die Dusche, weil er gleich drehen müsse. Grossartiger Mensch und Schauspieler. Link via AP Projekt

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Klebrige Gedanken

Ich stehe heute auf und muss feststellen, dass ich noch müde bin. Mensch, war ich schön sauer. Da geht man extra früher ins Bett, schläft fast acht Stunden, wird wach und ist müde. Irgendjemand hat das Hirn über Nacht in Gelee gepackt und die Gedanken kleben an den Synapsen wie mit Pattex angedengelt. Ich finde Schlafen eh scheisse. Es ist langweilig und man schlägt nur Zeit tot. Ich glaube, man müsste mal wieder an der Evolutionsschraube drehen. Einfach den Schlaf abschaffen. Bekommt man auch viel mehr hin, kann mehr an der Playstation spielen, Fernsehen schauen, Bücher lesen; Musik hören, Sex haben. Gut, früher konnte man das alles nicht. Da war Schlaf ganz brauchbar, damit man sich nicht zu Tode langweilte, oder sich gegenseitig umbrachte. Vor allem im Winter. Aber heute? Völlig überflüssig.

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Sonntag, 29. September 2002

Eine Schwäche

Ich gebe zu. Ich habe eine Vinyl Scheibe von 1968. Sie heißt "Sounds of the Nürburgring" und darauf gebannt sind von einem 1000km Rennen auf der alten Nordschleife, Rennwagen wie der alte Porsche 910 3 Liter Prototyp. Oder der Ferrari Dino 2 Liter. Oder 7Liter Lola Ford Prototyp. Dazu Interviews mit Rennfahrern. Ich finde diese Platte grossartig. Die Rennwagen mit ihrem wahrlich animalischen Sound fahren von rechts nach links und umgekehrt durch meine Ohren. Man kann hören wie die Fahrer schalten, wie die Bodenwellen den Wagen ausheben, und die Fahrer versuchen, die Wagen, die 600kg wogen, vielleicht 400 oder 500 PS hatten, aus Blech waren, keine Eletronik hatten, kein ESP, kein ABS, kein Schaltautomatik, keine Servolenkung und 2 Zentimeter hinter der Sitz 150 Liter Sprit hatten, wie sie versuchten diese Wagen auf dem schmalen Asphaltstreifen der Nordschleife, deren 27 Kilometer langer Kurs nur durch Bäume und Leitplanken direkt neben der Streckte markiert war, völlig am Limit zu bewegen. Sowas zu hören zwingt mir gehörigen Respekt ab und es macht einfach unglaublichen Spaß.

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