Du darfst nicht Nicht jetzt und hier Den vorhang öffnen Sich wie zäher nebel durch die knochen drücken
Du darfst nicht Mit spitzen dornen Meine seele reizen Die gebläht wie ein toter fisch angstkauert
Du darfst nicht Mit jungen stimmen Melodien durch die haare streichen Und deinen namen auf das innere meiner lider malen
Du darfst nicht Mir das zittern rauben Dieser treue diener all die Jahre lang Der das licht von meinen Augen hielt
DD
Große, kurze Fernreise. Dann wird nachgeholt.
Im Taumel war ein Teil, ein Teil in Tränen, in manchen Stunden war ein Schein und mehr, in diesen Jahren war das Herz, in jenen waren die Stürme - wessen Stürme - wer?
Niemals im Glücke, selten mit Begleiter, meistens verschleiert, da es tief geschah, und alle Ströme liefen wachsend weiter und alles Außen ward nur innen nah.
Der sah dich hart, der andre sah dich milder, der wie es ordnet, der wie es zerstört, doch was sie sahn, das waren halbe Bilder, da dir das Ganze nur allein gehört.
Gottfried Benn
Ich wühlte gern hitzig in deinem Haar, Sage mir: Reden die Locken wahr? Die Locken werfen sich voll und rund Wie tolle Bäche an meinen Mund.
Und jeder Lockenleib wild sich rollt, Als ob er mit Glut mir zufliegen wollt. Ich möchte vor Lust mein Herz zerbrechen, Mit tausend Splittern zu dir sprechen.
Max Dauthendey
Keine Worte. Aber Links
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