Dienstag, 19. August 2003

Es ist natürlich...

schon schön mit dem Zug zu fahren. Auch Sonntagsabends, besonders wenn man die Aussicht auf eine Flasche Astra hat. Besonders viel Spaß macht es aber, wenn man in einen Zug steigt, der eigentlich gar nicht da, sondern schon auf dem Weg nach Hamburg sein sollte, aber leider 45 Minuten Verspätung hat, der Zugchefin die Verspätungsgutscheine ausgegangen sind, Menschen schwitzend mit fünf schreienden Kindern auf ihren Koffern in Gängen hocken, das Bistro nichts mehr zu Essen serviert und im allgemeinen eine Art Lynchstimmung herrscht, die sich auch bei Mitreisende entlädt, die zum Beispiel den Walkman etwas lauter als normal gestellt haben, um dem Gekeife der anderen zu entgehen. Noch viel, viel mehr Spaß macht es, wenn man selber zu tiefst entspannt ist, sich darüber freut, dass man 40 Minuten eher als geplant ankommt und man dem brüllenden Menschen neben einem sagen kann, er sei wohl mit der Rakete durch die Kinderstube geschossen worden, wofür man dann eine halbe Stunde später von der Zugchefin ein Bier ausgegeben bekommt.

Auch Rückfahrten können den Umständen entsprechend nett sein, wenn man eine Bild Zeitung gekauft hat und sich die Hälfte des Weges überlegt: Wie ordnet man elf Frauen gleichzeitig und Handlungsparallel auf einem Bett an?

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Sonntag, 17. August 2003

So Werbung wird ja gar nicht mehr gemacht

Steig ein, Julia

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Samstag, 16. August 2003

Was geschehen kann, wenn man die Fernbedienung unachtsam betätigt

Aus Versehen ins Erste geschaltet. Dort Patrick "Patti" Lindner ("Ich freu mich") gesehen, der den ungefähr 289jährigen Johannes Heesters zum Singen gezwungen hat. In Schockstarre gefallen. Jetzt Wodka.

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Freitag, 15. August 2003

Wenn man Freitagsabends nichts tun hat ist das sicher keine schlechte Beschäftigung. Sicher, man könnte lesen, aber Welten retten ist ja wohl knuspi

www.freshsensation.com

Credits to Künstler Treu

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Sauber

Das ist bei mir so: Wenn ich schreibe, dann ziehe ich eine Spur der Verwüstung hinter mir her. Immer. Überall. Ich habe schon mal vermutet, dass die Dinge sich hinter meinem Rücken wie in einem Kindergarten benehmen. Sie wissen, dass ich unfähig bin, ziehen sich gegenseitig an den Ohren und machen mir eine lange Nase, während ich weinend um Nachsicht bitte. Selbst der Kühlschrank verstaubt dann von innen.

Allerdings: Immer wenn ich schreiben will, es aber nicht kann, dann fange ich an meine Wohnung aufzuräumen. Am liebsten spüle ich dann. Es gibt also Zeiten, in denen es bei mir wie geleckt aussieht. Wo T-Shirts auf Kante gefaltet sind, wo Unterhosen gebügelt werden. Wo Spültücher zärtlich auf Haken gehangen werden. Wo Altglas liebevoll nach Hersteller, Farbe und Inhalt sortiert wird. Wo ich mit dem Radiergummi Flecken von der Wand mache. Wo ich die Blätter meiner Bonsai mit einem Pinsel sanft entstaube, meine Fussmatte vor der Tür sauge und verzweifelt versuche den Staub von den Kühlrippen meines Kühlschranks zu bekommen. Dann denke ich, dass ich ganz schön verrückt im Kopf bin, aber dann fällt mir meine Mutter ein, die sowas immer macht.

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