Donnerstag, 29. Januar 2004

Lost in translation

Jetzt dann auch mal gesehen. Und mich gefragt, ob ich langsam zu alt für so Filme werde. Jedenfalls konnte ich die wirre Verzückung in die manche Menschen um mich herum verfallen, wenn man den Film nur anspricht, nicht verstehen. Noch weniger die Oscar-Nominierungen. Was vor allen daran lag, dass mir Schlauchbootlippe auf den Senkel ging. Diese verhuschte Demutshaltung. Diese Unfähigkeit zur Aktion. Dazu dann die "Guckt mal wie komisch die Japsen sind" Szenen. Logel Mool. Sean Connely. Flank Sinatla. Haha. Ausgelutscht und langweilig, nicht lustig. Wenn der Film nicht in Tokio, sondern Lynchburg/Tennessee gedreht worden, würde es wahrscheinlich eher auffallen, dass er grottenlangweilig ist. Aber die lustigen Japaner und die bunten Bilder, die ausschweifenden Kamerafahrten über fremde Schriftzeichen und Werbung lenkt ja davon ab, dass die beiden Hauptdarsteller aneinander vorbei schauspielern. Bill Murray macht halt das was er immer macht, Schlauchbootlippe versucht gegenan zu spielen und schaut besonders tiefgründig, während die Coppola wahrscheinlich immer gesagt hat: "Ihr seid total verloren in der kalten, feindlichen Welt und auch Eure Ehen sind nur Fluchtwinkel die längst keinen Schutz mehr bieten." Ein paar Szenen sind allerdings großartig. Die gelangweilten Barszenen, die Karaokebar. Schön.

Bill Murray ist großartig, aber das war er schon immer und einen Oscar hat er schon lange verdient. Warum er ihn für diesen Film bekommen sollte, ist mir nicht ganz klar.

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Dienstag, 27. Januar 2004

Ah - endlich. Mein erstes, eigenes Theatersstück ist fertig geworden. Viel Spaß.

Okeee.... nicht ganz alleine geschrieben. Aber die Namen hab ich eingesetzt. Das können Sie auch Den Link zum Stück bekommt man, wenn rechts in der Spalte auf die oberste Zahlenreihe klickt. In dem neuen Fenster ist die Zahl, die oben steht, die ID Nummer zum eigenen Stück. Via Ronsens

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Montag, 26. Januar 2004

Selbst nach 25 Jahren läßt einen das Stück "Love Machine" von Supermax immer noch einen Tick breitbeiniger als normal gehen.

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Samstag, 24. Januar 2004

Ein ziemlich perfekter Abend

Das erste Mal, dass ich bewußt ein Stück Pferd gegessen habe, war in der Schweiz. Es tat auch nicht besonders weh. Was daran gelegen haben mag, dass ich einfach nicht wußte, was ich da esse. Es war ein Entrecôte. Vom Pferd. Lecker. Was kann ich dafür, dass da sehr, sehr klein "cheval" dahinter steht. Damals waren meine Eltern für Übersetzungen zuständig. Was in diesem Fall eine erste Kerbe im Bereich "Eltern wissen alles" schlug. Aber immerhin hatte es geschmackt.

In Berlin gibt es Regina und Klaus. Die beiden führen eine Eck-Kneipe in Moabit. Und diese Eck-Kneipe sieht halt so aus, wie Eck-Kneipen in Berlin Moabit auszusehen haben. Kräftige Eiche, gehäckelte Tischdecken, Ansichtskarten aus Mallorca, Engelhardt Pilsner im Ausschank, Spiegel mit der Aufschrift "Jim Beam" und "Western Railway". Regina und Klaus sind so um die 60. Nichts genaues weiß man nicht. Sie lassen den ganzen Abend sämtliche "Best of the 60s" CDs laufen, die es jemals gegeben hat. Und so ganz nebenbei macht Regina die verfickt nochmal besten Pferderouladen die es gibt. Gut. Das ist jetzt eine mutige Aussage, wo ich nur einmal vorher Pferd gegessen habe. Also sage ich es mal so: Sie macht die besten Rouladen der ganzen, großen, weiten Welt. Aus Pferden. Das Fleisch ist so mürbe und zart, dass er quasi schon zerfällt, wenn man es nur ansieht. Dazu frischen Rosenkohl, Kartoffeln und selbst gemachter Rotkohl. Also sitzt man in einer typischen Berliner Eck-Kneipe, ißt, trinkt dieses Bier, permanent kommen Regina und Klaus vorbei, fragen ob alles gut ist, legen die Beilagen nach und sind ernsthaft darum bemüht, dass es einem wirklich gut geht. Am Ende kommt Klaus und wirft eine Runde Korn, weil "Dit muss schon sein, un den Korn, den sieht die Leber ja nich, is ja durchsichtig, der Korn".

Wenn man dann nach Hause kommt, dann steht da der 103er und die seit Wochen erhoffte CD ist endlich eingetroffen. Und dann trinkt man mehrererererere Absacker Brandys und hört das Rat Pack (Für die jüngeren Leser: Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis jr.) bei einem Live Auftritt in einem Club, bei dem sie sehr sicher nicht mehr wirklich nüchtern waren (Ladies and Gentleman, here is the your star of the show, coming direct from the bar: Mr. Dean Martin), wie sie das Haus rocken, wie die drei James Cagney, Cary Grant, Edward G. Robinson, Clark Gable nachäffen und eine Stand Up Comedy vom allerbesten auf die Bühne swingen, und man weiß, was Entertaiment und ein guter Abend ist.

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Donnerstag, 22. Januar 2004

Das Ende einer Reise. Schade.

Auf der anderen Seite muss ich sagen, dass ich es, vorsichtig ausgedrückt, schon sehr mutig fand mit zwei Jahren Segelerfahrung eine Weltumseglung zu starten. Leider steht da wenig über den sonstigen Zustand der Yacht und das zu dem Zeitpunkt herrschende Wetter, aber das noch seetüchtige Schiff aufzugeben, wo drei Unterwanten (Ersatz nicht dabei???) gerissen sind und die Ruderanlage noch nicht komplett hinüber war, ist schon hart. Sicher, wenn die Unterwanten aus dem Mast rausgebrochen sind, dann kann man nix mehr machen, zumal die persönliche Sicherheit immer vorgeht. Und wenn man mal so alleine mitten auf dem Atlantik ist, das nächste Fleckchen Erde rund 10 Segeltage weg, dann kann man zu Recht Angst bekommen. Aber wirklich schade. Ich bin immer traurig, wenn solche Vorhaben, einfach mal zwei oder drei Jahre alles hinter sich zu lassen und sich die Welt anzuschauen, scheitern. Das hat keiner verdient.

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