Dienstag, 2. März 2004

Wie kann ein einzelner Mensch (ich) nur so müde sein (schnarch)?

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Freitag, 27. Februar 2004
Buch! Kaufen!

Da stolpere ich vor ziemlich genau drei Jahren durch Zufall und auf der Suche nach etwas völlig anderem, in ein kleines Forum und sitze eine halbe Nacht lang wie gebannt und lachend vor dem Rechner und lese staunend wie andere Menschen auf Flughäfen, Toiletten, in Supermärkten und im Stau Prominente getroffen haben. Innerhalb von wenigen Wochen lese ich das Forum nicht nur einmal die Woche, sondern täglich. Noch ein paar Wochen später sitzte ich zu Hause und drücke minütlich die F5 Taste, weil ich keine Zeile verpassen will, weil jeder Seitenneuaufbau ein neues Posting in meinen Rechner bringt. Und ich muss alle, alle, alle lesen. Ich stehe morgens auf, und schaue ins Forum. Ich gehe Abends ins Bett, aber nie, nichtmals, wenn ich betrunken nach Hause komme, gehe ich ins Bett, ohne noch einmal ins Forum geschaut zu haben. Urlaub geht nicht, weil die Online Rechnung zu hoch ist. Und wenn, dann schaue ich, dass ein Internetcafe um die Ecke ist.

Ein knappes halbes Jahr nach dem "first contact" sitze ich in Wien, höchstbetrunken neben Murmel Clausen, Hanswasheiri, FrauHausB, Herr Genista, Ignaz Wrobel, Larry Erbs, Lacoste, Tex Rubinowitz, Hertha Hurnaus, Elly Kny, Andrea "Commendatina" Maria und anderen Irren, die genauso wie ich seit Monaten in diesem Forum schreiben und es offenbar brauchen, damit sie nicht wahnsinnig werden. Und offenbar mal sehen wollten, wie die anderen Irren so aussehen. [Ich werde nie vergessen, wie Tex mich am Bahnhof abgeholt hat. Da wir uns vor noch nicht gesehen hatten, war das Erkennungszeichen eine riesige, in Plastikfolie eingeschweißte Makrele, mit der er mich am Bahnhof in Empfang nahm]. Ich hatte vorher noch nie so eine Menge halbgestörter, wahnsinnger, trinksüchtiger, kreativer, witziger, launischer Menschen getroffen. Es war ein Fest. Das Internet bestand eigentlich nur noch aus einer einzige Seite, die man tagtäglich besuchte, auf der man Stunden verbrachte. Die Beziehungen ins "real life" wurden immer tiefer. Als ich mal unangemeldet ins Krankenhaus musste, ich also mal drei Tage nicht posten konnte, machte man sich Sorgen und tauschte im Forum so lange Informationen aus, bis eine wußte wo ich damals arbeitete und sie rief dort an, um zu erfahren, was passiert sei. Und um Entwarnung zu geben.

Ich hab in den letzten drei Jahren in dem Forum über 5000 Postings abgesetzt. (Jedenfalls mit meinem Hauptnick). Da war viel Mist bei, aber viele gute Sachen. Denn man kann im Forum eine Menge übers Schreiben lernen. Von Tobler zum Beispiel, wie man eine Pointe so fantastisch setzt, dass der Leser vor lauter Verzückung kreischt. Von Murmel, Bettyford, Klaus Cäsar, Jockel, frosch2, Tex, honz, Hanswasheiri und vielen anderen, was Schlagfertigkeit bedeuten kann, und wie weit ich davon manchmal weg bin. Manchmal bin ich nach dem Lesen des Forums frustriert, weil da einfach so viele Leute sind, die so unfickenglaublich gut schreiben.

Manchmal hasse ich das Forum, weil es eine einzigartige Ansammlung von schmerzhaften Bosheiten und Egomanentum ist. Manchmal liebe ich sie alle, weil ich Menschen wie Angelika Maisch, James Dean Brown, Lenin, Goodwill, Torns Schwester, Captain, stu, klesk, Stimmen, Herr Uffelmann, Hofu, Drea, rron, Klede, Butch, Tristram, Lotta und auch das Supatopcheckerbunny kennen gelernt habe.

Jedenfalls hat sich eine Menge Stoff angesammelt und die Idee lag nahe, dass man die besten Geschichten sammelt und einem Verlag anbietet. Und als erstes hat man die Ursuppe des Forums, die Paparazzi-Geschichten als Buch heraus gebracht. Und ich freue mich sehr, dass in diesem Buch auch eine meiner wenigen zufälligen Begegnungen mit einem Prominenten zu finden ist. Das macht mich schon ein wenig stolz in dieser illusteren Runde dabei sein zu können und deswegen gibts hier jetzt auch mal Werbung und einen Kaufbefehl.

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Donnerstag, 26. Februar 2004

"Der Inspektor kam im April 2002 und sah leider nicht aus wie ein Inspektor, sondern wie ein DJ. Keegan erinnert sich: «Der Typ bestellte eine Cola und rief meinem Barkeeper zu, er solle mich holen. Dann gab er mir einen Strafzettel: Sechzehn Leute beim Tanzen erwischt. Hundert Dollar Busse. Kommt das nochmals vor, sagte der Mann, «wird die Bar geschlossen, und dann wird’s teuer». Ein knappes Jahr später erschien ein anderer Inspektor und machte zwölf Personen aus, die sich auf der Tanzfläche heftig zur Musik bewegten. Keegan musste innerhalb von bloss fünfzehn Minuten seine Bar schliessen. Am nächsten Morgen war das Lokal «padlocked» – Polizisten hatten ein massives Vorhängeschloss angebracht.

Keegan war gezwungen, das Strafgeld zu überweisen, knapp 30000 Dollar (hundert Dollar für jeden Tag, der zwischen der ersten und der zweiten Busse vergangen war), dann erst durfte er das Vorhängeschloss entfernen. Die achthundert Dollar für den Schlosser musste er selber aufbringen. Ein paar Monate später öffnete Keegan wieder. Ohne DJs, ohne Tanzfläche und ohne genug Kundschaft. An den Wänden verkünden jetzt drei Schilder: «No Dancing Allowed», vorschriftsmässig 2,5 · 1,5 Fuss gross.

Etwa 3000 solcher Einsätze haben die Inspektoren von MARCH allein zwischen April 2002 und Juni 2003 absolviert, und sie haben dabei mindestens 150 Lokalitäten «padlocken» lassen. Sie verteilen Strafzettel, wenn sich die Nachbarn über Lärm beschweren, wenn sich mehr Gäste als erlaubt in einem Etablissement aufhalten oder wenn sie Zeugen einer Schlägerei werden. MARCH ist ein Zusammenschluss verschiedener städtischer Behörden, von der Polizei bis zum Hygieneamt, mit zwei Aufgaben: Geld einzutreiben und das Nachtleben in Schach zu halten."

Die Tanzpolizei von New York.

Via Quimbo.

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Mittwoch, 25. Februar 2004

Neues Material für den Gurkentransporter

Comming shortly to a Landstraße near to you. Klick in unbekannte Medien

Abt..: Niederungen, in den ich manchmal bin Unterabt.: Man will doch wissen, was die Jugend so macht Unterabt. II: Mir war langweilig Unterabt.:III: Waren die verlinkten wirklich schlechter als Duran Duran?

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Dienstag, 24. Februar 2004

"Ich kann nur noch heulen Bin so fertig der arme Daniel Ich breche gleich zusammen"

[Quelle]

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