Das ich gestern nach der Lesung mit dem Kopf durch ein geschlossenes Fenster wollte, hat mir einige interessante Einblicke verschafft. Zum einen, dass ich mit meinem Kopf ein Fenster durchstossen kann. Zum anderen, dass Sprühverbände ganz, ganz höllisch im Auge brennen. Zum dritten, dass es Sprühverbände gibt. Und zu dem Zeitpunkt, als ich das Fenster zerbrach, war ich noch kein bißchennichtmal sehr betrunken. Das war ich erst später, als man mir meine Augenbraun (die Wunde aussparend) grün angemalt hat. Warum sich plötzlich alle angemalt haben, ist mir zum jetztigen Zeitpunkt auch nicht mehr erklärlich, aber plötzlich fielen alle mit Pinseln und Wasserfarbe übereinander her. Als wäre man auf einem kreativen Selbstentdeckungsseminar in der Toskana. Ich vermute aber, dass das was mit den Unmengen Alkohol, dem lauen Abend und Sex zu tun hatte. Laut meinen Bildern war Herr Paulsen der einzig nicht angemalte. Wie er das geschafft hat, ist mir ein Rätsel, vor allem bei der Menge Bier, die er getrunken hat. Er hat auch nicht auf meine SMS geantwortet, was in mir die Vermutung wachsen läßt, dass sein Bewußtsein noch leicht getrübt ist..
Heute geht es mir nicht so gut.
An meinem Geburtstag auf der Nummer Eins in Deutschland. Haha.
Via LowerEastSide
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Manschmahls, wie der Rheinländer so hübsch sacht, also manschmahls sind die Zeichnungen, die man bei Katz & Goldt findet, doch recht lustig.
Ungeordnetes X
Uh. Ja. Mal wieder eine wahnsinnige frühe Vorankündigung für eine Lesung. Diese ist was ganz besonderes, da sich das Team der Rederei Hamburg endlich mal aus Hamburg raus traut und in Berlin liest. Und ich kann versprechen, dass es ein feiner Abend werden wird, an dem eine Menge überraschender und vor allem guter Texte zu hören sein werden. Für mehr Infos einfach aufs Bild klicken. Und damit ich es nicht vergesse, hier noch ein zwei Lesetermine: 29.05 - Kaffeesatzlesen in Hamburg 19.06 - Lesung mit Lyssa im Theaterkeller Neuss in Neuss.
Ich weiß immer noch nicht so recht, ob ich darüberweinen oder lachen soll. Vermutlich weinen.
Kapitalismus. Das Buch von Heribert Prantl ist eine nette Oberlehrerabrechnung mit den seit Jahren grassierenden Verhältnissen. Zwar auch wieder nur aus der Sicht des verängstigten Deutschen geschrieben, aber einige Passagen sind sehr lesenwert. Zum Beispiel die, in der er hübsch auflistet, wie der "Kapitalismus" seit Jahren Kampagnen gegen den Sozialstaat fährt. Erst war es der Asylmissbrauch, dann der Sozialmissbrauch, dann der Arbeitslosengeldmissbrauch, dann die sozialen Systeme als Ganzes, bald der Kündingungsschutz, die Sozialabgaben der Firmen etc. Mich wundert ja weniger, dass man plötzlich feststellt, dass da was schwer in Schieflage ist. Mich wundert vielmehr, dass sich die Leute so hübsch abkanzeln lassen und der Gesetzgeber, trotz allem Geschrei im Moment, brav mitmacht. T-Online Aktien rauswerfen, kassieren, dann wieder für ein Drittel dem Kleinanleger abkaufen ist schon ein Bravourstück, wie man Menschen benutzt. Und jetzt, wo mal manchen Manager mal ein laues Wahlkampflüftchen ins Gesicht weht, schwadroniert Roland Berger darüber, dass man mit einer solchen Polemik eine neue RAF auf den Plan ruft. Da sollte einer den Herrn Berger mal beruhigen, und ihm sagen, dass das in Deutschland nicht mehr vorkommen wird, da ja jetzt alle BWL studieren.
Ich beobachte seit einem Jahr bei mir den Wandel: weg vom Burger, hin zur Currywurst.
Nach knapp einen Monat Selbstversuch mit Mtviva kann ich folgendes feststellen:
- Xavier Naidoo entwickelt sich zum Roy Black der HipHop Szene
- Bei Janette Biedermann gibt es keinen Etikettenschwindel. Man bekommt genau das, was der Name verspricht
- Nach zehnmaligen hören finde ich das neue Stück von Moby doch gut.
- Warum gibt es eigentlich noch keine MMS Show, wo man dann auch die Menschen zu Gesicht bekommen würde, die in den Crawl "Holgi, ich hab dich am S. mit einer anderen im Club gesehen. Was soll ich denken?" per SMS schreiben. Vielleicht würde man ja Holgi recht geben, wenn man ein Bild dazu hätte.
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