Nachtrag 18.09.2007: Hier stand ein Zitat aus der FAZ, dass ich nach Hinweis eines Anwaltes entfernt habe. Auch die FAZ hat die Textpassage mittlerweile entfernt. Es ging um die Berichterstattung der Boulevardmedien über einen Schauspieler.
SKANDAL!!!!!!
Bild Chef Kai Diekmann setzt sich endlich gegen die schlimmen Vorwürfe zur Wehr, die tagtäglich von Menschen gegen ihn und seine Publikation aus Missgunst, blankem, grünen Neid und Unverständnis entgegengebracht werden. Manchmal, wenn ich sehr entspannt bin und versonnen in die Welt schaue, dann frage ich mich, was für ein Selbstverständnis so ein Mann eigentlich hat. Ob er wirklich glaubt, dass er die Sonne ist, um die sich die Erde dreht. Ob er Abends, wenn er im Bett liegt, kurz mal ein schlechtes Gewissen bekommt, Ob er irgendeine Form von Gewissen bei seiner Arbeit überhaupt hat, oder ob sich das für seine Familie aufbewahrt. Was denkt so ein Mensch? Wie denkt er? Immer nur in Machtbahnen? Immer nur nach der nächsten Möglichkeit greifend, die eigene Machtbasis zu erweitern, mehr Geld zu verdienen? Ich begreife so Menschen nicht, würde es aber gerne mal, um den Mechanismus zu verstehen, das Uhrwerk, dass sie antreibt.
Mehr von dem Interview bei der FAZ
Wer unbedingt auf die Pokomm gehen will.... hier noch mal mein Bereich aus letztem Jahr
Wird sich nicht viel getan, sach ich mal.
Kanzler Duell II (Super Zusammenfassungsservice nur hier total exklusiv bei mir. Man kann also aufhören es schauen)
Fischer und Schröder schütteln permanent den Kopf und sagen Sachen wie "Ja, aber das haben SIE ja alles schlimm gemacht und SIE hatten damals doch keine Ahnung, warum sollten SIE diese heute haben, nehmen wir mal den Westerwelle weg, der war damals noch nicht dabei, aber zusammen sind sie trotzdem doof, mal sehen was wir machen, wenn wir gewählt werden, wahrscheinlich weiter, das wissen wir noch nicht."
Merkel und Stoiber schauen entsetzt und sagen: "Oh, SIE haben in den letzten sieben Jahren ja gar nichts gemacht. Und wir machen jetzt das und das und das und das und das und das und das und das und das, und wenn wir Zeit haben holen wir auch mal wieder Luft, und SIE sind total gemein, wenn sie sagen, das wir doofe Sachen wollen und zur gleichen Zeit nichts sagen, wie SIE das Schlimme was wir haben ändern wollen."
Westerwelle lächelt wie ein Mann, der sehr genau weiß, dass er Recht hat und nicht gewählt wird und sagt: "Also WIR machen das alles anders und zwar SO." Dann beleidigt er noch kurz Fischer und lehnt sich buddhistisch lächelnd zurück. Ich glaube er ist eingeschlafen. Er ist aufgewacht und sagt Sachen. Der einzige, der nicht brüllt dfür aber Sachzusammenhänge zusammenstellt. Sollten CDU/FDP die Wahl doch noch gewinnen, kann sich Frau Merkel bei Herrn Westerwelle bedanken.
Gysi ist auch dabei, darf aber nur wenig sagen, weil die anderen und die Moderatoren ihn nicht lassen. Wenn er was sagt dann in etwa: "Na, warten wirs doch mal ab und im übrigen habt IHR alle Unrecht und wenn wir könnten, würden wir alle glücklich machen, das hat mir Lafontaine gesagt."
Die beiden Moderatoren wollen sehr pfiffig und schlau wie Füchse sein, sind aber aber leider eher wie ein sehr, sehr alter Fisch, der lange in der Sonne gelegen hat.
Die "Tageschau" hat eine sehr netten Service eingerichtet: Der Vergleich der Parteiprogramme in einer Kurzform unterteilt nach den verschiedenen Gebieten.
Dieser Text ist sicher nicht falsch. Ich beobachte das Problem mit Rente und Krankenversicherung nicht nur an mir, sondern auch in meinem Bekanntenkreis, wo es viele mehr oder weniger frei arbeitende Menschen gibt. Das überhaupt jemand eine private Rentenvorsorge UND eine Krankenversicherung gleichzeitig hat, kommt einfach nicht vor. Die meisten entscheiden sich dann für eine billige Privatversicherung und lassen die Rente Rente sein, weil eh sie davon ausgehen, dass zu dem Zeitpunkt, an dem sie sich über das Thema wirklich Gedanken machen müssen, die Lage der Rentenkassen sowieso eine völlig andere und vor allem eine nicht absehbare sein wird.
Viel schlimmer ist dieses Klima der Unsicherheit, das überall herrscht. Wie lange es wohl mit den Aufträgen gut gehen wird. Oder wie lange man noch einen Job hat. Es sind nicht nur die Selbstständigen, die vor sich hinbibbern und nicht wissen, wie lange sie ihr finanzielles Umfeld stabil halten können. Den Angestellten geht es mittlerweile genauso. Wie lange bleibt die Firma profitabel? Wie lange braucht es noch bis irgendein Beratungsmensch meinen Job wegrationalisiert, um seinen behalten zu können? Mittlerweile herrscht offenbar in vielen Firmen ein Klima, dass man nur mit den Worten "blanke, panische Angst" umschreiben kann, zumal diese auch noch durch innerbetriebliche Intrigen gesponsert wird. Ich selbst hab noch in keiner Firma gearbeitet, in der Intrigen und üble Nachrede nicht an der Tagesordnung gewesen wären.
Und weil ja gerade Wahlkampf ist: Ich überlege seit Wochen, wem ich eigentlich meine Stimme geben soll und finde keine Lösung, weil mit alle den gleichen Mist erzählen, weil niemand auch nur eine leise Idee bereithält, wie man diese Stimmung im Land verändern kann. Wie man auch nur ansatzweise etwas zum positiven verändern möchte. Wie man das ja zweifellos vorhandene Geld vernünftig verteilt. Bei allen Parteiprogrammen die man so liest, bleibt am Ende der Eindruck, dass die von sehr verzweifelten Menschen geschrieben worden sind, die gerne möchten aber nichts wissen, hilflos herumstochern und sich ansonsten von Lobby- und Interessenverbänden sagen lassen, was gut sein soll. Den Nährboden für radikale oder populistische Parteien legt die heutige "Politelite" selber, wenn sie sich nicht bald was einfallen lässt.
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