Während in anderen Stadtteilen Berlins, die Völker aufeinander schlagen, habe ich mich heute in das wirkliche, echte Grauen begeben. Nicht so läppisches Steine rumwerfen, Autos abfackeln und unschöne Dinge über die Ordnungshüter rufen. Das kann ja jeder. Das ist ja leicht. Das machen die ja schon im Kindergarten, besonders in staatlichen, wo sowas zur Grundbildung gehört. Naaahein...ich war im Wedding unterwegs. Auf dem Müllerstrassenfest. Das Müllerstrassenfest geht so: Man sperrt die vierspurige gleichnamige Strasse, stellt in loser Reihenfolge Losbuden, Bratwurststände und Klamottenbuden auf, nebst einem von der freiwilligen Feuerwehr und dann kommen alle, alle Weddinger und wollen sich auf Teufel komm raus amüsieren. Als gefühlter embedded Journalist im Wedding habe ich meine alte, knarzende Kodak DC 3200 Kamera (1Mp!) herausgeholt, mir ein altes T-Shirt mit einem lustigen Spruch angezogen und folgende Dokumentation unter Einsatz meines Lebens (mußte eine Bratwurst essen) zusammengestellt.