Update aus meinem Arbeitsleben:

Ich hab ja länger nichts mehr dazu geschrieben, was ich eigentlich den ganzen Tag so treibe. Wenn man mich denn arbeiten lässt.

Einigen wird schon aufgefallen sein, dass ich seit dem 01.08 die Leitung von neuerdings.com übernommen habe. Ich wollte mit Peter Hogenkamp (Xing-Link) schon länger mal zusammenarbeiten und in diesem Jahr hat sich dann die Gelegenheit ergeben, was mich sehr freut. So mache ich jetzt teilweise in "Gadgets" und darf neue Handys anfassen. Man hat das in diesem Blog hier ja nie so raus gelesen, aber im Grunde bin halt auch einer, der feuchte Hände hat, wenn er neue Technik zum spielen bekommt. Man kann mich ganz hervorragend damit ruhig stellen, wenn man mir einfach ein neues Handy in die Hand gibt.

Seit ein paar Tagen ist dann ein neues Social Network online, bei dem ich das Magazin übernommen habe. Die Rede ist von Quillp, einem neuen Netzwerk für Menschen, die gerne lesen und selber schreiben. Hier steckt, unter anderem Alexander Braun (Xing-Link) dahinter, der mich im vergangenen Sommer nach der Schließung von mindestenshaltbar ansprach, ob ich nicht Lust hätte, so eine Plattform auch für ihn zu machen. Also habe ich mit ihm und Melanie Bossert (Xing) zusammen das Magazin entwickelt, das allerdings gerade erst am Anfang steht. In Zukunft soll dort, zumindest ansatzweise, das weiter gemacht werden, was bei mindestenshaltbar schon recht gut gelaufen ist. Autoren können ihre Geschichten voröffentlichen, haben aber auf Quillp gleichzeitig die Möglichkeit, auch sich selbst vorzustellen. Wir planen zu dem die Autoren besser zu vernetzen und möchten auch Lektoren und Verlagen die Möglichkeit geben, nach neuen Autoren zu suchen. Das soll teilweise im Magazin, teilweise aber auch durch die Funktionen von Quillp erreicht werden.

Quillp ist, selbstverständlich, sonst wäre es ja nicht Web 2.0, noch in der Beta-Phase. Das Magazin sogar noch Alpha (Web 2.0.1b). Aber in den nächten Wochen und Monaten wollen wir das weiter ausbauen. Die ziemlich große Anzahl an Applikationen, die Quillp bietet, wollen auch mal vorgestellt werden. Allein die "Ähnlichkeitsgrafik" (oben/mitte rechts) entzückt mich jedes Mal.

Wie und in welchem Umfang wir wieder Blogtexte/Autoren auf der Seite einbinden werden, kommt später noch mal. Dazu wird es im Magazin und hier noch mal ein Extraposting geben.

Freu mich jedenfalls, dass ich da an zwei sehr spannenden Projekten mit arbeiten kann.

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Die "Zeit" weiß nicht so recht, was sie von Add-Ons wie "Adblock+" halten soll. Einerseits untergräbt ein Werbeblocker das im Moment noch beherrschende Geschäftsmodell im Netz, andererseits sind manche Werbeattacken schlichtweg unverschämt.

Layerwerbung, Popups, animierte Banner mit Sound oder, noch nerviger, mit einem Video, dass sich die ganze Zeit wiederholt. (Ja, ich weiß, hatte ich hier auch mal) Manche Seiten sehen aus, wie ein minderwertiger Puffbezirk bei Nacht. Und so lange die Industrie meint, mich anbrüllen zu müssen, verzichte ich auf vielen Seiten auf Werbung. Aber auch nicht auf allen und ich blocke auch nicht alles. Google Adsense lass ich durchgehen, Banner, die weder blinken oder mich anschreien meist auch.

Ich verstehe die Formen der Onlinewerbung auch nicht. Würde der "Spiegel" in einer großen, farbigen Hülle erscheinen, die die komplette Ausgabe umgibt? Würde man sich eine Zeitung kaufen, die einen aus dem Sportteil morgens anbrüllt, wann ihn aufschlägt? Ich hab nichts gegen gut gemachte Werbung. Die schau ich mir sogar gerne freiwillig an. Zum Beispiel hier.

Aber ich empfinde als eine Einengung meiner Privatsphäre im Netz, wenn ich ungefragt mit hüpfenden Bannern, Layern und sonstigen Dingen genervt werde. Meine Konsequenz ist dann der Adblocker, im schlimmsten Fall besuche ich die Seite nicht mehr.

Ich verstehe nicht, was so schwer daran ist, vernünftige Werbung zu machen, die nicht wie ein schlechtgefickter Krimesmitarbeiter rumpöbelt.

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Vor lauter Arbeit und Fernweh fast vergessen:

Morgen Abend lese ich bei den Brause Boys. Geht schon um 19.00 Uhr los, danach gemeinsames Betrachten der Abschlachtung der deutschen Mannschaft durch Portugal. Kommt in Massen!

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Zum zweiten Mal wagen wir die Kombination von Musik und Literatur. Nachdem die erste Ausgabe im November sehr viel und vor allem sehr positive Reaktionen hervorgerufen hat, war klar, dass wir das Experiment wiederholen würden. Und so gibt es in dieser Ausgabe kein festes Thema. Den Autoren wurde freie Hand gelassen, sie mussten nur zu ihren Texten ein passendes Stück Musik aussuchen, das unter einer CC-Lizenz steht. Die Kombination der Texte mit der Musik ist teilweise atemberaubend.

Anfang April ging dann auch die Lesung von "mindestenhaltbar" in Berlin über die Bühne. Unsere Gastgeber im Ori waren so freundlich, die gesamte Lesung aufzuzeichnen. So können wir jenen, die leider nicht da waren (ihr habt echt was verpasst) die Lesung zumindest als mp3 Datei zum Download anbieten. Die gesamte Lesung findet sich hinter den folgenden Links

Teil Eins (zip File, 25 MB) Teil Zwei (zip File, 15 MB)

Im nächsten Herbst wird es auf jeden Fall eine weitere Lesung in Berlin geben!

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Es folgt schamlose Eigenwerbung. Allerdings erst nach dem "Danke". Die MH Lesung am vergangenen Samstag war eine schöne Sache. Ich hab viele positive Reaktionen bekommen und wenn mich nicht alle Lesenden angelogen haben, dann waren die auch sehr zufrieden. Ich hatte den Autoren freigestellt, was sie lesen wollen, nur verknüpft mit der Bitte, das es doch ein Text aus "Mindestenshaltbar" sein sollte. Dem sind alle gefolgt und es war erstaunlich, wie sehr manche Texte an Kraft gewinnen, werden sie vom Autoren selber vorgelesen. Die Intensität vieler Texte kommt halt erst raus, wenn man sie hört, statt liest. Da so viele Zuhörer da waren, wird es im Herbst auf jeden Fall eine Wiederholung der Lesung geben.

Für alle, die nicht da waren - ihr habt wirklich was verpasst. Aber die netten Inhaber des "Ori" haben die Lesung aufgenommen und die in den nächsten Tage wird die Lesung als mp3 downloadbar sein.

Und jetzt zur Werbung: Ich lese am kommenden Donnerstag, 10.04.08, so nach 20.00 Uhr solo aus meinen Texten. Wieder im "Ori", was eine wirklich sehr schöne Location für Lesungen ist. Nicht zu groß, bequeme Sessel und Stühle und die Preise für die Getränke sind an Neukölln angepaßt. Da ich alleine lese und viel Zeit habe, kann ich richtig tief in die Textkiste greifen und eine kleine Überraschung wird es auch geben.

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