Drei Tage Lesungen. Eindruck ist sehr zwiespältig. Einerseits sind, bis auf den Text von Kuhn, alle verschwurbelten und künstlich verdrehten Texte verschwunden. Das macht das Zuhören leichter. Auf der anderen Seite muss ich der Radisch zustimmen, wenn sie meint, dass alles etwas belanglos ist. Relativ unmutige Texte, wenig neue Konstruktionen, so als ob die Autoren jedes Aufsehen haben vermeiden wollen. Alles war so brav, dass Susanne Heinreich mit dem mehrfachen erwähnen des Wortes "Ficken" quasi das Stirnaufschneiden der Veranstaltung war. Bleibe auch dabei, dass mir der Text mit am besten gefallen hat, auch wenn er etwas sehr an den französischen Vorbildern wie Francoise Sagan angelehnt war, quasi ein "Bonjour Tristesse" im Osten. Am Ende merkt man das, was man in jedem Buchladen zur Zeit sehen kann: Die Szene befindet sich in einem Umbruch. Weg von den manchmal kunstvoll, oft aber auch künstlich konstrurierten Zwischenrealitäten, hin zu einem, nennen wir es mal, egoistischem Realismus.

Am Ende wird wie immer gewählt. Und weil ich ein gutes Herz habe, wähle ich gleich meine Bekannte Natalie Balkow, damit sie den Publikumspreis bekommt. Und es wäre nett, wenn die Leser dieses Blogs sich daran anschließen. Zwingen kann ich leider niemanden, nichtmal den weiblichen Lesern Sex anbieten. Also wäre es einfach nett, wenn möglichst viele Menschen einfach meinem Beispiel folgen würden. Vielleicht schenkt mir Natalie dann Karten für das erste Bundesligaspiel Gladbach gegen den FC Köln.

Danke an alle, die gewählt haben!

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