Genau. So ist das. Die stecken dahinter

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Ja, und das ist ja der Grund, warum das bloggen an sich so wichtig ist.

"As for the repercussions of this ominous development, John Carroll, former editor of the Los Angeles Times, states them quite clearly: "Gone is the notion that a newspaper should lead, that it has an obligation to the community, that it is beholden to the public." The current owners, he explains, care only about money, and "are sometimes genuinely perplexed to find people in their midst who do not feel beholden, first and foremost, to the shareholder."
Quelle.

Aber ich sage halt "eigentlich", weil es mich immer noch nervt, wenn ich denn mal in die rss Feeds reinschaue (mittlerweile 30321 ungelesene Beiträge) und ich finde Roberts Ansatz, einfach mal was zu machen sehr sympathisch. Ich denke dann auch immer: "Jaja, da müsste man doch mal was machen...", aber ich bin nicht gut in diesen Sachen. Sie werden dann schnell zu Sandsäcken an den Handgelenken und am Ende kommt nur was halbherziges raus, also lass ich das lieber mit dem "machen" in diesen Dingen. Vielleicht bin ich auch einfach nicht empört genug wegen dieser BurmaBirmaMyanmar Sache, weil es doch irgendwie immer der gleiche Mist ist, von wegen unterdrückte Menschen, die für ihre Freiheit kämpfen in [insert hier: irgendein merkwürdiger Staat, gerne auch in Afrika]. Weiß eigentlich irgendjemand ohne zu googlen, warum die Unruhen los gegangen sind? Und warum empört man sich wegen BurmaBirmaMyanmar aber nicht wegen Zimbabwe, wo gerade das Brot ausgeht? Sicher, ich rege mich auch auf, wenn die blankpoliertern Knöpfe und Gesichter der Generäle und sonstige Büttel der Exekutive sehe, von wegen, was die wohl gerade denken, ob die ein auch so ein Unrechtsgefühl haben wie ich gerade. Obwohl ich mich auch ehrlich fragen muss, ob mein Unrechtsgefühl, dass ich habe, wenn mir die "Tagesschau" in 2.15min die aktuelle Lage in BurmaBirmaMyanmar um die Ohren haut, damit ich doch bitte schön empört sein kann, also ob dieses Unrechtsgefühl sich von dem unterscheidet, das ich neulich hatte, als ich fassungslos irgendeine Serie auf Sat.1 gesehen habe und völlig entrüstet darüber war, wie geil die Leute offenbar auf dümmste und holzschnittartige Handlungen sind. Da war Herbert Reinecker ein Drehbuchgott gegen den Mist, denn man bei K11 oder wie das heißt sehen muss. Vielleicht habe ich auch einfach nur den Damm hochgenug gezogen, dass ich so Unrechtssachen nur fallweise an mich ranlasse, quasi als Ventil bei akuter Empörungsverstopfung, wenn man wieder was raus muss. Vielleicht muss man sich aber auch gar keine Sorgen um Burma machen, denn Rambo ist da.

Apropos Rambo - da fällt mir ein, dass ich jetzt doch immer (immer=öfter als ich selber dachte) in so ein Fitnessstudio gehe und trainiere. Ich dachte mir, dass ich nach 15 Jahren Sportpause doch mal was machen könnte. Dieses Dings in das ich gehe ist ganz nett, natürlich auch diese "Umpf, umpf, umpf" Mucke, aber immerhin nicht MTV auf dem Bildschirm sondern irgendwelche Leute die aus Flugzeugen springen oder surfen. Zwischendrin gibt es Fitnesstipps, aber das sehe und höre ich eh alles nicht, denn ich habe mir ein strammes Musikprogramm auferlegt. Ich habe mir nämlich vorgenommen, die ganze Musik auch mal zu hören, die gekauft und runtergeladen habe. Festgestellt, dass ich das neue Nina Nastasia Album gleich zweimal habe, macht aber nichts, denn ich glaube die Dame ist sehr arm und lebt in einem dreckigen Loft in der Nähe von New York in dem es immer zieht und sie sich die Finger warmpusten muss, bevor sie ihre (Achtung, jetzt kommt ein Feuilleton Begriff, den ich vermutlich nicht mehr benutzt habe, seit ich irgendwo [Spex? Frontpage?] Mal über Sven van Hees geschrieben habe), bevor sie also ihre tranzendentalen Folk-Noir Stücke komponiert. Auf dem Weg habe ich auch festgestellt, dass es völlig sinnlos ist zum Sport Musik zu hören, die einen aufputschen soll. Das führt zu totaler Konfusion und ich kommt aus dem Tritt. "Melvins" helfen auch nicht, da hatt man das Gefühl eine Glutamatinjektion bekommen zu haben, und deswegen sieht meine Playlist gerade so aus.

Jetzt bin ich so maloramahaft abgeschwiffen, dabei wollte ich doch nur sagen, dass es mir das bloggen weiter wichtig ist und ich mir wünschen würde, hier würde sich was an der Kleinzelligkeit ändern, damit man mal weniger Reibungsfläche nach innen und mehr nach aussen hat. Hier meint, hier in Deutschland, nicht hier bei mir. Ich reib mich an anderen Dingen auf. Und eigentlich wollte ich auch noch diesen Artikel im Text unterbringen, weil er stimmt und doch etwas falsch an ihm ist, denn eigentlich könnte man den ganzen Quatsch ja auch im eigenen Blog veranstalten, selbst hier, bei der großen alten Dame der Blogsoftware, aber das würde vielleicht nicht soviel Spaß machen, aber gerade heute noch dem Entwickler dieser Super-Duper-Zusammenfassungssoftware für social networks und microblogging.....zzzzzzzzz.... alles wird gut.

P.S.: Erster längerer privater Eintrag seit Wochen und mittendrin stelle ich fest, dass ich anfange mir Sorgen darüber zu machen, dass Tippfehler im Text sein könnten. Das ist doch Mist, Tippfehler gehören zum bloggen wie... wie... wie Dingens zum Dings. Deswegen kommt das jetzt auch so rein.

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Gestern, bevor ich auf die Autobahn anfuhr dachte ich spontan: Heute lässt Du Dir mal Zeit. Es war schönes Wetter, ich hatte Zeit und drei Katzen im Auto, von denen zwei keine Lust hatten, in ihren Körben zu bleiben. Also gondelte ich mit 140 km/h über die, zunächst, leere Autobahn und vermisste vor allem eins: Einen Tempomat.

Auf der linken Spur raste derweil das Elend, an das ich mich sonst auch genervt reinhänge, vor sich hin. Audi, BMW, Audi, VW, Audi, Audi, Audi, Mercedes, alles auch gern als Kombi. Firmenwagen Rennen also, das keiner gewinnen konnte, weil die sie alle den gleichen Motor unter der Haube hatten. Man konnte die angeschwollenen Halsschlagader durch die getönten Scheiben pumpen sehen.

Ich fahre wirklich gerne Auto, auch gerne mal schnell. Es macht Spaß, so lange man alleine ist, und niemand anderen gefährdet. Und ich hab mir auch lange gedacht, dass man kein Tempolimit braucht, aber seit meinem USA Aufenthalt im letzten Jahr sehe ich das auch anders. Es war derartig entspannend, nicht dauernd in den Rückspiegel schauen zu müssen, ob da nicht doch noch ein schwarzer Wagen mit 220 km/h angeflogen kommt, dass ich zum ersten Mal auch wieder bemerkt habe, wie schön Autofahren sein kann, wenn man den Wagen nicht an seine physikalische Leistungsgrenze bringt. Es hatte etwas von der verloren gegangenen Romantik des Autofahrens der 60er Jahre, als man den Wagen noch für einen Sonntagsausflug aus der Garage holte und gemütlich durch die Landschaft zockelte.

Und so ging mir das gestern auch. Und das Erstaunliche: ich kam vielleicht eine halbe Stunde später an, als das sonst der Fall war, fühlte mich aber deutlich fitter und war völlig ungenervt. Ein Tempolimit von 130 km/h wäre wirklich eine Wohltat, und würde die Autobahnen in Deutschland endlich zu einem befriedetem Gebiet machenn. Achja, und ein generelles Überholverbot für LKW wäre auch nicht schlecht.

Auf dem imaginären Plattenteller drehten sich gestern:

  • Eumir Deodato / Deodato II
  • I am Kloot / I am Kloot
  • Led Zeppelin / Latter Days
  • Dave Pike / Music for the Jet Set
  • Best of Polish Jazz / The 60s
  • Keith Jarret - The Köln Konzert

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