Don ist selbstbewusst und bereit,seine Stärken auch anderen zu zeigen.Er ist locker und großzügig.
Stimmt natürlich alles voll. Ich kann vor Lockerheit manchmal gar nicht mehr gehen!

Don ist ein impulsiver, unsteter, vielseitiger und unkonventioneller Typ.Es fällt ihm nicht leicht, sich anzupassen.
Ich kann mich nicht daran erinnern in meinem Leben jemals etwas impulsives getan zu haben. Ich hasse impulsive Leute. Menschen, mit denen man sich verabredet und die dann zu spät kommen, anrufen und sagen, man solle woanders hinkommen, weil es da besser sei. Schrecklich. Wenn ich mich irgendwo verabredet habe, dann habe ich das unter Einschließung aller mit denkbaren Gesichtspunkte gemacht. Also Entfernung, Gemütlichkeitsfaktor, Parkplatz, Ruf der Lokalität, Geldausgabewillen und vor allem mit Einbeziehung des "Sardinen-Faktor" also jeder Größe, die bestimmt, wie voll es in einem Laden ist. Erst wenn all diese Faktoren zu meiner Zufriedenheit übereinstimmen, kann ich dann zustimmen, mich irgendwo mit jemand zu treffen. Wenn ich dann angerufen werden, und es heißt, "Du, hier ist viel toller", bin ich beleidigt und gehe wieder nach Hause. Ich habe alle Menschen, die sowas mit mir gemacht haben, oder machen könnten aus meinem Leben verbannt. Weiterer Kritikpunkt: Die Beschreibung "unkonventioneller Typ". "Er ist so ein unkonventioneller Typ" klingt wie ein Satz aus einem 70er Jahre Simmel Roman, der einen Rechtsanwalt beschreiben soll, der mit einer 2CV zur Arbeit fährt und lange Haare hat.

Er ist von sich überzeugt und hat eine eigene Meinung. Er lässt sich von anderen nicht so leicht beeinflussen, auch nicht von einem "Das gehört sich aber so."
Auch das stimmt natürlich auch alles.

Er ist sinnlich, warmherzig, gemütlich und phantasievoll. Im Großen und Ganzen wirkt er gelassen bis uninteressiert, wenn er aber von einer Sache überzeugt ist, überrascht er seine Umwelt durch sein überschwängliches und begeisterungsfähiges Auftreten.
"Gemütlich? Unter gemütlich verstehe ich einen dicken, gemütlichen Onkel, der ab und zu mal gerne einen über den Durst trinkt und deswegen in seiner ganzen Familie immer als etwas unstet angesehen wird. Ich bin aber kein Onkel.

Er versucht, die eigene Meinung durchzusetzen. Wenn er etwas besser weiß als andere, muss er es ihnen auch unbedingt mitteilen.
Natürlich! Die anderen müssen doch wissen, dass sie falsch liegen. Ich mache das gar nicht, weil ich mich in Vordergrund schieben will, sondern um andere vor ihrer eigenen Dummheit zu schützen

Don ist überdurchschnittlich intelligent. Nüchtern und zweckmäßig bewältigt er seine Aufgaben.
Klar, diese Passage stimmt zu 100%

Don ist eigensinnig, geradlinig, konsequent und widerstandsfähig. Die eigene Meinung wird durchgesetzt, er ist durch andere nur schwer zu beeinflussen.
Die auch. Meine Meinung ist auch dann richtig und überzeugend, wenn sie falsch ist, was sie aber per se nicht sein kann, wie weiter oben schon mal ausgeführt habe

Er arbeitet sehr genau und zeichnet sich durch rationales, analytisches Denken aus.
Das kann ich so nicht stehen lassen, da ich mich wahnsinnig schnell und gerne ablenken lasse.

Don ist sehr stark um Gerechtigkeit bemüht. Er versucht stets, sich für andere einzusetzen.
Ich leuchte quasi im dunkeln, aber es stimmt natürlich

Er hat sehr viel Humor. Zusammen mit einer gewissen Kompromisslosigkeit geht dieser Humor oft ins sarkastische.
Das stimmt auch.

Don begibt sich nicht in die Gefahr, als kleinlich bezeichnet zu werden. Eher werden seine Taten als überstürzt und ungenau eingeschätzt. Trotzdem besitzt er eine gewisse Neigung zur Zufriedenheit, die auch zur Trägheit werden kann.
Das ist totaler Quatsch. Ich plane gerne alles en detail vor. Ich überprüfe Tage bevor ich mit der Strassenbahn irgendwo hinfahre, wann diese abfährt. Ich überprüfe dann weiter, ob ich die Zeit die ich von der Haltestelle zum Zielort benötige, auch wirklich stimmt, in dem ich auf meinem Stadtplan die Entfernung noch ein mal überprüfe. Dann fahre ich eine halbe Stunde früher los.

Er ist ein Dickkopf. Die Umwelt wird regelmäßig mit plötzlich auftretenden Widerständen von seiner Seite überrascht.
Das hat nichts mit einem "Dickkopf" zu tun, wenn ich Recht habe.

Diese Deutung wurde auf den Seiten von www.graphologies.de erstellt.
Via

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Gestern Abend das erste Mal in meinem Leben auf einer Lesbenparty gewesen. Berlin ist nämlich eine derartig weltoffene Stadt, dass man sogar als Mann auf einer Lesbenparty rein gelassen wird. Allerdings nur in Begleitung einer Frau, die quasi für einen verantwortlich ist. Frauen haften für die mitgebrachten Männer. Mir wurde sowohl am Eingang, als auch an der Garderobe noch einmal von den Angestellten mitgeteilt, dass dies eine Lesbenparty sei und ich auf jeden Fall die Frauen in Ruhe lassen soll, die ja hier seien, um endlich mal in Ruhe gelassen zu werden. Das hätten sie mir gar nicht sagen müssen.

Wenn man auf einer Party ist, auf der nur Frauen sind, ist es nämlich naturgemäß so, dass sich von den anwesenden Damen absolut niemand für einen interessiert. Man ist quasi Luft, oder, wenn man wie ich die halbe Nacht vor der Bar rum steht, bestenfalls eine Säule, die den Weg zum Bier versperrt. Das bedeutet, dass man sich eigentlich so verhalten kann, wie das man das normalerweise nur zu Hause macht, wenn man ein sehr langes, extrem verregnetes Wochenende alleine im Bett verbringt. Man kann in ausgelutschten, aber extrem gemütlichen Klamotten rum hängen und muss nicht dauernd den Bauch einziehen. Wenn ich Männern einen Tipp geben soll, wo sie mal einen netten Abend verbringen können, so ganz ohne Stress, Testosterongehabe und Gedanken über den mangelnden Sport, dann ich kann ich nur empfehlen, auf eine Lesbenparty zu gehen. Es ist auf Lesbenpartys einfach so, dass man als Mann angesehen wird, als würde man gerade ungefragt die Umkleidekabinen bei H&M betreten. Nach einer Zeit gewöhnen sich aber beide Seiten daran und einmal wurde ich sogar angesprochen, weil jemand Feuer haben wollte. Als ich dies gentlemanlike umsetzen wollte, wurde mir das Feuerzeug freundlich aber bestimmt aus der Hand genommen. Daraufhin habe ich an der schmalen Treppe auch nicht mehr gewartet und den Damen den Vortritt gelassen, zumal ich bei der Anzahl der anwesenden Damen auch nicht wirklich voran kam.

Allerdings, dass muss ich der Fairnesshalber erwähnen, ist das mit der Musik so eine Sache. Da wo ich war, lief eine Mischung aus "Best of 80er", neue Neue Deutsche Welle und einem ambitionierten Alternative Sampler eines obskuren britischen Kleinstlabels. So folgte auf "Voyage, Voyage" (Desireless, ausgerechnet) irgendwas von den Chemical Brothers und die DJane (Nina Queer, Startseite nicht sooo bürotauglich) wurde nicht müde einen bunten musikalischen Strauss zu binden, der mir etwas zu...ähmmm... farbenfroh war. Ich werd halt alt. Auf der anderen Seite auch noch nicht so alt, denn es gab nur ein Lied das ich nicht kannte. (Irgendwas von Mia. Wer ist Mia?). Dafür lief nicht: "Like The Way I Do" von Melissa Etheridge, das ich eigentlich erwartet hatte. Aber, so wurde mir mehrfach erklärt: dieses Lied läuft nur auf Schwulen- und Studentenpartys. Die Melissa Etheridge der Lesbenszene scheinten "Wir sind Helden" zu sein, die meherere Mal liefen. Robbie Williams wurde aber auch frenetisch gefeiert. Ebenso Madonna. Wahrscheinlich ist dies dass geheime Rezept für eine Weltkarriere. Hat man einen Song, der sowohl auf Lesben, als auch auf Schwulenpartys läuft, hat man es geschafft und kann schon mal ein Appartement in New York anmieten.

Später, nach dem ungefähr 150sten alkoholfreien Becks, in den Elektroraum gegangen. Dort sang eine Dame zu elektronischer Musik die von einer fantastischen DJane aufgelegt wurde. Die Dame sang sehr schön irgendwas auf Französisch, mit schönen flächigen Sachen im Hintergrund, die den kleinen Raum ganz schön auf Zack brachten. Das führte dazu, dass einige der anwesenden Dame ihre Contenance ablegten und übereinander herfielen. Meine gute Erziehung sagte mir, dass es Zeit sei sofort zu gehen. Eine halbe Stunde später Was ich dann auch tat, da die Begleitung, die für mich für mich verantwortlich zeichnete, mir mittlerweile auch abhanden gekommen war.

So - wer jetzt enttäuscht von diesem Bericht ist, wenn hier männliche Leser erwartet haben, ich würde über ausschweifende Orgien berichten, über Frauen, die sich gegenseitig ausziehen, abknutschen und Sachen machen, die hier gar nicht erwähnen will, weil ich sonst noch mehr blöde Google Anfragen habe, dem sei diese Geschichte erzählt: eine Bekannte kam erbost von der Toilette wieder und berichtete, dass sie dort zweier Beine ansichtig geworden sei, welche bewegungslos unter den Toilettentür hervorragten. Zunächst machte sie sich Sorgen, es könne sich um eine erkrankte Schwester handeln, welche vielleicht mit der rückwärtigen Seite ihres Schädels auf irgendwas Festes gefallen sei, musste aber dann feststellen, dass es sich um zwei Damen handelten, die wohl etwas kompliziert sexuelles auf der Toilette gemacht hatten. Dies, so die Dame, sei ihr, die wirklich viel unterwegs sei, noch nie auf einer Party zu Augen gekommen. Mit anderen Worten, liebe Google Sucher, die gerade "Lesben Party lecken" ins Suchfeld getippt haben: auf Lesbenpartys geht es genauso wild zu, wie auf einer Pfarrhaus Jugendfeier in Oer-Erkenschwick.

Dank an dieser Stelle an Frau F. die die Verantwortung für mich mannhaft übernahm und an die anderen Damen, die nicht müde wurden sich darüber Sorgen zu machen, dass mich langweilen könnte. Hab ich nicht, es war ein sehr netter Abend mit einer lustigen Party.

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Ich gehöre ja eher zu der Fraktion, die andere Menschen eher ungern an sich ran lassen und dieses Defizit an Nähe und Kommunikation dann irgendwie anders ausgleichen, zum Beispiel mit einem Weblog. Die Eltern bilden da keine Ausnahme. Seitdem ich ausgezogen bin, halte ich ein wenig Abstand, auch wenn wir mindestens einmal die Woche telefonieren. Der Abstand wird zu Weihnachten natürlich brutalstmöglich aufgehoben und ich freue mich schon immer lange vorher schon darauf, sie zu sehen und die Lieblingsgerichte meiner Mutter essen zu können. Sachen, die ich selber nie kochen würde, weil diese Gerichte Heimat bedeuten. Und das Wort "Heimat" ist mir sehr wichtig geworden.

Ich lebe gerne in Berlin, aber ich komme aus Bad Godesberg. Das ist meine Heimatstadt, da bin ich zur Schule gegangen und habe zu großen Teilen meine Jugend erlebt. Wenn ich dort bin, dann ist es mein Boden und ich spüre, dass dort meine Wurzeln sind. Wurzeln, die ich in den anderen Städten in denen ich bisher gelebt habe, nie verspürt habe. Und oft fehlt mir die Umgebung. Das Siebengebirge, die sanften Hügel der beginnenden Eifel und vor allem fehlt mir der Rhein. Die paar Tage, die ich im Jahr bei meinen Eltern bin, die ich in Godesberg verbringe, die fühlen sich immer so an, als ob man sich auf seiner Lieblingscouch in die Lieblingsdecke einrollt und wohlig seufzt.

Und so ist das natürlich eigentlich auch, wenn ich nach Hause zu meinen Eltern komme. Das wirklich ärgerliche an der Geschichte ist aber, dass die Eltern es immer wieder schaffen, einen innerhalb von Sekunden wieder zum Kind werden zu lassen. Man kann so eben einen sehr großen, bösen Drachen mit vielen scharfen Zähnen, der damit drohte, die Welt zu vernichten, besiegt haben, also blutverschmiert und schlammverkrustet vor den Eltern stehen und meine Mutter würde sagen: "Kind, so kann man doch nicht rumlaufen! Wenn dich jemand sieht!". Sie meint das nicht böse, aber so schaffen es Eltern, dass man seine knapp 38 Jahre Lebensalter sofort vergisst und sich wieder als das Kind fühlt, das eben noch zur Schule gegangen ist. Meine Mutter schaffte es dieses Jahr ungefähr nach 2,7 Sekunden, als sie zu meiner Begrüßung sagte: "Na, endlich hast Du mal wieder eine vernünftige (!) Hose an." Sofort wieder schuldgebeugte Schultern ob der vermeintlich schlimmen Hosen, die ich sonst so trage und sofort das große Fragezeichen über dem Kopf, was meine Mutter eigentlich unter einer "vernünftigen" Hose versteht. Ein Rätsel, das ich wohl nie mehr lösen werde.

Auf der anderen Seite ist das eine schöne Sache, dass man sich so fühlen kann. Denn ewig wird das nicht mehr so gehen. Meine Eltern werden alt. Ich kann dabei zu sehen und es macht mich nicht glücklich, auch wenn ich weiß, dass dies der Lauf der Dinge ist. Irgendwann wird es sich drehen, irgendwann sind die Eltern nicht mehr. Dann werde ich es vermissen und mich an die Momente erinnern, in denen es einen Menschen gab, der es schaffte, dass ich mich innerhalb von wenigen Sekunden wieder als Kind gefühlt habe. Ich werde dann die Gerichte meiner Mutter nachkochen und wenn die alten wohlbekannten Düfte aus Töpfen und den Pfannen steigen, dann werde ich traurig sein, dass ich nicht mehr Kind bin. Das wird allerdings hoffentlich noch ein paar Jahre dauern, denn ausgehend von dem biblischen Alter das die Ahnen beider Familien immer erreichen, wird es wohl noch etliche Weihnachten so sein, dass meine Mutter zu mir sagt: "Also nächstes Jahr kommst Du früher und dann gehen wir Dir in Bonn eine vernünftige Hose kaufen."

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