Auch so eine Sache, die ich nie verstanden habe: Der Autokorso. Warum macht man das? Warum setzt man sich in sein Auto, hupt und fährt zielgerichtet genau dahin, wo alle anderen auch hinfahren. Ein Autokorso war in den 80er Jahren allenfalls ein mit dem hübschen deutschen Wort "Sternfahrt" umschriebener Ausflug von älteren Herren in noch älteren Automobilien zu einem gemeinsamen Ausflugsziel im Sauerland (Bergische Schlachtplatte).

Heute ist ein Autokorso in aller erster Linie offenbar ein Stau, in den vor allem jugendliche Chauffeure ihre tiefergelegte Freundinnen mit ihren tiefergelegten Fahrzeugen gerne hinein fahren. Durch einen solche habe ich so eben Frau Julie nach Hause chauffiert habe, nachdem wir gemeinsam in der Brause WG hektisch mit einer weiteren freundlichen Dame auf dem Dach geraucht hatten, um ja nicht irgendeins der viele Tore zu verpassen. Als wir so im Stau standen, dachte ich einen Moment darüber nach, ob ich Frau Julie darum bitten sollte, doch schnell mal aussteigen um ihr neues Bedrohungsszenario auszuprobieren. Frau Julie leckt seit neustem ihre Kinder ab, damit mal Ruhe ist. Vielleicht, so mein Gedanke, würde sich der Stau, der zum gestauten Autokorso auf dem weit entfernten Kudamm gehörte, dann auflösen, würde Frau Julie kurz aussteigen, und alle vor uns stehenden Autofahrer ablecken. Hab mich aber nicht getraut zu fragen. Wußte auch nicht, ob ich Frau Julies Speichelproduktion mit meiner Idee überlaste und sie am Ende zu Hause nichts mehr hat, mit dem sie drohen kann.

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Offenbar ist sich der Webseiten Adminstrator des Bundeskanzleramtes ziemlich sicher, das die Sache mit der Merkel auch nur so eine Eintagsfliege ist. Anders kann ich mir diese Seite nicht erklären.

Falls die Seite verschwindet --> Screenshot

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"Wenn diese berufstätigen Frauen überhaupt Kinder bekommen, dann verwahrlosen sie"

"Es ist die Frau, die in der Wahrnehmung ihres Schöpfungsauftrages die Familie zusammenhalten kann"

"Es ist selbstverständlich, dass Frauen etwas lernen, dass sie sich weiterbilden und Aufgaben auch außerhalb der Familie übernehmen, wenn sie das Talent dafür haben. Doch all das sollte in Maßen geschehen."

"Sie [emanzipierte Frauen] wussten damals schon nicht, was das Glück bedeutet, ein Baby zu bekommen, einen liebenden Mann an der Seite zu haben und - manchmal unter größten Mühen - etwas zu erschaffen, was man Familiensegen nennt."

Wer sagt denn sowas? Nicht im Internet nachschauen! Kommentare hierzu überlasse ich lieber der weiblichen Bloggerwelt.

Wer hats gesagt

Der Papst!
8,6% (6 Stimmen)
Guido Westerwelle!
2,9% (2 Stimmen)
George Bush!
8,6% (6 Stimmen)
Nena!
7,1% (5 Stimmen)
von der Leyen!
38,6% (27 Stimmen)
Eine andere Frau!
34,3% (24 Stimmen)
Summe: 70 Stimmen

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Heute:
Leute, die Musik auf ihrer Webseite einbauen
Leute, die ihre Navileiste komplett in Javascript haben
Leute, die ihre Seite komplett in Flash haben

Früher:
Leute, die einen Marionetten-Harlekin an einer Seite der Wohnzimmerschrankwand mit Glasvitrine hängen haben
Leute, die ihre gesamte Familie dazu zwingen, den Anrufbeantworter zu besprechen
Leute, die einen gehäkelten Klorollen Überzug auf der Heckablage haben

(Woher kam das eigentlich, dass Leute sich eine gehäkelten Klorollenüberzug auf die Heckablage gelegt haben? Musste man früher bei längeren Ausflügen aufs Land öfter zum kacken am Straßenrand halten, als man das heute muss? War das Essen irgendwie anders? Musste man einfach öfter kacken? Wurde überhaupt früher viel mehr an der frischen Luft gekackt? Wie ist man auf die Idee gekommen? Hat die treusorgende Ehefrau tagelang zu Hause an verschiedenen Klorollenüberzugsvarianten gearbeitet, um den Mann dann mit einer besonders hübschen Variante zu überraschen? Gabs die im Kaufhaus? Und warum legte man die Klorolle nicht einfach unter den Sitz?

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Unabhängiger Journalismus Teil 8934

Gerade trudelte die neue Ausgabe des DJV Magazin "Journalist" ein. Eingeschweißt darin: eine hübsche Selbstdarstellung von VW. Wo die Firma überall Werke hat. Wie toll viele Autos man verkauft. Was für schicke Autos man so produziert. Welch phantastisch ausgebildete Personen mit guten Zähnen für VW verantworlich sind. Sicher, nette Informationen, aber die kann ich mit einem Anruf bei der Presseabteilung von VW auch bekommen. Und zwar dann, wenn ich es aktuell brauche. Warum nicht direkt vorne auf das Heft noch drauf schreiben, das Journalisten 15 Prozent Nachlass auf Neufahrzeuge, auch auf Sonderausstattung, bekommen. Da ist es auch nur konsequent, wenn man im Magazin auf Seite 41 ff. über den, wahrlich diskussionswürdigen, Medienkodex vom Netzwerk Recherche herzieht, in dem unter Punkt Fünf ja zu lesen steht: Journalisten machen keine PR. Schön dass die Hauszeitung des DJV auch kritisch mit den Kollegen um geht. Das ist also dieser nach Fakten und Unabhängigkeit gierende Journalismus, von dem man in letzter Zeit soviel hört, weil der Journalismus einigen Blogger das Fehlen eben dieser Eigenschaften gerne vorwirft.

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