Sehr lesenwerter Artikel in der Freitag

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Die Länge der Arbeitszeit gilt als das Maß des Reichtums. Je mehr Stunden im Jahr geschuftet wird, desto mehr Wert entsteht, desto reicher das Land. Das Land? Diejenigen, denen längere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich abverlangt werden, haben bestenfalls plus-minus Null auf dem Konto und dafür weniger freie Zeit für Hobby, Kultur und Familie. Was sie in verlängerter Arbeitszeit mehr produzieren, kommt allein den Unternehmen als gesteigerter Gewinn zugute. Wird die zusätzliche Produktion nicht abgesetzt, werden Leute entlassen. Eine generelle Arbeitszeitverlängerung ist makroökonomisch das sicherste Mittel zur Steigerung der Erwerbslosigkeit.
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mutant, Di, 27.07.2004, 10:14

ja

wenn man mal klaren kopfes sich anhoert, was einem jeden tag in den nachrichten vorgelogen wird, da kann man nur lachen:
der wirtschaft geht es schlecht, weil die leute zu wenig konsumieren.
deswegen sollen alle mehr arbeiten, dafuer weniger geld bekommen und jeglicher rechte verlustig gehn, ausserdem noch fuer krankheit etc selber bezahlen.
also: keine zeit zum shoppen, im portemonnaie dauerebbe, ausserdem depressiv wg allgemeine lage. das ist doch nicht die art kunde, der unsere wirtschaft ankurbelt.
man muss weder lesen noch rechnen koennen um zu erkennen, das hier grober schwachsinn erzaehlt wird.


mariong, 27. Juli 2004 10:24:40 MESZ

kommt auf die Perspektive an, für wen das Schwachsinn ist.
Das läuft auf eine Gesellschaft hinaus, in der meine Oma mal gelebt hat. In der sie zu stolz war, von jemandem 5 Pfennig Trinkgeld anzunehmen (der Wochenlohn für Lehrlinge war 50 Pfennig für 48 Stunden pro woche), in der Dienstleistung groß geschrieben wurde: wenige konnten sich das leisten und viele erbrachten sie für 1 appel und 1 ei

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