Dabei fällt mir ein...

... das ich wegen meiner Erkrankung schon länger nicht mehr auf die Gröner eingeschlagen habe. Dabei ist noch Wahlkampf!
Naja - ich denke, dass Frau Gröner eh gerade im endlos "Herr der Ringe" DVD Modus ist, oder nebenbei mit ihrem MacDonalds Fisch spielt. Da wollen wir sie mal nicht bei stören.

Andere Wahlen scheinen mir da auch spannender zu sein. Zum Beispiel die kommende in Hamburg. Vorgestern beim nächtlichen zappen auf NDR gab es dann auch die typische Meinung eines Hamburgers zu Schill, der mit einem Glühwein in der Hand sagte: "Nein, der Schill muss weg. Ich hab den ja letztes Mal auch gewählt, aber so wie der sich benommen hat..."
Es mag vielleicht nicht das tollste Argument sein, wenn man einen Rechtspopulisten und Demokratie-Ignorierer der schlechten Erziehung wegen nicht mehr wählt, aber nach dem das jedem fünfte Hamburger vor zwei Jahren noch egal war, scheint eine Besserung in Sicht. Ich glaube, Hamburg ist die einzige Stadt, in der jemand nicht mehr gewählt wird, weil er beim Traber Derby laut gefurzt hat oder weil die Krawatte schief sitzt. Auch eine Form von politischer Meinungsbildung.

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Anke5, Do, 11.12.2003, 19:32

Ich hab inzwischen sogar zwei McDonald's-Fische. Da müssen Sie erstmal hinkommen, Herr Dahlmann.


kaltmamsell, 12. Dezember 2003 09:09:14 MEZ

Sollen wir

den Hamburgern den Stoiber vorbeischicken? Der weiß nicht mal, was eine Trabrennbahn ist, seine Krawatten sind mit Beton und Haarlack befestigt. Will Hamburg den nicht vielleicht gleich für immer behalten?


klausf, 12. Dezember 2003 09:30:55 MEZ

Immer her damit - wenn er eine eigene Partei gründet, deren Namen mit "S" beginnt, dann haben wir ihn innerhalb von zwei Jahren aus dem Verkehr gezogen.


klausf, Fr, 12.12.2003, 09:29

Hamburger Wahlverhalten

Vor ein paar Jahren gab es in Hamburg den Herrn Wegner, der es in der CDU zu nix gebracht hatte und der darauf die Statt-Partei gründete. Er wurde überraschend in die Bürgerschaft gewählt und verliess die Partei noch während der Legislaturperiode.

Jetzt das ganze ähnlich mit Schill - Probleme als Richter, eigene Partei, gewählt und nach zwei Jahren wieder raus nach internen Querelen.

Und sobald das ganze etwas in Vergessenheit gerate ist , wird der nächste gescheiterte kommen, eine Partei mit "S" gründen, die lernunfähigen Hamburg Nörgel- und Protestwähler vereinen und scheitern.

Und ich mag meine Stadt trotzdem.


schmerles, 12. Dezember 2003 09:35:54 MEZ

genau

Statt- Schill- Schmidt Partei . Ich sags doch.


Sannie, Fr, 12.12.2003, 19:27

Treffendes las ich in der Süddeutschen über von Beust und die Hanseaten:

"Der Mann ist ein Hanseat im klassischen Sinne. Einer, der in Hamburg geboren wurde als Sohn einer altehrwürdigen Familie. Ein Jurist. Einer, der sagt, er sei gerne einsam, der immer höflich ist, mit herausragenden Manieren, modern und tolerant zudem, aber den Traditionen der Stadt verpflichtet. Der Privates von Beruflichem trennt. Einer, der immer in Hamburg geblieben ist, weil er diese Stadt für etwas Besonderes hält. Ole von Beust ist so, wie die Hamburger sich selbst gerne beschreiben, und deswegen mögen ihn die meisten."

Vermutlich ist an dem, was Du sagst, also was dran.

Ich glaube aber eher, daß Anstand und Benehmen Kernkompetenzen :-) sind, nicht nur in Hamburg und nicht nur für Politiker. Wer schon darüber nicht verfügt, von dem können auch auf anderen Gebieten keine Großtaten erwartet werden.

Warum das den Wählern nicht vor der Wahl aufgefallen ist, warum überhaupt diese Parteiexperimente hier eine Chance bekommen, erklärt das natürlich nicht.

(Und außerdem, Du verkappter Hanseat: Bei Dir darf man ja auch nicht furzen. Steht hier.)


zitterwolf, 12. Dezember 2003 20:00:10 MEZ

ich hatte ma kurz vor der wahl gelegenheit in einer kneipe

vor hamburg anner theke mit schillverehrern paar bier zu trinken.
erschwerend kam hinzu der kneipa war auch schillfan.
ich sach wer den wählt, wählt scheisse so bin ich halt.
die argumente gingen lautstark hin und her, abba ich hab mächtich nen teil unsicherheit verspürt, was mein glück war sons gäbs ja einen auf die nuss.
warum waren die so begeistert?
die show kam von schill super an wie bei jedem populisten, abba
trotzdem hatta da jeder son grummeln, ob se nich doch verarscht werden.
hört sich ja toll an. schill im senat und keine kriminellen mehr in hamburg.
mit dem gleichen enthusiasmus wo se ihn gewählt haben bekommt er jetzt eins auf die nuss.
so is das volk.

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