In Berlin kämpft die Belegschaft der "Berliner Zeitung" und der "Netzeitung" ums Überleben, während die Investoren die Daumenschrauben anziehen. Wer glaubt, dass dies ein Einzelfall ist, der sollte schnell aufwachen. Der Journalismus in Deutschland steht vor einem gewaltigen Umbruch.

In den letzten 10 Jahren ging es den Zeitungen, bis auf ein paar kleine Konjunkturdellen, eigentlich nicht schlecht. Auch heute weisen die meisten Verlage Gewinne aus. Man kann viel darüber diskutieren, ob man die Gewinne nur halten konnte, weil man die Redaktionen verkleinert und Redakteure in Hundertschaften auf die Strasse gestellt hat, oder weil man neue Vermarktungswege gefunden hat. Man mag mit dem ausgestreckten Finger auf David Montgomery, den neuen Inhaber der "Berliner Zeitung" und der "Netzeitung", zeigen. Man mag ihn einen "Haifisch" nennen, oder eine "Heuschrecke". Der Mann macht letztlich nur das, was der Finanzmarkt von ihm verlangt: Geld verdienen und zwar jedes Jahr etwas mehr, damit die Aktieninhaber und beteiligten Fonds seine Firma nicht abstrafen. Die Kollegen der "Berliner Zeitung" leiden unter dem steigenden Sparkurs, die Leser finden es auch nicht so toll. Aber die "Berliner Zeitung" ist nur ein Beispiel unter vielen. Tatsache ist: die Auflagenzahlen fast aller Zeitungen gehen seit Jahren kontinuierlich zurück. Die Anzeigenerlöse sind auch nicht mehr das, was sie mal waren und man muss schon geschickt sein, will man die Gewinne jährlich nach oben schrauben. Dazu kommt, dass viele Werbekunden immer mehr ins Netz abwandert. Doch verlagern sie nicht einfach ihr Budget vom der Print- zur Onlineausgabe. Vielmehr verteilen sie das Geld auf Blogs, soziale Netzwerke und andere Errungenschaften des Web 2.0.

Wie tief die Krise hier noch werden kann, sieht in den USA. Bei der L.A. Times hat man es wie bei der "Berliner Zeitung" mit einem Investor zu tun, der die Sache weniger journalistisch, sondern mehr wirtschaftlich angeht. Der Immobilienunternehmer Sam Zell, dem neben der L.A. Times auch noch die Chicago Tribiune gehört, streicht die Redaktion gerade massiv zusammen. Anders ginge es nicht - wegen der Zahlen. Andere Zeitungen überlegen ernsthaft, ob sie nicht einen Teil der Layoutabteilung und der Redaktionen nach Indien auslagern sollen. Viele Zeitungen in den USA machen Verluste. Ihnen laufen die Print-Leser weg, die Anzeigenkunden sind bei der stotternden Wirtschaft eher vorsichtig und Rezepte hat auch keiner. Wer jetzt "Online" ruft, sollte wissen, dass die Anzeigenpreise im Netz vielleicht ein Zehntel dessen einbringen, was man im Print verdient, egal wie sehr man auch die Reichweite erhöhen kann.

Das alles geht mehr oder weniger zu Lasten der journalistischen Qualität. Je weniger Journalisten in einer Redaktion arbeiten, desto weniger Zeit haben sie, sich um Dinge wie Recherche zu kümmern. Schon jetzt werden viele dpa Meldungen einfach ungeprüft mit reingenommen, merkt ja eh keiner, und PR-Firmen fällt es immer leichter komplette Texte in Zeitungen zu hieven. Es redet keiner offen darüber, aber hier und da werden Anzeigen auch mal gerne als Druckmittel für eine etwas freundlichere Berichterstattung genutzt. Oder man verweigert Redaktionen, bzw. freien Journalisten zum Beispiel einfach Rezensionsexemplare für Musikbesprechungen, weil man mit der letzten, negativen Kritik, unzufrieden war. Der Journalismus ist in vielen Redaktionen schon lange nicht mehr "unabhängig", weil sich die Strukturen in den Verlagen geändert haben. Viele Dinge werden gar nicht mehr in den Redaktionen entschieden, sondern in der Anzeigenabteilungen. Es kommt halt nur selten vor, dass jemand darüber spricht.

Der Markt ist im Umbruch. Online wirft bei weitem noch nicht das ab, was man mit Print verdient, Print wirft mittlerweile zu wenig ab, um die horrenden Kosten zu tragen, die eine Zeitung nun mal verursacht. Das kann dann eben dazu führen, dass Zeitungen zu dpa Meldungs-Wüsten verkommen, die man um die Anzeige rumbaut.

Die Frage ist, wie was man machen soll, wobei sich die grundsätzliche Frage stellt, ob Zeitungen überhaupt dafür taugen, wirtschaftlich so betrieben zu werden, dass sie hohe Gewinne abwerfen. Denn es geht ja nicht nur ums Geld, sondern auch um einen wichtigen Pfeiler der demokratischen Grundordnung. Wenn der Journalismus zu einem reinen "Meldungs-Journalismus" verkümmert, der freundlich und vor allem unauffällig vor sich hinschreibt damit die Anzeigen nicht gestört werden, dann kann er seine eigentliche Aufgabe nicht mehr wahrnehmen.

Ich habe auch kein Konzept in der Schublade, wie man den Journalismus und die Zeitungen in Deutschland retten kann, sehe aber die dringende Notwendigkeit, dass sich Redaktionen, Verlage und Investoren hinsetzen müssen, um wenigstens den Status quo halten zu können. Vielleicht muss das ganze Kartenhaus aber auch in sich zusammenbrechen, damit etwas Neues entstehen kann.

Nachtrag: Ein Gedanke aus der Freitag:

Die Hoffnung des auf Rendite fixierten Verlegers, wenn er Stellen streicht, ist die Befürchtung des Journalisten: Merken die Leser überhaupt, wenn die Qualität nachlässt? Merken sie es, wenn unter Artikeln nicht mehr Namen von Redakteuren und freien Mitarbeitern stehen, sondern die Kürzel von Agenturen? Und, eine noch schlimmere Befürchtung: Wäre die Zeitung dann wirklich schlechter?

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simon columbus, Do, 10.07.2008, 18:14

Bei den klassischen Tageszeitungen muss ich sagen: Ob dpa oder nicht ist mir relativ egal. Denn aktuelle Nachrichten (wie sie von dpa geliefert, von Tageszeitungen gedruckt werden) bekomme ich online auf jeden Fall schneller. Und was nicht tagesaktuell ist, kann ich in der Wochenzeitung meist besser lesen - wozu brauche ich also noch eine Tageszeitung?

(Anmerkung: Ich lese seit einigen Jahren weder Tages- noch Wochenzeitungen, zumindest nicht regelmäßig.)


DonDahlmann, Do, 10.07.2008, 18:27

Und genau da liegt das Problem vieler Printausgaben. Wenn ich jeden Tag das lese, was ich am Vortag schon in der Onlineausgabe als wortähnliche dpa Meldung bekommen habe, warum dann noch kaufen? Das einzige, was eine regionale Zeitung heute noch auszeichnet, sind Lokalnachrichten, aber die Lokalredaktionen waren ja bei vielen die ersten, die man zusammengekürzt hat.


exdirk, Do, 10.07.2008, 23:18

ich glaube, daß das der fehler war: die lokalredaktionen zu verschlanken. [in england war das vor 20 jahren schon so, daß die nationalen zeitungen morgens rauskamen, die regionalen nachmittags — mit eindeutigem schwepunkt auf berichterstattung von ›vor ort‹ — & dann auch mit aktuelleren meldungen aus aller welt. alle briten, die ich kannte, hatten 2 tageszeitungen.]


_ben_, Do, 10.07.2008, 23:23

also das "henne<>ei"-problem: für mich sieht es anders aus: zeitungen waren schlecht, also habe ich mir keine mehr gekauft (bzw. abos gekündigt) und das vor einsparungen, entlassungen etc.. ich kenne keine tageszeitung, keine, die in irgendeiner weise meinen ansprüchen an journalismus nachkommt. ich bin da auch nicht besonders anspruchsvoll, ich hätte gerne einfach eine unabhängige freie zeitung, die mehr als eine sicht kennt.
zeitungen sind in meinen augen verwöhnt und überheblich geworden. ja vielleicht sollte mal alles zusammenbrechen, damit etwas vernünftiges daraus entstehen kann...
aber ich habe ja keine scheuklappen, nenn mir eine zeitung, die sich konsequent kritisch und wohl informierend verhält, keine stammtischparolen der think-tanks nachplappert und ich werde treuer abo-kunde...
(und ich bin eigentlich froh, dass du die "netzeitung" im verlauf des textes unter den tisch fallen lässt, denn die hätten nun wirklich nicht als armes opfer der einsparungen dienen können)


chat atkins, Fr, 11.07.2008, 08:32

Die Zeitungen werden in Richtung 'Literatur' gehen müssen, sie werden also auf 'Stil', 'Erzählung' und 'Dramaturgie' setzen müssen. Oder sie werden verschwinden. Weil die 'Neuigkeit' sans phrase nicht mehr ihr Geschäft sein kann. Wer aber kann so schreiben? Der Durchschnittsjournalist sicherlich nicht ...

Auch läuft es seit Jahren leider andersherum. Colson Whitehead's 'John Henry Days' gab ja einen drastischen und realistischen Einblick in den Ist-Zustand des Journalismus auf der aktuellen Schwundstufe: Ein Meer von Willi Wichtigs am Kalten Buffet ...


schmerles, Fr, 11.07.2008, 08:36

Also, ich will eine Zeitung am Frühstückstisch lesen, nicht "Literatur". Und wenn im Internet mal was kapott geht, seit wann ist das so schlimm?


zi-wo, Fr, 11.07.2008, 09:24

ich les sowieso nur das lokalblatt weils nich anders geht und ansonsten die neue züricher.
der antideutsche und neoliberale dreck deutscher überregionaler zeitungen is längst völlich irrelevant.
die ard und das zdf mit ihren beckmanns und kerners können gleich mit nach indien gehen.


chat atkins, Fr, 11.07.2008, 09:51

@ schmerles: Dann erfährst du aber nur auch die eher unwichtigen Sachen, die eh jeder schon weiß - sogar dpa.

'Literatur', so viel, wie ich davon verstehe, ist ja gerade das gekonnte 'in Formation bringen' chaotischer Ereignisabläufe. Manche sagen auch 'Erzählung' dazu. Mit 'Herz und Schmerz' und Poesie aber hat das alles nichts zu tun ...


schmerles, Fr, 11.07.2008, 10:17

Sie meinen so einen rasenden Reporter Kisch? Gern. Aber, bitte nur shortstories arbeitswochenmorgens, für Zeitung lesen habe ich da ungefähr 20 Minuten vorgesehen (ich teile sie mir mit dem Kind), manchmal eher weniger.
Wenn dieses Tagesschriftstellertum kaum die schreibverliebte bloggerszene freiwillig schafft, wie soll es denn da eine Zeitung gedrungen schaffen?
Ein geplatzter Sack Reis ist ein geplatzter Sack Reis ist ein geplatzter Sack Reis.


DonDahlmann, Fr, 11.07.2008, 11:32

Ein mehr erzählerischer, subjektiver Anspruch wäre sicher nicht schlecht. Wäre ich heute irgendwo Dingens, ich würde:

  • Die Lokalberichterstattung ausbauen und dort auch kritischer werden
  • Nicht jedes nationale oder internationale Thema aufgreifen, sondern sich auf weniger Dinge konzentrieren, denen aber mehr Raum einräumen.
  • Den Lokalsport stärken
  • Online mit Bildstrecken. Aber nicht wie die SZ, sondern wie der Boston Globe
  • Kritischer werden, Meinungen verbreiten, eine Zeitung wieder zum Gespräch machen, anstatt sie so unauffällig wie möglich zu gestalten.
    Usw.

Wird nie passieren. Das Problem der Zeitungen ist meiner Meinung nicht nur der Sparkurs, sondern auch die Rückgratlosigkeit vieler Redaktionen/Chefredakteure.


pille, Fr, 11.07.2008, 12:19

<< Merken die Leser überhaupt, wenn die Qualität nachlässt? Merken sie es, wenn unter Artikeln nicht mehr Namen von Redakteuren und freien Mitarbeitern stehen, sondern die Kürzel von Agenturen? Und, eine noch schlimmere Befürchtung: Wäre die Zeitung dann wirklich schlechter? >>

Nein!

(Die Leser! Gemeint ist für mich offensichtlich die Masse der Leser, also nicht die ein, oder zwei wirklich an Qualitätsjournalismus (im Gegensatz zum Durchschnittsjournalistemus) Interessierten.

Daher sage ich laut und deutlich: Nein!

Sehe ein ähnliches Problem mit Blogs und Twitter (was auch immer das sein möge!) Ganz besonders, wenn in Blogs, die in sich den Anspruch auf Qualität tragen, plötzlich auch getwittert wird. Siehe rechts Katzenfutter, ZDF, Einkommenssteuer und russische Nationalhymne. Super Qualität.


ichichich, Fr, 11.07.2008, 12:29

40% lokale Nachrichten
20% lokale Kultur
10% lokaler Boulevard
10% lokaler Sport
20% egal

Das Ganze früh um 6 Uhr im Briefkasten. Würde ich sofort abonnieren. Alles was dann noch fehlt, finde ich im Netz.


Anke5, Fr, 11.07.2008, 14:33

Ich hatte jahrelang die SZ abonniert – und länger mit mir gerungen, sie abzubestellen, weil mir die Seite 3 fehlen würde. Also die Seite, die sich etwas länger als 30 Zeilen mit einem Sachverhalt beschäftigt; die eher Geschichten erzählt als eine faktenschwangere Reportage runterhetzt; die auch gerne mal Storys hatte vom anderen Ende der Welt, die überhaupt nicht tagesaktuell waren, aber dafür lesenswert.

Die Seite 3 fehlt mir immer noch. Alles andere krieg ich im Netz.


tim, Fr, 11.07.2008, 21:27

Ähnlich wie Anke geht es mir mit dem Dossier der Zeit. Letztendlich sehe ich in der längeren Reportage, ob es nun um eine Sozialreportage, eine lokales Thema, was ganz exotisches eher die Zukunft des Journalismus, dort wo dieser noch die Chance hat Themen zu erklären und in Zusammenhang zu bringen. Das andere ... die Neuigkeitenschnippsel, dass Merkel dieses gesagt habe, worauf Beck jenes gesagt hätte, all das ist Grundrauschen, das man schon aus Radio und TV und Twitter und sonstwo aufdiffusiert. Als Welterklärung ist es nicht wirklich wichtig. Man kann es aus dem Ticker fischen, zusammenfassen und stark verkürzen. Effektiv möchte ich das Konzept von Mare, Brandeins, SZs Seite Drei, dem Zeit Dossier in mehr und in viel und in vielfältiger und in wöchentlich (Und ohne spürbare Kampagnen, hallo Spiegel)

(Ich wunder mich immer hier über den geforderten starken Lokalbezug. Meiner durch WAZ geprägter Erfahrung nach, ist Lokales praktisch nur viel Namen Auflisten, ob nun in der A-Jugend oder den üblichen Verdächtigen der Kleinstadt auf den üblichen Veranstaltungen. Kann man strukturierte Dateneingabe noch Journalismus nennen?)


DonDahlmann, Fr, 11.07.2008, 22:02

Das gehört ja zu den strukturellen Problemen des modernen Lokaljournalismus, dass er zahnlos geworden ist, und nur noch aufzählt, statt erzählt.


textkoch, So, 13.07.2008, 09:53

Kritischer Lokaljournalismus gehört zu den schwierigsten Kapiteln überhaupt. Schon mal ein paar Jahre in einer Lokalredaktion gesessen? Das da mehr aufgezählt als erzählt wird hat nicht (nur) was mit Rückgratlosigkeit zu tun, sondern mit handfesten Konsequenzen.

Dazu nur eine Story aus meiner Lokaljournalistenzeit: Das große Familientreffen der neuapostlischen Kirche. Nach außen bunte Fassade, Kinderspiele, alles prima. Nur bei ein paar Nachfragen meinerseits, zum Selbstverständnis der Kirche, wollte keiner etwas sagen. Niemand. Versammeltes Schweigen. Offenbar war niemand autorisiert. In der Redaktion habe ich dann etwas nachrecherchiert, was in den damaligen internetlosen Zeiten hieß, am Sonntag einen Experten ans Telefon zu kriegen. Das war schließlich ein Sektenbeauftragter der evangelischen Kirche, der von "Gehorsamsprinzip" sprach und deutlich machte, dass Neuapostolen aus zahlreichen guten Gründen in keinem einzigen weltweite Gremium der evangelischen Freikirchen Mitglied und daher aus seiner Sicht eine Sekte seien. Als solche habe ich sie dann auch in der Zeitung bezeichnet.

Soviel Ärger gab es nie: rund 500 gekündigte Abos sämtlicher Neuapostolen vor Ort und ein Anzeigenboykott zahlreicher neuapostolischer Geschäftsleute war die Folge.
Lokaljournalismus heißt nämlich, dass die Gegenstände der Kritik unmittelbar vor Ort sind und ebenso unmittelbar reagieren können. Da gibt es keine schützende Distanz, dafür aber unter Umständen sofortige und handfeste wirtschaftliche Kosequenzen und keine Gegenbewegung der Leser, die kritischen Journalismus goutieren.

Das dürften ohnehin nur wenige sein: Nehmen wir mal nur für einen Moment an, der Spiegel steht stellvertretend für kritischen Qualitätsjournalismus. Auflage in guten Zeiten: eine Millione, bei 80 Millionen Einwohnern im Vertriebsgebiet Deutschland. Das heißt in einer 80.000 Einwohnerstadt schätzen vielleicht 1000 Menschen kritischen Journalismus. Zu wenig, um eine Lokalzeitung zu finanzieren. Die Mehrheit liest Todesanzeigen, Supermarktangebote und will in erster Linie nicht gestört werden. Merke. Man liest nicht, um Neues zu erfahren sondern Bestätigung.

Nur nebenbei: Bezeichnenderweise gibt es auch keine ausgereifte ökonomische Theorie des Journalismus, nicht mal empirische Untersuchungen, die das Verhältnis zwischen journalistischer Qualität und ökonomischem Umfeld beleuchten. Stattdessen ewig der Hinweis auf das Rückgrat der Redakteure. Aber so ein Rückgrat will eben auch mal fressen und in Urlaub fahren.


rzr, So, 13.07.2008, 13:08

Schön gesagt. Das Problem einer gedruckten Zeitung besteht meines Erachtens auch darin, dass sich viele Leute bereits an die Individualisierung von Nachrichten gewöhnt haben. Die Gründe, warum ich mir z.B. den Luxus einer Tageszeitung leiste, sind keinesfalls deckungsgleich mit den hier genannten. Sport brauche ich überhaupt nicht, im Moment komme ich auch ganz gut ohne Lokalteil aus und Boulevard interessiert mich nur sehr peripher.

Natürlich habe ich diverse RSS-Feeds abonniert, auch von Online-Ausgaben der Zeitungen. Da kann ich mir aber die Ressorts aussuchen und meine Zeitung quasi selber zusammen stellen.

Zu guter letzt: ich möchte nicht als Apokalyptiker rüberkommen, aber ich habe auch das Gefühl, dass sich "die Leute" auch immer weniger für das Öffentlich interessieren, um dafür 20 Euro und mehr auszugeben. Wenn sie "sich informieren" sagen, meinen sie die Nachrichten auf RTL oder die boulevardesken Schlagzeilen auf GMX.

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