Interessant, was die Menschen alles für lange Bücherlisten haben. Ich komme zum Lesen von Büchern kaum noch. Zuviel Arbeit einerseits, zu viel zum Lesen im Netz andererseits. Der normale Konsum der Feeds, Blogs und Webseiten reicht mir meist schon aus. Lesen klappt klassisch gut, wenn ich das Haus verlasse und mich in ein Café setze, was zu selten passiert. Oder im Zug, aber da arbeite ich auch gerne oder schaue endlich die DVDs an, die ich regelmäßig bei Amazon erstehe und die dann monatelang ungesehen rumliegen, weil ich Abends entweder Premiere oder irgendeinen Dokuchannel sehe. Am Wochenende muss ich meinen Motorsportpflichten nachkommen. Immerhin habe ich 2007 aber fünf Bücher komplett und ca. acht Bücher halb gelesen. Dazu ein paar Kochbücher (gilt das?) und ein Nachschlagewerk (das muss gelten). Ich nehme mir schlauerweise aber nicht mehr vor, noch mehr zu lesen, da ich in diesem Jahr die Fotografie mal wieder mehr in den Vordergrund stellen wollte.

Komischerweise habe ich gar nicht so ein schlechtes Gewissen, dass ich so wenig Bücher lese. Ich habe weiterhin das Gefühl, dass man im Netz genauso spannende Dinge entdecken und lesen kann. Leider noch zu viele Kurzgeschichten und zu wenig lange Sachen, die sich auch mal über mehrere Tage oder Wochen durch ein Blog ziehen, aber dennoch stosse ich immer wieder auf spannende Autoren, die ich dann versuche zu "mindestenshaltbar" zu zerren. Ohne mir selber auf die Schulter klopfen zu wollen glaube ich schon, dass wir da eine ziemlich erstaunliche und einzigartige Mischung an Autoren versammelt haben.

Bei aller Liebe für die Onlineliteratur geht an der Stelle aber noch ein großes "Danke" an Wolfgang, der mir freundlicherweise von meiner Amazon Liste zu Weihnachten den Foucault geschenkt hat. Den werde ich auch wirklich lesen, damit ich auch mal von Holm Friebe zu Abendessen eingeladen werde. denn dessen Theorien finde ich wirklich extrem spannend.

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creezy, Fr, 04.01.2008, 00:20

Kochbücher gelten. Insbesondere wenn sie nicht nur gelesen sondern auch 5 % aus ihnen gekocht wurde. Ich hätte da noch jede Menge Fotoliteratur ;-)


c0t0d0s0.de, Fr, 04.01.2008, 10:14

Hallo,

ich schaffe den ganzen Tag am Bildschirm und lese dort auch viele Texte; Fachtexte und solche zur persoenlichen Erbauung. Insofern sind Buecher so eine Art Ausgleich fuer mich. Buecher haben auch sonst einiges zu bieten. Sie fuehlen sich gut an, sie riechen gut, sie schmecken^W^W. Leider werde ich es in diesem Leben nicht mehr schaffen, meine Leseliste zu leeren. Manchmal neide ich die Leute, die jede Woche ein neues Buch anfangen koennen.

Gruesse
hmw


Kassandra, Mo, 07.01.2008, 19:41

Is doch egal, ob man vom Bildschirm oder Papier liest. Ich für meinen Teil lese gern offline (im Bett, auf dem Sofa, im Sommer irgendwo draussen ..). Da sind Bücher einfach bequemer.


denkschema, Di, 08.01.2008, 13:44

Seit ich den ganzen Tag vor der Kiste hocke und mit Texten arbeite, hält sich mein Bücherkonsum auch in Grenzen. Früher hab ich wenigstens noch in der U-Bahn... aber das fällt jetzt weg, da ich zuhause arbeite oder zu Fuß ins Büro gehe. Ich bin jetzt auf Hörbücher ausgewichen und finde das ganz famos.
Und zuhause auf dem Nachttisch verstauben noch ca 20 halb gelesene Bücher. Wird Zeit für die Rente... echt...


c0t0d0s0.de, Di, 08.01.2008, 18:35

Hallo,

Rente nutzt auch nix, denkschema. Rentner haben doch nie Zeit ;).

VG

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