1. Bei Ipernity gibt es jetzt die Möglichkeit, dass man seine Bilder inkl. aller Beschreibungen, den Tags und den Geodaten mit einem Greasemonkey Skript (geht nur mit Firefox) runterladen kann. Zwar muss man jedes Bild einzeln abrufen, aber es geht dafür rasend schnell. Dazu muss man nur folgendes machen.

a)Greasemonkey runterladen, installieren und Firefox neustarten
b) Das oben verlinkte Plugin runterladen

Fertig. Wenn man dann auf die Kommentarseite der Fotos bei Flickr geht, taucht automatisch unter dem Bild ein Optionsmenü auf, in dem man die Größe des Bildes bestimmen kann, das importiert werden soll. Einmal bestätigen, das war es dann. Wenig später ist das Bild mit allen Daten (ohne Kommentare) auf der eigenen Ipernity Seite. Sehr schick.

  1. Oliver Gassner, der für 23hq auch beruflich unterwegs ist, hat mir ein paar Gutscheincodes für zwei Jahre "Plus" Mitgliedschaft überlassen. Einen habe ich selber benutzt, einen habe ich verschenkt und acht sind noch übrig. Wer einen haben möchte, möge mir eine Mail senden. Adresse in der rechten Spalte.

Note: Meine "Pro" Mitgliedschaft bei Ipernity habe ich selbst bezahlt.

Kommentieren



simon columbus, Mi, 20.06.2007, 14:20

Bin ich nicht sozial? Obwohl ich 23hq klasse finde, will ich keine Plus-Mitgliedschaft schnorren...

Die lasse ich mal denen, die sie auch ausnutzen.


matidio, Mi, 20.06.2007, 19:29

Einfach wechseln?

Zum Thema Wechsel 2.0 ein Artikel von Telepolis
www.heise.de


klausf, Mi, 20.06.2007, 20:01

Also so toll finde ich ipernity nicht. Unübersichtlich. Und auf jeder Seite lachen mich von flickr geklaute Icons, Begriffe und Strukturen an.

Ipernity ist ein Dieb. Ipernity hat massiv von flickr geklaut. Aber jetzt ist flickr auf einmal böse geworden, da stört das dann nicht mehr. Ich möchte meine Bilder eigentlich nicht einer Seite anvertrauen, die daraus basiert dass sie KOnzept und Erscheinungsbild geklaut hat. Wer weiß, was die dann mit meinen Bildern machen.
Unter anderen Umständen hätte Ipernity ganz gewaltig auf den Deckel bekommen als Ideendieb - jetzt passt es gerade und darum ist ipernity toll. Da entwickelt sich doch eine 'wenn ich es brauche, dann ist es gut' Moral, die eventuelle negative Seiten einfach ausblendet.

Und es entwickelt sich eine Flucht-Mentalität. Flickr macht es anders als ich will? Also gehe ich. Kein Versuch, was zu ändern und flickr weiter zu bedrängen.
Die ganze Protestwelle hat eines sehr deutlich gezeigt: Die User haben das flickr-Team unter Druck gesetzt, in die Ecke getrieben, ins Schwitzen gebracht. Mit koordiniertem Protest könnten wir das noch länger durchhalten.
Aber User die weg sind, die protestieren nicht. Die nerven das flickr-Team nicht mehr. Auf die paar zehntausend Dollar verzichtet Yahoo dann sicher gerne, wenn man die Störenfriede los ist.

Ich hätte mir gewünscht, dass mehr Leute dort bleiben und dem flickr-Team weiter auf den Geist gehen. So muss flickr das nur aussitzen.

PS: Die Hamburg Gruppe von flickr trifft sich morgen abend mal, vielleicht finden wir weitere Protestmöglichkeiten. Wer kommen will, findet hier Details.


DonDahlmann, Mi, 20.06.2007, 20:28

Glaubst Du ehrlich, das irgendjemand bei Flickr noch unabhängig von Yahoo entscheiden kann? Glaubst Du, es interessiert Yahoo, wenn bei einer geschätzten Flickr-Mitgliederzahl von 7.5 Millionen ein paar Tausend User genervt weggehen? Als die Chinesen vor ein paar Tagen ihren Bürgern den Zugang zu Flickr verweigert haben, dauerte es keine 24 Stunden und Yahoo haute medienwirksam eine PR Mitteilung raus, in der man sich bitterlich beklagte. Logisch, plötzlich fehlten ein paar Millionen potentieller Kunden. Und was macht Yahoo mit den Protesten in Europa? Man bloggt darüber, wie toll das englische Frühstück ist, man gibt seit einer Woche windelweiche Antworten und sagt "Aber wir lieben euch doch alle" und man löscht die Protestbilder aus der "Intrestingness" Liste und von der Startseite, weil andere User sich gestört fühlen könnten. Protest gegenüber eines Konzerns bringt nur dann was, es dem Konzern weh tut. Und das tut es nur, wenn man sein Flickr Abo nicht mehr verlängert. Konzerne, und das gilt in einem hohen Maße offenbar für Yahoo, verstehen keine Argumente und schon gar nicht ein "Aber hier war es doch früher auch anders". Sie verstehen Zahlen. Wenn die Abozahlen in den Keller gehen, werden sie was ändern.
Mal davon abgesehen traue ich keiner Firma mehr, die im vorauseilenden Gehorsam ohne Not und ohne Druck einer Regierung und/oder einer Behörde Filter einsetzt. (Nein, ich traue Google auch nicht)

Was Ipernity angeht: Yupp, Icons geklaut. Look & Feel geklaut. Aber deswegen gibt es ja auch noch 23hq.


DaveKay, Mi, 20.06.2007, 21:50

@klausf: wer denn jetzt? Flickr oder Yahoo?
Die Antwortet lautet Yahoo und die juckt es eh nicht. Den Kampf könnt ihr nicht gewinnen und du liegst komplett falsch, die einzige Möglichkeit, dass Yaho überhaupt irgendwie Zugeständnisse macht, ist eine massive Abwanderung. Die sitzen da nicht rum und heulen weil ihr meckert, die heulen, wenn das geschäftsmodell den bach runter geht.


klausf, Mi, 20.06.2007, 21:52

Ehrlich - ich habe keine Ahnung, was grad bei Flickr abgeht. Ich glaube aber nicht, dass die Leute dort sonderlich glücklich sind mit ihrer Lage und dass Sie gerne alle Zensur aufheben würden. Und ich glaube ehrlich, dass das flickr-Team sich mit den Anzugträgern von Yahoo streitet für die Aufhebung der Zensur.
Keine Ahnung wie's ausgeht. Aber ich glaube immer noch, dass auch mal 'das Gute' siegen kann. (Das glaube ich übrigens auch in anderen Bereichen trotz jahrzehntelanger gegenteiliger Erfahrung immer noch).

Die Zahlen sind nicht nicht topaktuell, aber Yahoo macht ca. 6 Milliarden Dollar Umsatz im Jahr (Da hab ich's her). Ich denke nicht, dass 10.000 User, die ihren Pro-Account nicht verlängern dem Konzern da weh tun. Auch nicht 100.000. So ab 250.000 juckt es vielleicht. Zu den ganzen Zahlen war hier noch was.

Klar gibt's 23. Das ändert aber nichts daran, dass jetzt viele zu Ipernity gehen, das gut finden und einfach ausblenden, dass Ipernity ein Dieb ist.


klausf, Mi, 20.06.2007, 22:05

@DaveKay: Ich möchte im Moment erstmal dieses "Weggehen als Patentlösung" in Frage stellen. Einen perfekten Lösungsansatz habe ich auch nicht, aber ich habe mir über flickr viele Kontakte geschaffen, habe viele Leute getroffen, viel gelernt und gemerkt, dass andere von mir lernen.
Das will ich nicht einfach fallen lassen.
Darum will ich nicht einfach weg.
Und glaube an eine Lösung.

Wenn ich realistisch sein soll:
500-1000 Leute gehen weg von flickr wegen der Zensur. Vielleicht 2000 oder 2500.
Die Abwanderung wird ausgeglichen durch Neuanmeldungen aufgrund der Lokalisierung.
Yahoo mauert weiter, die Medien stürzen sich in einer Woche auf andere Themen. In drei Wochen kräht kein Hahn mehr danach.
Was bleibt, sind Erinnerungen dass es früher besser war.


dings, Mi, 20.06.2007, 23:45

die zahlenspiele von klausf denke ich mir auch so. also zahlenmäßig fällt das nicht ins gewicht. dafür verlieren die aber karmapunkte. vielleicht nur bei bloggern. aber eben - bloggern.


DaveKay, Do, 21.06.2007, 00:01

@klausf: Nein, keine Patentlösung, nicht mal ist das Wort Lösung nur annähern gerechtfertigt. Eigentlich ist es nur eins ganz sicher, konsequent.

Eine Lösung für das Problem könnte vielleicht gerade entstehen:
www.schockwellenreiter.de
www.schockwellenreiter.de

Ich weiß nicht, ob er die Power hat das durchzuziehen, aber ich weiß, dass es wichtig wäre, den Link weiter zutragen, damit der gedanke von fähigen leuten aufgegriffen und mitgetragen wird.

Das Problem Flickr liegt nicht bei Flickr oder bei Yahoo, es liegt im System. So lange es kleine Entwicklergruppen gibt die tolle Sachen entwerfen und verkaufen sobald ein dicker Fisch anklopft, werden Communities massiv Mitglieder verlieren, weil der Käufer sich einen Dreck daraum schert, was die Community ausmacht. mir hat die Nummer mit der zwangsrekrutierung bei Yahoo gereicht, das habe ich schon nicht mehr mitgemacht. Eine Mail an Flickr mit der Bitte, mein Profil komplett zu entfernen hat gereicht.
Und so wird es bei jeder dieser verkäufe herbe Verluste im sozialen netz geben. Die einzige Möglichkeit, das auszräumen liegt darin, sich komplett unabhängig von einer fremdgesteuerten Lösung zu machen und was der SWR da startet könnte eine Lösung sein.

Karmapunkte? Yahoo? die haben längst welche im 5-stelligen Minusbereich.


DonDahlmann, Do, 21.06.2007, 00:21

Das was der SWR da macht, erinnert mich an eine Räterepublik.

Klar ist, dass das Partizipationsmodell des Web 2.0 dann an seine Grenzen stösst, wenn ein Modell so erfolgreich ist, dass es auf eine Kern-Community nicht mehr so ankommt. In dem Moment ist man als selbst als größere Gruppe hilflos und muss einsehen, dass man jahrelang zahlender Teil eines Geschäftsmodells war. Dafür hat man allerdings auch was zurück bekommen, wie Freundschaften usw.

Das Problem ist, dass es kein basisdemokratischen Kapitalismus geben kann. Schließt sich einfach aus, was ja jetzt nicht die allerneuste Erkenntnis ist. In dem Moment, in der eine gute Idee einem finanziell über den Kopf wächst, braucht man was von außen und wenn ich von anderen Leuten Geld nehme, wollen die das entweder zurückhaben, oder mitreden, in dem sie beteiligt werden. Oder man macht es so wie der Typ von "Craigs List" und setzt auf eine offene Gemeinschaft, die das Projekt mitausbaut und verdient ein paar Euro an der Werbung. Hat man aber die Entscheidung getroffen, dass man schnell sehr groß werden will, hat man keine Alternative.


matidio, Do, 21.06.2007, 09:58

Das Spielchen wird sich auch bei Ipernity oder 23h oder ... wiederholen, wenn vielleicht auch aus anderen Motiven. Solange Community und "Services" nicht getrennt sind und man diese Services wechseln kann ohne seine Sozialbindungen zu verlieren, wird es immer diese Probleme geben, die klausf schildert. Da ist auch SWRs Loesungsansatz nicht anders oder besser.


kantel, Do, 21.06.2007, 12:04

?

Bei meinem Ansatz geht es ja gerade darum, »Community« und »Services« zu trennen und zu »entflechten«.


klausf, Do, 21.06.2007, 23:24

Den Ansatz finde ich gut. Sicher nicht einfach, aber gut. Wenn's da was zu sehen gibt, würde ich das gerne mal anschauen und wenn möglich unterstützen.

Und bei ipernity hab ich mich jetzt auch mal probeweise eingerichtet. Aber mein flickr-Account bleibt. Schon wegen der internationalen Kontakte, die ich da aufgebaut habe - die wechseln sicher nicht.


macsico2, Do, 28.06.2007, 11:26

Wer auf dem Mac iPhoto (oder ähnliches) und vor allem das Programm "PictureSync" benutzt, ist sowieso unabhängig von der jeweils aktuellen Nickeligkeit bei den Bilder-Diensten.

PictureSync unterstützt 18 verschiedene Fotodienste, so daß man einfach hochlädt, ohne sich jeweils die Arbeit mit den Fotos, Titeln, Tags und Texten nochmal neu machen zu müssen.

So konnte ich flickr plattmachen und habe alles neu auf 23hq hochgeladen - ok, ich hatte nur 272 Bilder.

picturesync.net

Ich bin weder verwandt noch verschwägert mit 23hq oder PictureSync, aber erfreut, dass es einfach klappt.

Please login to add a comment