Nur so zwischendurch, aber für Herrn Broder habe ich ja immer Zeit:

Das WWW ist auch maßgeblich für die Infantilisierung und Idiotisierung der Öffentlichkeit verantwortlich.

Quelle

Ich erklär Ihnen das mal, Herr Broder, falls das viele surfen im Internet bei Ihnen weiteren Schaden angerichtet hat: Nur weil Adolf Hitler, oder Barbara Cartland, oder meinetwegen auch Dieter Bohlen mal ein Buch geschrieben haben, und nur weil man in Buchhandlungen meist nur noch Schrott findet, bedeutet das noch lange nicht, dass Lesen doof macht. Es kommt halt immer darauf an, was man so liest. Mit dem Artikel "Das Internet macht doof" haben Sie uns aber immerhin einen Eindruck gegeben, was Sie offenbar so im Netz lesen. Offenbar halten Sie sich im Netz gerne bei den Grabbeltischen mit dem Mängelexemplaren auf. Über andere Dinge will ich hier jetzt keine weiteren Vermutungen anstellen, aber das Sie eine Seite wie diese bei sich verlinken ist ja auch ein netter Hinweis darauf, was sie im Internet so als "nicht infantil" bezeichnen würden.

Nichts zu danken.

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viktorhaase, Di, 09.01.2007, 13:37

bruder broder teufelt wieder wahllos von der kanzel. nix neues, aber immer wieder erheiternd. obwohl ich zugeben muss, mich angesprochen zu fühlen. bei mir steht nur kappes. aber ich verblöde ja schon quasi von berufswegen die tv-nation.

haase lesen macht doof.


ziwo, 9. Januar 2007 19:41:04 MEZ

broder hat recht

der zitterwolf hat rigoroses schreibverbot bei PI
und in eine mail am frühen morgen hatta den als drecksack und arschloch beschimpft. ich hab das selbst gelesen dürfen.

broderich hat das herz am rechten fleck. er findet jau auch mit seinen komparsen bei der achse des guten unter jedem weichtier ne ölquelle.


kaltmamsell, Di, 09.01.2007, 16:16

Fernsehen macht die Schlauen schlauer und die Blöden blöder. Warum sollte das beim Internet anders sein?


schwarzmaler, Di, 09.01.2007, 17:42

Ganz unrecht hatt er nicht. Im Internet wie im Buchladen wird es immer schwieriger, die kleiner werdende Nadel in einem wachsenden Heuhaufen zu finden. Und wirklich gute Bücher würden heute in der Kakophonie untergehen. Schau dir mal die Bestsellerliste auf AMAZON an, Glückwunsch, wenn du auch nur ein einziges lesenswertes Buch unter den ersten hundert findest.


DonDahlmann, 9. Januar 2007 18:44:21 MEZ

Aber das gilt doch für alle Medien. Wobei ich der Meinung bin, dass es im Internet noch am ehesten möglich, etwas interessantes zu finden. Ein Stichwort bei Wikipedia und man bekommt nicht nur einen erklärenden Eintrag, sondern oft auch noch jede Menge weiterführende Links. Versuchen Sie das mal beim Fernsehen oder am Kiosk.


vib, Di, 09.01.2007, 20:04

vib

Hm. Eine Öffentlichkeit kann nur idiotisiert werden, wenn das passende Potential - also Idioten - wie überall in reichlicher Menge vorhanden ist. Also, warum sollte das nicht auch im Internet so sein?


ziwo, 9. Januar 2007 20:08:39 MEZ

selbstredend besteht das internet zu 99,9 prozent nur aus idioten

wer sollte sonst den neoliberalen spiegel als sturmgeschütz der demokratie lesen? die wären doch längst pleite.


meonly, Mi, 10.01.2007, 01:51

"für Herrn Broder habe ich ja immer Zeit"

Und wieso nehmen sie sich Zeit, seine Dämonen zu füttern? Zeit ist kostbar. Die könnte man doch auch für Erbaulicheres verwenden - z.B. Siphon reinigen, Toilette putzen oder Kellertreppe schrubben ;o).


lisarosa, Mi, 10.01.2007, 09:52

Aber ich bedanke mich,

denn es war gut gegeben.
Klar, seit jeder publizieren kann, spielt plötzlich auch die Plausibilität von Argumenten eine Rolle, nicht nur die Reputation. Da hat Broder etwas Probleme, die Konkurrenz zu bestehen.

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