Uwe Schünemann, Innenminister aus Schleswig-Holstein Niedersachsen, hat im Stern ein Interview gegeben, in dem er ein Verbot von "Killerspielen" fordert. Er wird wie folgt zitiert:

Dann wird im "Killerspiel" sozusagen nur nebenbei gefoltert und getötet? Das ist pervers.

Finde ich gut. Es braucht mehr Männer wie Schünemann, die sich gegen Folter wenden. Freue mich schon, wenn er Verfassungsschutz-Präsident Heinz Fromm verbietet, über den neulich gemeldet wurde

Verfassungsschutz-Präsident Heinz Fromm würde im Kampf gegen den Terrorismus auch Informationen nutzen, die möglicherweise durch Folter erlangt wurden

Doof sieht an der ganzen Sache nur der Umstand aus, dass laut Recherchen von Netzpolitik der vehemente Gewaltgegner Schünemann Mitglied in einem Schützenverein ist.

Kommentieren



_ben_, So, 10.12.2006, 12:05

als leidenschaftlicher gegner von dem herrn muss ich erwähnen, dass er niedersachse ist und dort auch innenminister.

ansonsten hat er es auch nicht so mit den bürgerrechten, aber das weiß man ja...


DonDahlmann, 10. Dezember 2006 14:18:17 MEZ

Hups - Danke für den Hinweis.


tomsdiner, 10. Dezember 2006 20:08:15 MEZ

"Die Debatte lenkt prima davon ab, dass (potentielle) Amokläufer in Schützenvereinen an richtigen Waffen ausgebildet und trainiert werden."

Tolle Recherche. Schützenvereine haben in etwa das gleiche gewaltverherrlichende Potential wie Trachtenvereine, da es in Schützenvereinen primär um die Traditionspflege geht und nicht ums Schießen geht.

In Sportschützenvereinen geht es primär um die sportliche Leistung. Eine "Ausbildung" an der Waffe wie sie in (amerikanischen) paramilitärischen Vereinigungen stattfindet, gibt es in diesen Vereinen nicht. Sportschießen ist übrigens olympische Disziplin.

Was kommt als nächstes? Mitglieder im Judoverein bilden potentielle Amokläufer im lautlosen Töten aus?
Der Autor von netzpolitik.org gibt sich redlich Mühe auf gleicher Augenhöhe wie Herr Schnümann zu argumentieren. Keine Ahnung aber irgendwas sagen/schreiben.

Please login to add a comment