"Deswegen werden politische Zusammenhänge auch nicht gern erklärt, das dauert zu lange. Stattdessen wird jeder politische Vorgang in das immer gleiche Raster eingeordnet: Wer gegen wen? Wer ist Sieger, wer Verlierer? Und am Ende folgt der Kommentar, dass alles nur Stückwerk sei oder ein ganz und gar abzulehnender Kuhhandel. Halbgare Kompromisse statt kraftvoller Führung.

Hier werden Deutschlands Meinungsmacher ihren Aufgaben oftmals nur unzureichend gerecht. Wo Politikberichterstattung zum Sportreport verkommt, der nur Sieg und Niederlage kennt, bleibt die Darstellung der bisweilen hochkomplexen Handlungsbedingungen auf der Strecke."

Hajo Schumacher über das deutsche Pressewesen bei DRadio

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mein lieber herr gesangsverein, Di, 01.08.2006, 22:10

na und

?


dr.nemo, Di, 01.08.2006, 23:07

andersrum : eine sportpolitikkultur

gesteuert von umfragegedopten siegesmentalitäten ,hat kein interesse hintergründe ihrer entscheidungen offenzulegen ,um dem konkurenten nix in die hand zu geben. was sollen die da schon schreiben.

so artikelschreibern gelingt es auch nie , so etwas wie fairness mit sport zu verbinden ,oder gemeinsamkeit - immer gleich :gewinnen um jeden preis.


DonDahlmann, 1. August 2006 23:30:24 MESZ

Das wirklich unschöne ist: sie haben das Fraktionsspiel der Politik übernommen. Anstatt zu sagen: "Meine Fresse, haben wir aber jetzt mal die Schnauze voll von diesem rumgeeier. Setzt euch zusammen, sagt die Wahrheit und macht halt mal was" Liest man in den Kommentaren und Leitartikel die gleiche Sprache, die man auch von den Politikern bei Christiansen zu hören bekommt.

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