Hallo Postbote!

Ganz früher war das so, dass ich Postboten ziemlich klasse fand. Das war bevor ich auf die Idee kam, dass Busfahrer, vor allem Schulbusfahrer, einen Beruf hatten, den ich unbedingt auch haben wollte. Ausschlaggebend dafür war vor allem das sehr, sehr große Lenkrad, dass in meinen, sieben oder achtjährigen Augen vor allem eins bedeutete: besinnungslose, umfassende, totale MACHT. Vielleicht seid ihr Postboten man ja seit dem ein wenig böse. Aber ihr müsst schon ehrlich sein. Ihr mögt nette Fahrräder haben, aber so ein Bus macht schon was her. Und außerdem: ich bin auch kein Busfahrer geworden, und die Busfahrer behandeln mich völlig in Ordnung. Warum ist das bei Euch anders?

Deswegen ist es mir unverständlich, warum ihr, oder in diesem speziellen Fall, Du einsamer Postbote im Prenzlauer Berg, mich so gemein behandelst. Denn als ich heute meine Post (Rechnung Hausratversicherung, Schreiben von der KSK, Kontoauszüge)abholte, fand ich auch zum dreimillionsten Mal eine blaue Karte, die mich darauf hinwies, dass ein mit der Briefpost befördertes Päckchen nicht durch meinen Briefschlitz passen wollte und deswegen nun auf dem Postamt in Sibirien weit weg abzuholen sei. Wie hast Du das nur geschafft, Du verf *§$$% kleiner, verk Postbote? Wie hast Du es nur geschafft, mir das Päckchen heute schon wieder nicht zu geben, obwohl Du ins Haus musst um die Briefe einzuwerfen und mir ja auch andere Sachen zugestellt hast. Wie hast Du es nur geschafft dies alles zu tun und nicht die 30cm entfernte Klingel mit meinem Namen drauf zu betätigen, auf das ich freudig hüpfend mein Päckchen in Empfang nehmen konnte? Und überhaupt: warum machst Du das immer? Auch bei Einschreiben? Warum muss ich, wenn Päckchen durch die Briefpost, also durch Dich, du verh dre Ar Postbote, immer ins Postamt fahren, während alle anderen Lieferservice es schaffen meine Klingel zu finden? Ich habe schon überlegt mich auf die Lauer zu legen, jeden Tag neben der Treppe zu lauern und Dich mit einem lauten Schrei abzufangen. "PÄCKCHEN FÜR DAHLMANN?" wollte ich rufen, und vielleicht, wenn Du alle Briefe und blaue Zettel eingeworfen hast, noch mal zur Sicherheit hinter her auf der Strasse. Aber das ist ja auch albern, zumal es gerade ganz schön kalt ist im Hausflur, weil irgendein Vollpfosten die Fenster der Türe zum Hof zerdeppert hat, aber dem schreib ich ein anderes Mal.

Du wirst sicher Deine Gründe haben, lieber Postbote. Vielleicht hänge ich dieses Schreiben einfach mal an meinen Briefkasten und Du kannst mir ja dann zurück schreiben, aber bitte nicht per Einschreiben, denn die lieferst Du ja offensichtlich nicht aus.

Danke

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ichichich, Mo, 23.01.2006, 15:17

Kein Wunder, dass die Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen grob zu Ihnen ist, wenn Sie sie als "Postbote" verunglimpfen. Obwohl:

Auf ihrer Route treffen die Fachkräfte für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen viele Menschen. Manche sind nett und andere sind mürrisch. Für die Postmitarbeiter/innen darf das keine Rolle spielen. Sie müssen immer freundlich sein, auch wenn sich ein Kunde mal beschwert oder schlechte Laune hat.


roland, 23. Januar 2006 16:48:57 MEZ

bei mir ist es exactemente dasselbe. meine vermutung: die karten werden vorgeschrieben, einfach eingeworfen, weil die armen boten mittlerweile so riesige strecken abzuwandern haben, dass sie um jede sekunde kämpfen. oder halt faulheit.


gurkenwurst, 23. Januar 2006 17:03:14 MEZ

Schön sind auch die Karten "Wir haben sie leider nicht angetroffen", obwohl man den ganzen Tag wie ein notgeiler Köter hinter der Tür lauerte, um sich auf das lang ersehnte Paket zu stürzen. Natürlich ist in solchen Fällen unter Abholtermin "am nächsten Werktag" angekreuzt.
In solchen Momenten habe ich besser keine Axt, Kettensäge, Kampfsportausbildung (irgendetwas, das weh tut)


der, 24. Januar 2006 00:40:57 MEZ

Interessanterweise ist das ja nur bei der "echten" Post so -- Paketdienste wiederum lassen mit Vorliebe die Pakete bei der Schrapnelle im 2. Stock, oder neuerdings auch gerne mal "im Reisebüro Hausnummer <ca. 5 Häuser weiter>". Liegt daran, dass die nur für (wo auch immer) Abgeliefertes bezahlt werden, Briefträger wiederum für ihre Tour.

So geht Kapitalismus.


dr.no, Mo, 23.01.2006, 18:25

wie recht sie haben

paketboten haben mitunter keine lust treppen zu steigen, ständig habe ich diese blauen karten im briefkasten, auch wenn ich den ganzen tag zu hause bin. einmal habe ich solch ein din a 6 schriftstück auch per post erhalten, lag wohl gerade nicht auf der geeigneten route des zustellers.
wer sich diesbezüglich beschweren möchte, kann die kostenpflichtige nummer eines call-centers anrufen.
am samstag tatsächlich eine face-to-face-zustellung, noch eine treppe tiefer fängt der zusteller, ein ungepflegter schrat, statt begrüßung an mir zu drohen. "wenn sie die hausnummer nich ändern, mach ick dit uff unzustellbar in zukunft, dit saj ick ihn". hier wurde mal die hausnummer geändert unlängst.
deutschland ist zumindest kein land der dienstleistungen — geschweige denn der manieren.


rrho, Mo, 23.01.2006, 22:22

liegt's am stockwerk? oder ist es nur schikane?

bei uns ließen sich in letzter zeit so einige fälle rekonstruieren, wo wir sicher waren, zuhause gewesen zu sein und auch nicht durch gebrüll oder trara vom läuten der klingel abgelenkt: trotzdem der blaue zettel. lange zeit dachte ich, der bote (oder die botin?) sei sogar zu faul, das päckchen überhaupt vom postamt mitzunehmen, aber inzwischen erfreuen sich unsere mitmieter im erdgeschoß und im ersten stock einer nebentätigkeit als päckchenlagerungsstation.

seit gestern, als eine freundin vergeblich die klingel betätigte, ohne einen ton herauszubringen, haben wir den neuen verdacht, der postbote wisse einfach nicht, wie er ausgerechnet unsere klingel bedienen müsse, damit sie auch ihrem namen entsprechend zugange gehen könne. weiß nicht. aber es gibt tage, da treibt es mich die wände hoch.

(wenn ich zum postamt geschickt werde, nutze ich aber stets, die kostenpflichtige nummer umgehend, das dort bereithängende servicetelephon, welches einem geschwind eine beschwerde ermöglicht. ob das was nützt - gebühren hin oder her -, ist eine gänzlich andere frage. liest hier jemand mit, der bei der post arbeitet?)


kelef, 23. Januar 2006 23:12:46 MEZ

in wien ist das anders - wir kriegen dunkelknallgelbe zettel.

ich bestell hundefutter, katzenstreu und katzenfutter in klinikpackungen, weil ich nichts tragen darf/kann, und mir denk, die post bringt das ja, gegen kohle.

die post brachte den gelben zettel zu mir, und die drei pakete mit insgesamt rund 60 kg auf das nächste postamt. und ich war definitiv zu hause, und wohne im ersten stock, zwar ohne lift, aber mir einem schönen breiten stiegenhaus. die nachbarn waren ebenfalls zu hause, und ein paar andere parteien auch.

ich brauchte dann jemand, der mir das zeug nachhause schleppte. wiederum gegen kohle.


novesia, Di, 24.01.2006, 08:23

Dann gibt´s aber auch noch die ganz wohlmeinenden Zusteller, die einem flache Pakete (in meinem Fall sind da meistens CDs mit Kundendaten drin) unter die Fußmatte legen. Merkt man erst, wenn man schon draufsteht und es vernehmlich knirscht. hmpf


syberia, Di, 24.01.2006, 09:05

Schenken Sie dem Mann jährlich zu Weihnachten eine Tafel Schokolade und zwanzig Euro und machen Sie gelegentlich mitfühlende Bemerkungen über das Wetter und die damit einhergehenden beruflichen Belastungen, dann bekommen Sie alle Ihre Pakete mit einem Lächeln an die Wohnungstür gebracht.


helgab., 24. Januar 2006 09:31:09 MEZ

@ syberia: muss ich wirklich in diesem Land die Leute vorab mit Trinkgeld dafür belohnen, dass sie ihren Job machen? Abgesehen davon, dass alle paar Wochen, wenn ich auf den Postboten zufällig im Hausflur treffe, es eine neue Nase ist - also ist alle paar Wochen Trinkgeld fällig, damit ich meine Einschreiben und Päckchen bekomme (die darf ich nämlich ebenfalls am anderen Ende der Stadt abholen)? Die einfache Variante habe ich ja schon versucht: mit einem freundlichen Gruß und einem Lächeln kommt man nicht weit - nicht mal zu einer Antwort. Ich hab ja den Verdacht, die machen das aus Prinzip nach dem Motto: Anständig arbeitende Menschen (wie sie sich selbst sehen) sind nicht zu Hause und alle anderen sollen sich gefälligst auf den Weg machen.


jochenausberlin, 24. Januar 2006 09:54:13 MEZ

Das Hauptproblem in diesem Land ist, dass alle immer Recht haben wollen und auf ihr "Recht" pochen. Die von syberia beschrieben Bakschischmentalität ist wesentlich entspannter für alle Beteiligten. Es wollen doch alle immer ein soziales Netz. Genau das ist das soziale Netz.


syberia, 24. Januar 2006 10:03:12 MEZ

Ist man nett zu anderen, sind die nett zu einem. Unseren Postboten hatte ich darauf angesprochen, dass wir umziehen würden und einen Nachsendeantrag gestellt hätten. Das hat nicht funktioniert, aber der Mann hat sich daran erinnert, den Paketzusteller informiert und die Post gesammelt bei der Nachbarin abgegeben, von der er wusste, dass wir befreundet waren (ist nämlich eigentlich nicht erlaubt). Die hat uns dann alles hinterher geschickt, bis der Nachsendeantrag fluppte, was uns eine Menge Ärger und Lauferei erspart hat.

Abgesehen davon habe ich in Schülertagen als Zustellerin gejobbt und weiss, dass das Knochenarbeit ist. Die netten Leute, die einen grüßten und einem halfen, den ganzen Krempel auf zu sammeln, wenn das Fahrrad mal wieder umgekippt war, die habe ich mir gemerkt. Die anderen, die lachten, wenn ihre zähnefletschenden Riesenmonsterhunde mich durch den Zaun verbellten auch. Und jetzt raten Sie mal, wem ich eher einen Gefallen getan habe und bei wem ich "Dienst nach Vorschrift" geschoben habe :-)


andropovs onkel, 24. Januar 2006 10:07:57 MEZ

Ich habe die einfachste aller Lösungen gefunden.

Ich wohne jetzt im Postamt.


generator, 24. Januar 2006 10:39:43 MEZ

Wir wohnen drei Stadtkilometer vom zuständigen Sibirien Abholpostamt (im anderen Bezirk) entfernt. Nachdem sich die schwangere Nachbarin mal mit 20 kg-Paket und U-Bahnumsteigen abplacken musste, erwachte der Querulanten-Geist. Es wurde wiederholt am sibirischen Service-Telefon nachgefragt, warum unser Haus nicht einer logistisch nähergelegenen Station zugeordnet wird. Man bat um Bedenkzeit und versprach schriftliche Nachricht. Nach vier Monaten Bedenken und nochmal 5 DHL-Servicetelefonate später kam dann auch der höchstpostministerielle Erlass: Unsere Straße sei dieser Ausgabestelle zugeteilt und das könne man leider nicht ändern. (?!) Dem verbitterten Kunden Gründe zu nennen, fiel dem Kundendienst nicht ein.

Interessant finde ich, dass viele Vorort-Dienstleister (Kuriere, Telefonsupport, Ableser, Schornsteinfeger etc.) noch von anwesenheitspflichtigen Hausfrauenhaushaltsstrukturen ausgehen. "Wir kommen übermorgen zwischen 7 und 15 Uhr. Falls Sie diesen Termin nicht einhalten können, vereinbaren Sie bitte einen kostenpflichtigen Ersatztermin", steht dann auf der Benachrichtigungskarte.
Interessant ist aber auch, dass viele Leute wegen Outsourcing oder ohne festen Job eh wieder zuhause bleiben.
Vielleicht aber wäre Zuhausebleiber oder Kurierpäckchenabholer auch ein neuer Ausbildungsberuf?


ereignishorizont, Di, 24.01.2006, 10:33

so eine Fachkraft-für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen-Austrage-Tasche hat ein begrenztes Fassungsvermögen und wegen dem mit absoluter Top-Priorität auszulieferndem Post-eigenen Gratis-Werbe-Infotainment-Schund passt außer ein paar Finanzamtdrohgebärden und platzsparenden Rückbuchungsmitteilungen eben nichts mehr hinein in die Fachkraft-für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen-Austrage-Tasche. Und ja, deswegen wird alles, was einem Päckchen ähnlich zu sehen beginnt, gar nicht erst mit auf Tour genommen, die vorab ausgefüllten Zettel, die einen über seine nicht erfüllte Anwesenheitspflicht informieren, nehmen eben viel weniger Platz weg. So unlängst recherchiert in einem Spiegel-Artikel.


helgab., 24. Januar 2006 10:52:23 MEZ

mir ist klar, dass das ein Knochenjob ist. Aber wie will jemand Weihnachtsgeld erwarten, der nicht mal zu einem Antwort-Gruß bereit ist. Dienst nach Vorschrift heißt doch auch, zu überprüfen, ob jemand zu Hause ist? Und Vorschrift heißt auch: abzuliefern. Ist eine ähnliche Geschichte mit unserem Zeitungszusteller, der die Zeitungen unten in den Hausflur schmeißt, dass man auch ja am morgen im Schlafanzug viele nette Leute trifft - aber einmal im Jahr durch die Stockwerke geht um einen Weihnachtsgruß mit seiner Kontoverbindung auf den Flurmatten zu hinterlassen.


dr.no, 24. Januar 2006 11:30:31 MEZ

Neue, private Zustelldienste wie FedEx oder UPS kommen auch noch einmal wieder um die Sendungen zuzustellen. Darum geht's, um das Zustellen, nicht um das Abholen durch den Kunden an irgendwelchen Sammelstellen (inkl. halbe Stunde warten). Die deutsche Post ist u.a. eine Nische der Ostblock-Arbeitsmentalität, während oben genannte Unternehmen von einem in englischsprachigen Ländern üblichen Service dem Kunden gegenüber geprägt sind.


sirdregan, Di, 24.01.2006, 11:28

hehe

mal ganz im ernst: auch wenns nervig ist, sei froh. Bei mir ists genau andersrum, die dreck&!?# ver*$%@ Postfrau legt die Päckchen immer in den Hausflur und lässt die Haustür weit geöffnet. Es ist wesentlich einfacher die Päckchen mit einem Zettel abzuholen, als mit einem aufgebrochenen Amazonpäckchen wutentbrannt ins Postamt zu stürmen und sie dazu zu bringen meine DVDs nochmal zu bestellen und zu bezahlen.


DonDahlmann, 24. Januar 2006 12:07:10 MEZ

Ja, früher hatte man immer nur einen Postboten. Seit dem die aber alle entlassen, bzw. pensioniert worden sind, gibt es eben nur noch Aushilfen. Das ist billiger für eine Firma, auch wenn die Kunden jammern. Aber machen können die Kunden ja nichts, da die Post ein Quasi-Monopol hat. Rendite vor Kunden.
Komischerweise funktioniert die Paketzustellung der Post seitdem alles über DHL outgesourct wurde deutlich besser.


sirdregan, 24. Januar 2006 12:56:04 MEZ

das stimmt, das is mir auch schon aufgefallen. Nur leider ändert das nichts an meinem Zustellungsproblem aufm Dorf. Aber zum Glück zieh ich bald wieder in die Stadt. Also in ne richtige Stadt, mit Ampeln ^_^


fragmente, Di, 24.01.2006, 14:37

Sich Amazon- und andere Päckchen nur noch an die Packstation schicken lassen.
Keine Menschen; nur Maschinen.

(Übrigens: was man nicht als Einschreiben verschickt, geht verloren.)


milford, 2. Februar 2006 16:00:16 MEZ

Ach ne, nicht die Packstation...

Vergangene Woche lag der bekannte blaue Zettel bei mir im Briefkasten. Soweit okay; ich war tatsächlich nicht zu Hause gewesen.

Aber: Anstelle das Paket wie üblich im drei Querstraßen entfernten Postamt zu lagern, entschied sich DHL für eine dieser "Packstationen" - fünf Kilometer entfernt im Nachbarort, ohne Auto kaum zu erreichen. Große Klasse...


afewerk, Di, 24.01.2006, 16:06

Immerhin bekommen Sie eine Benachrichtigung...

...denn bei uns spart sich die Fachkraft mittlerweile sogar die blauen Zettel. Fördert aber immerhin die Nachbarschaft, wenn man auf der Suche nach Päckchen bei allen 40 Mietparteien durchklingelt.


goerch, 24. Januar 2006 17:13:38 MEZ

also wir haben regelmaessig die folgenden Varianten:

  • es wird geklingelt, aber die anderthalb Treppen nicht hochgegangen, sondern der Abholschein (der bei uns in WI uebrigens orange ist) in den Briefkasten geworfen.
  • es wird nachweislich nicht geklingelt und der Schein liegt im Briefkasten
  • es wird nicht einmal der Schein eingeworfen sondern man erfaehrt nur ueber den Absender, dass da etwas bei der Post liegen muesste. Was dann besonders lustig ist, weil die Pakete bei der Post noch Auslieferungstagen sortiert abgelegt werden; da man aber ob des fehlende Scheins nicht weiss, wann ausgeliefert wurde, ist die Laune beim Postangestellten gleich ganz unten.
  • es wird ein Abholschein fuer eine ca. 15km enfernte Abholstelle eingeworfen, wo das Paket dann aber gar nicht ist sondern beim altbekannten, sich in der Nachbarschaft befindenden Postamt.

Und das gilt fuer Post wie DHL - UPS, FedEx, Hermes klappen prima.


Dostoevskij, Fr, 27.01.2006, 01:23

Spätestens

seitdem letzte Woche die Mitteilungskarte liebevoll in einen Briefumschlag drapiert war, schwante mir, daß Postboten, den ich, mit einem Ohr den ganzen Vormittag an der Klingel klebend, sehnlichst erwartete, stets gut vorbereitet sind und ihre Unlust augenscheinlich, die luftige Höhe des vierten Stockwerks kennenzulernen.


stollentroll, 27. Januar 2006 11:45:47 MEZ

na ja

in der bayerischen Provinz ist das noch anders, da hat der Zusteller noch Zeit und wenn er mal einen blauen Zettel ausfüllen muss, dann denkt er sich was dabei. Einen habe ich noch aufgehoben, darauf steht sinngemäß: "Paket ist rechts neben der Treppe am Eingang hinter Schneeschaufel" Und da war es auch.


todesfee, Mo, 30.01.2006, 14:00

Machtspielchen

Die Fachkräfte für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen wollen vermutlich zeigen, dass sie auch Macht haben. "Ohne mich würdest du morgens zeitungslos und uniformiert deinen Kaffe trinken", oder was in der Art. Deshalb darf man auch Postbote sagen, oder sich einen Hund kaufen.

Busfahrer machen übrigens auch gerne mal Machtspielchen, aber nur mit süßen, blonden Mädchen wie mir, weil die sich darüber aufregen. "Mit der Busfahrtkarte kann ich Sie nicht mitnehmen, auch wenn 300 andere Busfahrer das gemacht haben.", zum Beispiel, so dass man dann nochmal zahlen muss und die Nummer vom Kundendienst sucht.

Muss auch deprimierend sein, wenn man nichts zu sagen hat.

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