Dienstag, 2. Oktober 2007

Ja, und das ist ja der Grund, warum das bloggen an sich so wichtig ist.

"As for the repercussions of this ominous development, John Carroll, former editor of the Los Angeles Times, states them quite clearly: "Gone is the notion that a newspaper should lead, that it has an obligation to the community, that it is beholden to the public." The current owners, he explains, care only about money, and "are sometimes genuinely perplexed to find people in their midst who do not feel beholden, first and foremost, to the shareholder."
Quelle.

Aber ich sage halt "eigentlich", weil es mich immer noch nervt, wenn ich denn mal in die rss Feeds reinschaue (mittlerweile 30321 ungelesene Beiträge) und ich finde Roberts Ansatz, einfach mal was zu machen sehr sympathisch. Ich denke dann auch immer: "Jaja, da müsste man doch mal was machen...", aber ich bin nicht gut in diesen Sachen. Sie werden dann schnell zu Sandsäcken an den Handgelenken und am Ende kommt nur was halbherziges raus, also lass ich das lieber mit dem "machen" in diesen Dingen. Vielleicht bin ich auch einfach nicht empört genug wegen dieser BurmaBirmaMyanmar Sache, weil es doch irgendwie immer der gleiche Mist ist, von wegen unterdrückte Menschen, die für ihre Freiheit kämpfen in [insert hier: irgendein merkwürdiger Staat, gerne auch in Afrika]. Weiß eigentlich irgendjemand ohne zu googlen, warum die Unruhen los gegangen sind? Und warum empört man sich wegen BurmaBirmaMyanmar aber nicht wegen Zimbabwe, wo gerade das Brot ausgeht? Sicher, ich rege mich auch auf, wenn die blankpoliertern Knöpfe und Gesichter der Generäle und sonstige Büttel der Exekutive sehe, von wegen, was die wohl gerade denken, ob die ein auch so ein Unrechtsgefühl haben wie ich gerade. Obwohl ich mich auch ehrlich fragen muss, ob mein Unrechtsgefühl, dass ich habe, wenn mir die "Tagesschau" in 2.15min die aktuelle Lage in BurmaBirmaMyanmar um die Ohren haut, damit ich doch bitte schön empört sein kann, also ob dieses Unrechtsgefühl sich von dem unterscheidet, das ich neulich hatte, als ich fassungslos irgendeine Serie auf Sat.1 gesehen habe und völlig entrüstet darüber war, wie geil die Leute offenbar auf dümmste und holzschnittartige Handlungen sind. Da war Herbert Reinecker ein Drehbuchgott gegen den Mist, denn man bei K11 oder wie das heißt sehen muss. Vielleicht habe ich auch einfach nur den Damm hochgenug gezogen, dass ich so Unrechtssachen nur fallweise an mich ranlasse, quasi als Ventil bei akuter Empörungsverstopfung, wenn man wieder was raus muss. Vielleicht muss man sich aber auch gar keine Sorgen um Burma machen, denn Rambo ist da.

Apropos Rambo - da fällt mir ein, dass ich jetzt doch immer (immer=öfter als ich selber dachte) in so ein Fitnessstudio gehe und trainiere. Ich dachte mir, dass ich nach 15 Jahren Sportpause doch mal was machen könnte. Dieses Dings in das ich gehe ist ganz nett, natürlich auch diese "Umpf, umpf, umpf" Mucke, aber immerhin nicht MTV auf dem Bildschirm sondern irgendwelche Leute die aus Flugzeugen springen oder surfen. Zwischendrin gibt es Fitnesstipps, aber das sehe und höre ich eh alles nicht, denn ich habe mir ein strammes Musikprogramm auferlegt. Ich habe mir nämlich vorgenommen, die ganze Musik auch mal zu hören, die gekauft und runtergeladen habe. Festgestellt, dass ich das neue Nina Nastasia Album gleich zweimal habe, macht aber nichts, denn ich glaube die Dame ist sehr arm und lebt in einem dreckigen Loft in der Nähe von New York in dem es immer zieht und sie sich die Finger warmpusten muss, bevor sie ihre (Achtung, jetzt kommt ein Feuilleton Begriff, den ich vermutlich nicht mehr benutzt habe, seit ich irgendwo [Spex? Frontpage?] Mal über Sven van Hees geschrieben habe), bevor sie also ihre tranzendentalen Folk-Noir Stücke komponiert. Auf dem Weg habe ich auch festgestellt, dass es völlig sinnlos ist zum Sport Musik zu hören, die einen aufputschen soll. Das führt zu totaler Konfusion und ich kommt aus dem Tritt. "Melvins" helfen auch nicht, da hatt man das Gefühl eine Glutamatinjektion bekommen zu haben, und deswegen sieht meine Playlist gerade so aus.

Jetzt bin ich so maloramahaft abgeschwiffen, dabei wollte ich doch nur sagen, dass es mir das bloggen weiter wichtig ist und ich mir wünschen würde, hier würde sich was an der Kleinzelligkeit ändern, damit man mal weniger Reibungsfläche nach innen und mehr nach aussen hat. Hier meint, hier in Deutschland, nicht hier bei mir. Ich reib mich an anderen Dingen auf. Und eigentlich wollte ich auch noch diesen Artikel im Text unterbringen, weil er stimmt und doch etwas falsch an ihm ist, denn eigentlich könnte man den ganzen Quatsch ja auch im eigenen Blog veranstalten, selbst hier, bei der großen alten Dame der Blogsoftware, aber das würde vielleicht nicht soviel Spaß machen, aber gerade heute noch dem Entwickler dieser Super-Duper-Zusammenfassungssoftware für social networks und microblogging.....zzzzzzzzz.... alles wird gut.

P.S.: Erster längerer privater Eintrag seit Wochen und mittendrin stelle ich fest, dass ich anfange mir Sorgen darüber zu machen, dass Tippfehler im Text sein könnten. Das ist doch Mist, Tippfehler gehören zum bloggen wie... wie... wie Dingens zum Dings. Deswegen kommt das jetzt auch so rein.

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Montag, 1. Oktober 2007

Radiohead macht die Musikindustrie kaputt:

Hello everyone.

Well, the new album is finished, and it's coming out in 10 days;

We've called it In Rainbows.

Love from us all. Jonny

(Discbox 40 Pfund, Download - zahl was Du meinst zahlen zu wollen)

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Mittwoch, 19. September 2007

Aus der Blogpause kurz vermeldet:

Wer sich wie ich eben bei der "House" Folge gefragt hat, was das für ein Song war, der gegen Ende gelaufen ist - das war "Into Dust" von Mazzy Star vom 93er Album "So Tonight That I Might See " das man bei Amazon erwerben kann. Hat mich doch glatt eine Stunde und viel Wühlerei in meiner CD Sammlung gekostet, weil mir die Stimme doch irgendwie bekannt vorkam. Man kennt sie wohl eher von "Fade Into You", das vom gleichen Album stammt. Und ich hätte es mir auch einfacher machen können.

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Montag, 17. September 2007

Kurz vermeldet aus der Blogpause.

So - die Pause ist gar nicht so schlecht. Immerhin habe ich aus einem Layout des Großbloggbaumeisters ein neues gezimmert. Das sieht zwar dem alten Dings nicht unähnlich, basiert aber auf einem komplett neuen CSS. Damit auch nicht mehr so viele überraschende Momente in der Darstellung. Aber auch das Neue ist nur ein Übergang.

Es geht mir eigentlich darum, ein Layout zu haben, in dem ich meine mittlerweile ziemlich verstreuten Aktivitäten zumindest einigermaßen bündeln kann. Leider gibt es da bisher noch nichts. Ich habe aber das Glück bei einem neuen Dienst in der "Alpha" Phase zu sein, der auf den ersten Blick wirklich gut aussieht. Mit dem sollte es in der Zukunft möglich sein, die eigenen Aktivitäten per RSS Feed in ein Widget einfliessen zu lassen.

Bis dahin gibt es nur das Twitter Widget, das auch nur dann funktioniert, wenn man Java Skript aktiviert. Wer das nicht hat, sieht auch nichts ausser der Überschrift.

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Montag, 10. September 2007

Zwei kurze Meldungen aus dem Blogurlaub

  1. Ich überlege am Mittwoch zur IAA nach Frankfurt zu fahren. Hotel sind lächerlich teuer und da das eine halbprivate Sache wäre, zahlt es auch keiner. Kennt jemand aus der Frankfurter Leserschaft noch eine günstige Pension/Unterkunft und hat Lust, am Mittwochabend einen Berliner Blogger zu unterhalten?

  2. Die neue Ausgabe von mindestenshaltbar ist online. Mit dabei in diesem Monat:

Herr Paulsen mit seiner Lebensgeschichte. Die Kaltmamsell erklärt, woher die Pizza kommt. SvenK fragt sich, warum alle Rezepte immer für vier Personen sind Frau Modeste trauert verloren gegangenen Paradiesen hinterher (Schinkenröllchen!) Grete hat Katzengrauen. Herr Haase erstellt den Zusammenhang zwischen gutem Essen und Beerdigungen René "Nerdcore" Walter feiert eine Küchenparty St.Burnster macht so was ähnliches. Auch mit Sex.

Danke an alle Autoren und Helfer.

In der nächsten Ausgabe von MH geht es um das Thema: "RAF". Ich möchte das Thema gerne von mehreren Seiten angehen. Zum Beispiel:

  1. Persönlichen Sicht. Wer damals schon alt genug war und etwas mitbekommen hat, könnte zum Beispiel einfach mal seine Erinnerungen zusammenfassen. Was hat man damals gedacht, als die Terroristen unterwegs waren? Was haben die Eltern gesagt? Wer hat sie nicht miterlebt, findet die Geschichte aber faszinierend?

  2. Rückblick: Hat das alles was gebracht? Kann sich einer eigentlich noch an die Ziele der RAF erinnern?

  3. Zukunft: Ab wann gibt es eine Legitimierung für RAF? Kann es sowas überhaupt geben?

  4. Literarisch: What ever.

Vorschläge bitte unter mindestenshaltbar@dondahlmann.de

Danke!

Wieder ab in die Blogpause. Neues Layout weiter testen...

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