Huch, der epd kann ja auch lustig:
PR-Sprech: Unser EBITDA liegt bei 20 Millionen Euro, unser Unternehmen ist kerngesund.
Klartext: Wir sind komplett unrentabel. Wenn wir rentabel wären, würden in unseren Berichten nicht das EBITDA so hervorheben, sondern vielleicht das EBIT oder das Ergebnis. Aber so ein Journalist hat ja von Wirtschaft keine Ahnung, und solange ein Plus vor der Zahl steht, klingt das gut. Wenn die Geschäfte noch schlechter laufen und sogar das EBITDA ins Minus rutscht, erfinden wir einfach eine neue Kennziffer und nennen sie EBA (earnings before anything).
Gut, man kennt das mit der Zeit. Bei "Premiere" frage ich zum Beispiel erst gar nicht mehr an, nach dem ich im letzten Jahr entweder gar keine, oder schwachsinnige Antworten bekommen habe. Lustig ist halt immer, wenn man schon mehr weiß und eigentlich nur darauf wartet, dass man belogen wird. Aber ok - ist wohl Teil des Spiels. Ich kann damit gut leben, denn ich rechne ja auch nicht mehr damit, dass mir die "Gegenseite" die Wahrheit sagt.

Ich hab ja auch mal auf der "dunklen Seite" gearbeitet, und auch doofe, willentlich falsche oder einfach total verlogene Antworten geben müssen. Nach einer gewissen Zeit ging mir das derartig auf die Nerven, dass ich den Job geschmissen habe. Wie das Leute schaffen, die ihr halbes Leben nichts anderes machen, ist mir ein Rätsel. Wie halten die das aus? Einfach ausblenden? Nebenbei für Greenpeace arbeiten um das Karma auszugleichen?

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Nach meiner grandiosen Idee, Backöfen mit Webcams auszustatten die per WLAN das Bild auf den Rechner oder das Handy übertragen, der nächste Knaller: ein Duschkopf mit LED Anzeige, die die genaue Temperatur anzeigt damit das elendige, erniedrigende, morgendliche, minutenlange Warten und Gefummel zur Erreichung der perfekten Wassertemperatur am Wasserhahn ein Ende hat.

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Bei Spreeblick gibt es einen Link zu archive.org, wo die gesamte Liveberichterstattung aller großen US-Senden des gesamten 11.September 2001 als Stream zur Verfügung steht.

Ich hab damals im Krankenhaus gelegen und hatte andere Sorgen, konnte aber die Aufregung der Krankenschwestern und Ärzte spüren. Meine Eltern waren da und haben mir erzählt, was passiert ist. Abends war ich wieder fit genug um Radio zu hören und habe den einzigen Sender gehört, den es über das Hospitalradio gab (NDR2). Selbst Stunden danach war das Chaos und der Schock noch immenent. Das merkte man allein daran, dass die Moderatoren im Studio die Journalisten vor Ort immer wieder nach den gleichen Dingen befragten und die Sendung stundenlang nur für die Nachrichten unterbrochen wurde. Die Live-Berichte nun von allen Sendern noch einmal zu sehen ist immer noch unglaublich. Nicht nur wegen des Ereignisses, sondern auch wegen der fassungslosen Reaktion aller Journalisten auf allen Sendern. Ich hab mir die ersten zwei Stunden der US Sender in den letzten Stunden neben der Arbeit angeschaut und es erstaunlich, wie ruhig die Moderatoren und Anchors die Sache angegangen sind. Vermutlich, weil man im Moment des Ereignis die ungeheure Tragweite gar nicht erfassen konnte. Das meine ich nicht in einem politischen Sinne, sondern rein aus der Perspektive der Opfer.

Passend dazu hat Stefan Niggemeier heute einen einen Bericht zu einer Dokumentation gepostet, die versucht darzulegen, wie die US-Regierung die Anschläge genutzt hat, den Krieg im Irak zu rechtfertigen.

Ein Punkt, der mich und andere Menschen damals verwundert hat, war schon die Tatsache, dass die Amerikaner sich viel Zeit gelassen haben, um auf die Anschläge zu reagieren. Im ersten Moment hatte man vielleicht damit gerechnet, dass die USA innerhalb von ein oder zwei Tagen wild um sich schlagen würden, aber das taten sie bekanntlich nicht. Es dauerte bis zum Oktober des Jahres, bis eine offizielle Reaktion mit dem Einmarsch in Afghanistan folgte. Erst am 20.03.2003 folgte dann der Beginn des Irak-Kriegs. "Leading to war" beschreibt die Zusammenhänge mit Bildern, etwas umfangreicher ist das sehr lesenswerte Buch von Frank Rich "The greatest Story ever sold" das leider nie auf Deutsch erschienen ist, aber die Geschichte und Hintergründe zum Irak-Krieg minutiös darlegt.

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Mich fragt auch keiner, also antworte ich aus reiner Bockigkeit.

DonDahlmann, twittert seit 14.03.2007, Location: Berlin, Following 150, Followers 483, Updates: 1.226

CemB: Was ist eigentlich der Spaß an Twitter für dich?

Ähnlich wie beim bloggen, ist die Mischung aus der Neugierde anderen ins Wohnzimmer zu schauen, und der schöne Sache, mit anderen Menschen Kontakt halten zu können. Ich weiß so immer, wann Malte Diedrich ein Franzbrötchen isst, Sascha Lobo seinen Buchabgabetermin überzieht, Kosmar im Oberholz sitzt oder und das Kind von Merlix an irgendeinem Kabel nagt. Letztlich ist eine Art IRC-Chat mit ausgewählten Personen und der Möglichkeit Trolle erst gar nicht zuzulassen. Außerdem kenne ich keine bessere Methode als Twitter um im Urlaub die anderen mit Sätzen wie "Frühstück bei 27° am Pool, gleich noch mal schlafen, dann Abendessen", in den Wahnsinn zu treiben. Und es ist ein wirklich gutes Prokrastinierungstool.

CemB: Worüber twitterst du? Was twitterst du? Zu welchen Zeiten twitterst du?

Es gibt keine festen Zeiten. Meist mach ich das, wenn ich genervt, gelangweilt, übermütig, betrunken, mitteilungsbedüftig oder glücklich bin. Also eigentlich immer. Betrunken twittern ist allerdings ähnlich gefährlich, wie betrunken bloggen oder Mails schreiben.

CemB: Hat Twitter deine Kommunikationsgewohnheiten verändert? Dein Leben bereichert?

Bereichert auf jeden Fall. Es ist halt spannenend, wenn man anderen beim Alltag zuschauen kann. Man ist dichter an den Freunden und Bekannten dran, als man das mit einem Blog wäre. In Sachen Kommunikation hat sich auch einiges verändert. Ich nutze die Möglichkeit, jemanden über Twitter direkt anzusprechen mittlerweile bei Kleinigkeiten deutlich häufiger. Statt einer Mail schreibe ich lieber eine direkte Mitteilung. Außerdem chatte ich mittlerweile überhaupt nicht mehr. Ich hatte ab und an noch meebo als Chatclient offen, aber mittlerweile läuft das fast alles über Twitter.

CemB: Nutzt du es für dein Networking? Wie drückt sich das für dich aus?

Ja und nein. Im geschäftsmäßigen Sinne nutze ich Twitter nicht, was den Kontakt mit Freunden angeht, schon.

CemB: Hast du durch Twitter neue Themen und Leute kennengelernt? Neue Impulse und Anregungen bekommen?

Ich hab einige neue und sehr nette Menschen per Twitter kennen gelernt. Das waren teilweise Leute, deren Blogs ich aber schon vorher am Rande auf meinem Radarschirm hatte und mit denen ich dann enger in Kontakt gekommen bin. Anregungen sind noch nicht so viele entstanden. Ehrlich gesagt, weil ich auch noch nicht so richtig weiß, was genau Twitter eigentlich bringt. Auf der anderen Seite stosse ich über Twitter immer wieder Links und Artikel, die ich sonst nicht gefunden hätte.

CemB: Nutzt du Twitter auch beruflich?

Jein. Ich hab mal einen Artikel darüber geschrieben und sitze gerade wieder an einem. Allerdings entzieht sich Twitter weiter jeglicher Bedeutungsdefinition.

CemB: Wie gehst du mit Followern um?
Ich schaue mir jeden Follower Request an und entscheide dann spontan. Ich versuche meine Liste einigermaßen übersichtlich zu halten. Wie bei allen anderen Dingen auch, wird es ab über 100 Fellows schwer, die Übersicht zu behalten. Dann verliert Twitter auch, weil die Kommunikation in einem Strom von Meldungen untergeht.

CemB: Welche Twitter-Clients nutzt du? Twitterst du auch mobil?
Seit ein paar Wochen nutze ich thwirl. Und selbstverständlich twittere ich auch mobil. Es ist doch gerade zu Sinn von Twitter seiner Follower mit nutzlosen Informationen wie "Sitze im Zug nach XY, hat Verspätung" zu beglücken.

CemB: Siehst du Wechselwirkungen zwischen Blogs und Twitter? Oder mit anderen Plattformen?
Ich hab eine Twitterleiste da rechts ->
Die hab ich schon vor einiger Zeit eingebaut, weil ich dachte, es bringt dem Blogleser auch was, wenn er noch ein paar kleine Updates nebenbei bekommt. Ich lasse meinen Twitter RSS Feed auch auf meine soup.io Seite einlaufen. Das ist aber mehr ein Test um zu sehen, was geht.

CemB: Was kommt nach Twitter?
justin.tv? qik.com? Seesmic? Keine Ahnung. Die Frage ist ja wohl auch eher, was man mit Twitter wirklich anfangen kann. Im Newsbereich ist Twitter noch eine unendeckte Perle. Es gibt da zum Beispiel einen Service namens BeakingNewsOn, der halt breaking news per Twitter versendet. Damit sind die meist rund 30 bis 60 Minuten schneller, als jede andere Webseite. Ich bin mal gespannt, wann die ersten Newsseiten ebenfalls einen Twitterkanal auf ihre Webseite einbauen, damit sie in Sachen Schnelligkeit bei wichtigen Meldungen die Nase vorn haben. Was bei Twitter deutlich wird: der Trend geht dahin, dass webbasierte Dienste in Zukunft dem User eine Menge Arbeit abnehmen. Statt den Umweg über einen Blogeintrag und den damit verbundenen Eingabemasken, kann man auch Twitter nutzen, was deutlich schneller und bequemer ist. Es gibt ja mittlerweile auch die Möglichkeit, die eigenen Tweets in eine Art Blog laufen zu lassen. Ich vermute mal, dass sich im Laufe des Jahres noch mehr Anwendungsmöglichkeiten entwickeln. Gespannt bin ich auch, ob die Betreiber bei den explosionsartig verlaufenden Zuwachszahlen in den nächsten Monaten aus Kostengründen eine TwitterPro Variante einführen werden.

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Aus der Blogpause kurz vermeldet:

Wer sich wie ich eben bei der "House" Folge gefragt hat, was das für ein Song war, der gegen Ende gelaufen ist - das war "Into Dust" von Mazzy Star vom 93er Album "So Tonight That I Might See " das man bei Amazon erwerben kann. Hat mich doch glatt eine Stunde und viel Wühlerei in meiner CD Sammlung gekostet, weil mir die Stimme doch irgendwie bekannt vorkam. Man kennt sie wohl eher von "Fade Into You", das vom gleichen Album stammt. Und ich hätte es mir auch einfacher machen können.

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