Ich bin genauso käuflich, wie der Herr Ix, der zu dem nun folgenden Thema neulich schon einiges zu geschrieben hat. Aber ein paar Worte will ich darüber doch verlieren.

Das Blog hier ist, ganz bewußt, werbefrei gehalten. Was zum einen daran liegt, dass ich bei Antville nix zahle, mich die Bloggerei also oberflächlich betrachtet nichts kostet, außer vielleicht meiner Zeit. Meine bisherige Einnahmen mit diesem Blog resultieren aus Einladungen zu Lesungen, wo es hier und da ein paar Mark gegeben hat. Aber nix, wovon mal leben könnte. Diese Einnahmen sehe ich als normalen Lohn für meine kreative Arbeit, denn wie Hans Dieter Hüsch einen anderen Blogger mal sagte: "Umsonst kommt gar nicht in Frage. Umsonst wird das nie was. Niemals umsonst. Zumindest der Materialpreis muss rein. Wieviel macht das?"

Im März bekam ich einen Anruf von Nico Lumma, ob ich Lust hätte, mal für vier Wochen ein Auto zu testen und im Blog darüber zu schreiben. Ohne darüber nachzudenken, sagte ich "Klar", weil ich die Idee ganz hervorrangend fand und immer noch finde. Es dauerte dann noch etwas, aber nun ist es dann soweit. Eben hab ich einen Opel Astra abgeholt und werde den die nächsten vier Wochen probefahren. Die dahinter stehenden Agenturen (Orangemedia & Universal Mccann) sowie Opel selber haben keinerlei Vorgaben gemacht, wie oft und vor allem was man über die Autos schreibt. Die an der Aktion beteiligten Blogger (Pia, Ix, MC)können also machen, was sie wollen.

Natürlich erhofft sich Opel davon einen PR Gewinn. Nachdem sie in den letzten Jahren eher durch Streichung von Arbeitsplätzen und der Einstellung des Motorsportengagements aufgefallen sind, kann ein wenig positive Berichterstattung nicht schaden. Vielleicht bekommen sie den auch durch diese Blogaktion, vielleicht aber auch nicht. Das entscheiden wir, wenn wir das erste Mal den ADAC rufen mussten. (Scherz)

Wir bekommen also für vier Wochen ein Auto und müssen eigentlich nix dafür machen. Aber wir bekommen nicht nur den Wagen, sondern auch eine Aufwandsentschädigung, die die Kosten decken soll, die mit dem Auto verbunden sind. Meint Sprit, Parkgebühren, Knöllchen und anderen Blödsinn. Ob die Aufwandsentschädigung davon aufgefressen wird, oder ob am Ende etwas übrig bleibt, weiß ich noch nicht. Aber ich stelle mir die Frage, was ich mit dem Restgeld mache. Behalten? Oder Spenden? Ich kann das spenden, keine Frage, vielleicht Transparency Deutschland, damit sie nicht mehr so viel Geld von Firmen annehmen müssen. Auf der anderen Seite: widerspräche es einer Blogetiquette, das Geld zu nehmen und mit dem wunderschönen Mädchen im geplanten Urlaub zu verjubeln? Da würde mich mal die Meinung der hier Lesenden interesieren.

Damit es nicht zu Verwirrungen kommt, wird jeder Beitrag, der mit dem Opel zu tun hat, mit einem Disclaimer versehen, der auf diesen Beitrag linkt, und einem kleinen Button der auf ein Blog verlinkt, auf dem die Opel Geschichten aller Blogger sammelt. Desweitern werde ich ein paar Fotos bei Flickr reinstellen und ansonsten mit dem Auto ein wenig durch Deutschland fahren. Hat ja ein Navigationssystem, komm ich also auch an.


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