Franzi hat Recht. Isa auch

Tja, ich schrub das auch irgendwann vor ein paar Wochen irgendwo vergraben in den Kommentaren bei mir, dass man offenbar teilweise dazu übergegangen ist, nur noch mit lustigen Videos und abgeschriebenen Sponline Nachrichten seine Zugriffszahlen hoch zu jagen. Hauptsache in den Countern weit vorne. Es wäre toll, wenn zumindest die relevanten Blogcounter, wie zumindest teilweise beim Counter von Dirk Olbertz, auf die Zählung der Zugriffe über Suchmaschinen verzichten würden.

Aber das bringt wahrscheinlich auch nur wenig. Ich weiß nicht, wie es ihm geht, aber ich wäre an Johnnys Stelle auch ein wenig frustriert. Da schreibt man jahrelang, gibt sich Mühe, recheriert, hat gute Ideen, tolle Geschichten, macht tägliche Podcasts usw. und dann postet man ohne große Geschichte oder Hintergedanken ein Video und die Leute rennen einem die Bude ein. Es wäre doch schön, wenn Johnny diese Zugriffe mit seinen Stories bekommen würde. Naja. Wer bisher nicht verstanden hat, warum die Leute RTL2 & Co schauen oder die Bild Zeitung lesen, kann immerhin jetzt feststellen: Der Großteil der Leute sind einfach gestrickt und damit zufrieden, dass sie etwas vorgesetzt bekommen, was ihrem geistigen Niveau endlich mal entspricht.

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ichichich, Mo, 13.03.2006, 22:06
OT:
Kucken Sie mal ins Forum.

sonderschüler x, Mo, 13.03.2006, 22:08
blogger beim eislaufen bei wdr 3 wo lyssa heisssen
so hab ich verstanden warum menschen bloggerlesungen frönen. es ähnelt pinkelspielen im hardcoregeil für insider wo man mit verstand nich verstehen kann.

dings, Mo, 13.03.2006, 22:41
die zugriffe über suchmaschinen finde ich auch völlig irrelevant. aber es gibt auch die anderen, die genau das wollen. muss man eben betonen, dass man wert auf googlebereinigte zahlen legt. wenn ich das sehe - blogs mit 75% suchmaschinenzugriffen ... ich les die nicht.

roland, Dienstag, 14. März 2006, 13:01
dings: ich hab jetzt mal wieder den counter reingehauen bei mir. ich lieg durchaus un 70%er-bereich bei suchmaschinen, was mir relativ egal ist, daraus abzuleiten, das blog sei deshalb schlecht, ist umkehrschluss, der nicht immer hinhaut (soweit ich weiß, liest du mich ja auch :) )

bei mir sind googler ja teilspaß wegen schwachsinnskommentaren. lieber sind mir natürlich treue gäste.

dings, Mittwoch, 15. März 2006, 13:06
huch, wenn ich das gewusst hätte ;)

natürlich ist der googlereferreranteil kein ausreichender hinweis auf die qualität oder was. außerdem ist es völlig legitim, suchmaschinenrelevante websites zu betreiben. was mich aber ineressiert am bloggen, ist das individualisierte. ich suche schon nach guter qualität (nach meinen maßstäben natürlich), aber foren, professionele nachrichtenseiten etc. meide ich. ich nehme tipps lieber von personen an, die ihren ruf irgendwie bei mir etabliert haben, ganz idiosynkratisch (persönlich). seelenlose portale oder hochglanzwebsites wecken nicht so das interesse in mir. insofern sind googlereferrer nicht per se schlecht, aber irgendwie "unsympathisch".

muhtiger, Mo, 13.03.2006, 23:32
Geschmack ist ja eine Sache. Ob man über den "Erfolg", den man durch so ein Posting hat, froh sein sollte, eine andere.

Ich denke noch etwas frustrierter sind die Leute, die den "Content" als erstes entdecken und quasi leer ausgehen.
Die geben sich Mühe, werden von einem populären Blog verlinkt und am Ende rennt noch nicht einmal jemand einem die Bude ein.

louis xiv, Di, 14.03.2006, 01:25
Einer der Gründe...
...warum ich mich lange dagegen gewehrt habe, mein Innerstes nach Aussen zu tragen. Aber das war ja nur eine Frage der Zeit bis auch der letzte A**** gecheckt hat dass man mit AdSense gute Kohle macht - wenn die Zugriffe und damit die Klickrate stimmen.

Was mir ebenfalls sauer aufstösst ist dieses "Linkst Du mich, dann link' ich Dich" dass ich schon verschiedentlich erlebt habe. Wer mal erlebt hat wie die Zugriffe nach Erwähnung (oder Verlinkung) in einem populären Blog nach oben schnellen weiss, was ich meine. Gucke ich mir dann aber die echten Seitenzugriffe und die Verweildauer ansehe sind die Meisten nach der Startseite schon wieder weg. Und wenn man nicht zurücklinkt (am Besten innerhalb der nächsten 30 Minuten) - AUWEIA. Und sooo lange bin ich wirklich noch net dabei.

Ist aber aus zwischenmenschlicher Sicht mal ganz interessant zu beobachten - das User bzw. Besucherverhalten, meine ich. :)

"Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen"

dipl.ix, Di, 14.03.2006, 01:28
ich glaube nicht dass johnny sonderlich traurig ist. der besucheransturm dürfte den einen oder anderen werbeeuro in seine kassen gespült haben und ob man jetzt von edlen spendern, nem doofen arbeitgeber oder von dummen klickvieh für das was einem spass macht (bloggen) bezahlt wird is ja nu zweitrangig. die besucher wegen dem schrott video gehen wieder zurück, johnny liefert weiterhin gute bloggen und irgendwann kommt wieder so ein grosses ding — offenbar im jahresrhytmus — wo die leute ihm wieder die bude einrennen. was unterm strich bleibt: johnny macht mit bloggen kohle, und das ganzh ohne tittenbilder (bis jetzt).

DonDahlmann, Dienstag, 14. März 2006, 02:16
Naja sicher, das Geld, was Johnny hoffentlich durch die vielen Besucher macht, hat er sich sich schon lange verdient. Aber ist es wirklich so einfach? Wenn ich jetzt mal eine oder zwei Wochen Britney Spears Tittenbilder poste oder dauernd "Aldof Hilter nackt" schreibe, pushe ich mich dann auf 5000 Visits am Tag. Und was hab ich dann davon?

isabo, Dienstag, 14. März 2006, 02:31
Na, Geld.
(Werbung installieren nicht vergessen!)

waschsalon, Di, 14.03.2006, 08:04
mit großem respekt vor dem autor und seiner leistung (dieses blog hat mich schon so oft nachdenklich gemacht und macht es noch): diesen eintrag finde ich dennoch heischend und bitter. wer so gründlich seine google-searches flöht (wenn auch witzig aufbereitet) und den verlauf anderer blogs in ranglisten verfolgt, kann mir nicht erzählen, dass ihm sein eigener rang egal ist. ganz im gegenteil: aus den zeilen spricht die bitterkeit, dass dumpfsinn oftmals erfolgreicher ist, dass die eigenen klickzahlen nicht so sind, wie erwünscht. dass simples entertainment mehr leser und claqueure findet, ist nun wirklich keine neue erkenntnis - die hätte ich dir auch früher zugetraut. wer die blog-mechanismen kennt, kann sich allzeit frei entscheiden, wie er/sie sein blog gestaltet - mit entsprechenden konsequenzen. ich finde, man muss auch gönnen können.

DonDahlmann, Dienstag, 14. März 2006, 12:14
Ach, das war ja klar, das jemand auftaucht und mir genau das vorwirft. Aber es wäre wirklich toll, wenn Sie den Text und die Kommentare etwas genauer lesen könnten. Da habe ich mehrfach erwähnt, dass die Zugriffe wie auch die damit verbundenen Mehreinahmen gerade jemanden wie Johnny mehr als gönne. Desweiteren: sehen sie hier irgendwo Werbung? Google Adsense? Banner? Nein? Hätte ich schon längst machen können. Sehen Sie hier Seitenoptimierungen für Google? Buzzwords? Tags? Nein? Hätte ich schon längst machen können. Ich mache mir Gedanken darüber, wie sich Blogs entwickeln, und das es mir auf die Nerven geht, wenn ich immer mehr Suchmaschinenoptimierte Blogs ohne eigentlichen Inhalt sehe.
Es mag auch hinfällig sein, sich Gedanken über die Dummheit einer schweigenden Mehrheit zu machen, da es eine solche ja nun schon seit Menschengedenken gegeben hat. Das heißt aber nicht, dass man es nicht thematisieren sollte, denn wie wir alle wissen ist es ja schon nicht leicht, dass einen gleichgesinnte Leute immer so verstehen, wie man glaubte es eigentlich geschrieben zu haben.

christian123, Dienstag, 14. März 2006, 13:15
Ach naja, das mit der Suchmaschinenoptimierung, das geht so lange weiter, bis der Bogen überspannt wird und die Menschen in ausreichendem Maß über die Suchmaschine ihrer Wahl nicht mehr die Inhalte oder Qualität finden, die sie suchen, und daher entweder die Suchmaschine ihre Algorithmen neuerlich gegenüber den bis dahin üblichen Sucmaschinenoptimierungstechniken resistent macht, oder aber halt eine neue Suchmaschine mit besseren Algorithmen der alten die Nutzer wegschnappt; was ich damit sagen will: Das reguliert sich in dieser Sphäre schon selbst, mit der Ausrichtungen der Besuchermassen auf die von ihnen gewünschten Inhalte und Qualitäten.

Und wenn die Menschen nunmal mehrheitlich Titten oder Blödelvideos sehen wollen, und diese Nachfrage durch Blogs erfüllt wird, was ist so schlimm daran? Hindert ja niemand die nicht-traffic-geilen Blogger daran, trotzdem das zu schreiben, was ihnen beliebt :-)

Und daher verstehe ich auch nicht, warum man etwa den Google-Referrern in Logs so kritisch gegenüber stehen solle: Ist doch viel interessanter, wer von Außen bei der Suche nach irgendwas vielleicht unerwarteterweise im eigenen, ihm völlig unbekannten Blog tatsächlich Inhalte findet, die ihn möglicherweise interessieren könnten, als wer jetzt aus der sowieso verschwägerten Bloggeria-Nachbarschaft regelmäßig vorbeischaut. Die Blogosphäre ist ja nicht vom Rest-Internet abgekoppelt, und das ist auch gut so :-)

waschsalon, Dienstag, 14. März 2006, 16:23
na, ganz so leicht ist das aber nicht abgetan. nur weil man erwähnt, dass man anderen etwas gönnt, weicht ja nicht der enttäuschte unterton. davon abgesehen geht es mir nicht um johnny - ihnen wohl auch nicht - sondern um die (mögliche) kritik an reinen witz-plus-filmchen-blogs.

ich habe sehr wohl gelesen, dass sie johnny den erfolg gönnen; ich sehe auch, dass es hier weder banner noch werbung gibt. das finde ich auch löblich. aber suchmaschinen-optimierung: kommen sie! allein die angeblich verschmähten begriffe aufzuschreiben und sie dann hämisch an den pranger zu stellen, ist wie diese bild-unterschriften: "solche bilder wollen wir nie wieder sehen!". für google rechtfertigt das mindestens im nachhinein den listeneintrag. damit unterstelle ich keine absicht - aber naivität genauso wenig. da finde ich christians haltung viel ehrlicher: schön, wenn auch andere das blog so zufällig finden. wenn sie nicht finden, was sie suchen, sollen sie halt wieder gehen. das ändert an den eigenen inhalten wenig.

also, unabhängig von der spitze, ich hätte eintrag und kommentare nicht genau gelesen - mich nerven inhaltsbefreite blogs auch. aber die haben genauso eine daseinsberechtigung wie qualitativ wertvolle. keiner wird zum lesen gezwungen.

aber warum nerven sie die? ich vermute, weil sie eben in "qualitätsranglisten" auftauchen und dort mit ihrer entsprechenden masse qualität auf hintere ränge verdrängen. und wenn das so ist, dann finde ich, bekommt die kritik an den inhalten der anderen eben dieses grün-bittere geschmäckle. vielleicht liege ich ja damit falsch. ich meine nur, manch einer bloggte anfangs entspannter als es diese ranglisten noch nicht gab.

vielleicht sollte ich noch ergänzen: bitte nehmen sie das bloß nicht persönlich. ich nehme ihre kritik nur ernst und setze mich damit ebenfalls kritisch auseinander.

DonDahlmann, Dienstag, 14. März 2006, 16:59
Ja, ich finde es bedauerlich, wenn inhaltlich gut gepflegte Weblogs nicht mehr aufzufinden sind, da irgendwelche suchoptimierten Blogs die Counter zuspammen. Warum auch nicht, denn das ist ja erst der Anfang. Blogs als Werbe- und Marketingvehikel werden immer populärer und so wird eine Plattform zunehmend missbraucht. Das stört mich, ich kann es leider nicht ändern. Und das ist der Grund. Nicht, das irgendwelche Blogs vor meinem stehen. Das ist mir relativ egal. Ich mach das hier in erster Linie aus Spaß.

So lange die Blogszene noch klein ist, so lange man mit Counter- und Bloghoster auf kurzem Weg kommunizieren kann, sollte man meiner Meinung nach auf aufkommende Probleme hinweisen und evtl. eine Lösung finden. Nachdem nun schon die meisten Medien mit Schwachsinn überflutet sind, könnte man zumindest den Versuch starten, sich Gedanken darüber zu machen, wie das bei Blogs vermieden werden kann. Bisher klappte das ja auch meist ganz gut, wie man im letzten Jahr sehen konnte, als der bis dahin populäre Blogcounter bei den meisten Bloggern auf Grund merkwürdiger Geschäftsgebaren rausgeworfen wurde.

Ich fände einen Counter, der die Suchmaschinen rausläßt ehrlicher und er würde das ganze Problem mit optimierten Blogs einfach lösen. Das heißt ja nicht, dass die Suchmaschinen keine Ergebnis mehr liefern, nur sind sie eben nicht mehr relevant. Mich betrifft das im übrigen auch, da ich im Schnitt 10% meiner Zugriffe über Google etc. bekomme. Die meisten haben eine Verweildauer von exakt 0 Sekunden.

waschsalon, Dienstag, 14. März 2006, 17:40
stimmt. das ist tatsächlich sehr ärgerlich. noch ärgerlicher, wenn hinter der maske von objektivität und unabhängigkeit werbung (gegen bezahlung) gemacht wird. das ist schäbig - findet aber offenbar bereits in blogdorf statt.

ich sehe das problem zwar auch - glaube aber nicht, dass es sich so lösen lässt. der grund liegt im reiz der blogcounter selbst: solange man nur seine referrer oder besucherzahlen für sich allein misst, gibt es das problem ja nicht. es taucht erst mit den ranglisten auf - sie erzeugen wettbewerb (den ich eigentlich sehr schätze). seiten, die einen kommerziellen zweck verfolgen, benötigen diesen wettbewerb (und natürlich auch hohen rang), um ihren wert und ihre preise zu bestimmen. weil sie darauf angewiesen sind, werden sie aber immer alles erdenkliche tun, um in den ranglisten vorne zu stehen. alles andere schmälert ihre marge. da wir beide wissen, dass der rang nicht über qualität sondern hauptsächlich über quantität entschieden wird, kann sich qualität hier nie durchsetzen. es sei denn, man findet einen schlüssel, solche blogs auszuschließen - etwa, indem man zwischen kommerziellen und nicht kommerziellen blogs unterscheidet, zwischen reinen tagebüchern und solchen, die durchaus ein größeres publikum ansprechen (wollen).

aber auch da gelten dieselben regeln: mass beats quality. selbst bei privat geführten blogs wird es solche geben, die allein durch witzige bilder, filme, und banalitäten weit, weit nach vorne drängen. dasselbe bei google.

ich fürchte, das problem ist so nicht heilbar, weil ranglisten eben zum wettbewerb verführen. und solange leser ihre präferenzen nicht ändern, ist das ergebnis vorhersehbar.

dipl.ix, Mittwoch, 15. März 2006, 00:42
nur so ein gedanke, etwas offtopic, aber doch ganz recht hier in der diskussion. ich denke das öffentlich einsehbare counter, insbesondere der von blogscout, durchaus eine ganz angenehme wirkung haben: sie sorgen für transparenz. mir fehlt diese transparenz oft bei etablierten medien. da wird rumbehauptet dass sich die balken biegen, beliebtestes, meistgelesenes onlinemedium, nach pageviews gehechelt um werbeplätze zu verkaufen, aber die zahlen rücken die in vergleichbarer form nie raus.

diese transparenz die der blogscout-counter bietet, wieviele besucher habe ich, wie haben sich die zahlen entwickelt, warum und woher kommen die besucher — all das dient meiner meinung nach auch der glaubhaftigkeit. jaja, relevanz ist firlefanz (sagt nicht nur ronsens.de), besucherzahlen sind sicher nicht der stoff aus dem glaubhaftigkeit gewoben wird, aber wenn ich etwas verstehe, dient das dem vertrauen. heimlichkeit sucks. je mehr auf dem tisch liegt desto mehr vertrauen kommt auf.

roland, Mittwoch, 15. März 2006, 13:01
nee. ich vertraue da lieber meiner leseerfahrung. und das wäre ja eine recht seltsame forderung, jemanden ala bundestagsabgeordneter mit nebeneinkünften besucherzahlen offenlegen zu lassen (hast du so nicht gesagt, aber dann doch :) ).

die ranking- und distinktionsspiele gehören dazu. sie nerven manchmal. das ding als ganzes bewegt sich schon geraume zeit irgendwohin, wo man nicht mehr dabei sein wird, aber das wissen wir doch schon lange. trotzdem ist ja genug für alle da. also ich finde genug gute weblogs. noch zumindest, und die meisten kümmern sich auch nicht drum.

maternus, Di, 14.03.2006, 14:02
Irgendwo zwischen Elfenbeinturm, beeindruckender Hochkultur und plattem Mainstream bewegen sich doch eigentlich fast alle menschlichen Äußerungen. Das ist bei Blogs nicht anders und auch nicht überraschend.

Und die Erfahrung, daß man auf einen Text, an dem man möglicherweise lange geschnitzt und gefeilt hat, quasi keine Reaktion bekommt, hingegen ein schlampig hingerotzter 2zeiler eine Kommentarprozession erzeugen kann, macht wohl jeder Blogger.

Insofern wird die Blogosphäre mit der Zeit einfach ein weiterer Aspekt veröffentlichter Meinungen und entsprechender Reaktioen, mit der ganzen Bandbreite und dazugehörigen Höhen & Tiefen.

kho, Freitag, 17. März 2006, 14:54
was mich wundert...
Wenn man die Diskussion hier so verfolgt, könnte man als "Normalleser" zu dem Schluss kommen, dass alle blogs, die einen hohen Anteil von Besuchern über Suchmaschinen haben, automatisch von minderer Qualität sind, zumindest habe ich das so interpretiert.

Ich persönlich kann diese für meinen Geschmack etwas "eindimensionale" Betrachtungsweise nicht ganz nachvollziehen.

Wenn ich mir die Statistiken meines kleinen, unbedeutenden blogs so anschaue, bewege ich mich, was die Zugriffszahlen betrifft, in der bloogscout-Liste so zwischen den Plätzen 90 - 115... Mein Anteil von Besuchern, die über Suchmaschinen zu mir finden, ist so um die 70%. Wobei ich im Wesentlichen auf Tittenbilder, Blödelvideos oder anderen in der sog. blogossphäre hundertfach durchgekauten content verzichte. Verlinkungen auf die üblichen Infoseiten etc. sucht man auch eher vergebens.

Ich habe weder ausgeklügelte Strategien zur Suchmaschinenoptimierung, noch laufen google-adsense Programme oder was auch immer. Mir ging, mir geht es nach wie vor primär um Inhalte, die man vielleicht eben nicht in anderen blogs findet.

Und wenn ich das hier so lese, würde ich wahrscheinlich aufgrund meines hohen Anteils an Suchmaschinenbesuchern eher durch das Raster der vielleicht selbsternannten "Qualitätsleser" fallen. Ich persönlich finde diese Betrachtung, wenn ich sie denn wie schon oben erwähnt richtig interpretiere, in ihrer vermeintlichen Allgemeingültigkeit nachgerade absurd.

Oder habe ich da nur etwas komplett falsch verstanden? Würde mich schon mal interessieren...

lg, kho

DonDahlmann, Freitag, 17. März 2006, 15:22
Nein, so ist das nicht gemeint. Wie gesagt, ich bekomme rund 10% meiner Zugriffe durch Suchmaschinen, Spreeblick, die um die 100.000 Visits im Monat haben, gerade mal 1%. Ich bin nur der Meinung, dass man sich frühzeitig überlegen sollte, ob es überhaupt einen Mechanismus gibt, mit dem man reine suchmaschinenoptimierte PR Blogs ohne eigenen Content erfassen kann. Diese Blogs können in den offiziellen Zugriffstatistiken zb 5000 Visits haben, tatsächliche Besucher, also Menschen, die das Blog anklicken, weil sie es lesen wollen, aber 150. Das führt dann zu so irren Geschichten, das Blogs über 400% ihrer Zugriffe aus Suchmaschinen haben, am Ende aber keine Leser. Um solche inhaltlich wertlosen Blogs aus den Statistiken rauszuhalten, und um vor allem jedewegen Missbrauch der Blogs durch PR Firmen und andere Marketingformen möglichst einschränken zu können.
Wie gesagt, es geht nicht darum Blogs zu markieren, die mit Google Ads arbeiten um ihre Hosterkosten zu bezahlen, sondern nur um Blogs, die nix anderes machen, als möglichst viele Klicks zu generieren in dem sie Suchmaschinen füttern.
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