Entlassungsproduktivität vor Ehrenmord und Bombenholocaust.

Entlassungsproduktivität
Entlassungsproduktivität
Entlassungsproduktivität

Man mag es kaum glauben, das Menschen wirklich ernsthaft solche Worte benutzen.

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supatyp, Di, 24.01.2006, 12:27
ich hör das
zum ersten Mal. muß nich unwort immer auch eins werden, was in aller Munde war, so wie Peanuts früher?

wuestenfloh, Di, 24.01.2006, 12:41
Bei uns gabs eine Rund-Email mit der Redewendung 'Reduzierung des Personalabbaupotentials'. Das lange Wort ist bei Google nicht zu finden. Ich wollte den Chef in meinem Blog dafür öffentlich loben, habs dann aber doch gelassen.

ichichich, 24. Januar 2006, 13:17
Das Personalabbaupotential reduziert man am besten durch aktives Fluktuationsmanagement

kooky, Di, 24.01.2006, 13:09
Qualitätsoffensive
von Daimler-Chrysler finde ich wesentlich besser!

Aber nun ja, wir sind ja nur Deutschland und nicht Sprachwissenschaftler, gelle?!

Aber bestimmt gibt das wieder 'Mecker' für die Jury aus der Wirtschaft ...

burnster, Di, 24.01.2006, 13:13
So paradox es klingen mag, weil lang gegen kurz, aber: das sind sicher die Gleichen, die asap in ihren Mails verwenden. Sprachschänder mit Hang zum Ehrmorden. Der etymologische Holocaust, quasi.

DonDahlmann, 24. Januar 2006, 13:35
Gerade bei N24: Die Aktie von Daimler Chrysler steigt im knapp 4% nach dem sie bekannt gegeben haben, dass sie 6000 Stellen streichen. Ich glaube, das ist ein Entlassungspotential.

Irgendwie ist der ganze Kreislauf komisch. Man soll sich Aktien oder in Fonds enkaufen, damit die Rente später sicher ist. Die Fonds spekulieren wiederum Aktien, wie zum Beispiel Daimler Chrysler. Da die Fonds dem Anleger Gewinn ausschütten will, übt er Druck auf Firmen aus, die mal nicht soundso viel Prozent Gewinn im Jahr machen. Damit die Firmen diese Gewinn erreichen, entlassen sie Leute um zu sparen. Darunter auch die Menschen, denen man gesagt hat, sie sollen in Fonds investieren, damit Rente sicher bleibt. Wenn die Leute entlassen werden, müssen sie nach einem Jahr einen Job haben, oder sie fallen in ALG II, wo sie geschaffene Vermögenswerte veräußern müssen, um überhaupt Geld zu bekommen, unter anderem auch Aktien. Kann so ein Kreislauf auf Dauer gut gehen?

ichichich, 24. Januar 2006, 13:38
Als Arbeitnehmer Aktien zu besitzen ist völlig schizophren. Darauf sollte man weitgehend verzichten.

mutant, 24. Januar 2006, 14:56
that's capitalism.
und zwar nicht heuschreckig, sondern kannibalistisch.
fast so wie in der stephen king geschichte, wo der typ sich selber frisst.

mutant, Di, 24.01.2006, 14:53
bombenholocaust klingt so nach 90er jahre grindcore-kapelle.

kleinesf, Di, 24.01.2006, 19:40
Entlassungsproduktivität zeigt uns sehr gut die Realitäten hier. Ich war trotzdem für Schwampel.

reyamm, Mi, 25.01.2006, 11:17
Die durchrasste Gesellschaft vom Stoiber Edi war 1991 auch ein ganz besonderes Highlight.

sakanachan, Mi, 25.01.2006, 17:54
entlassungsproduktivitaet.ppt
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